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    Handball: 2. Bundesliga

    Vollendetes Glück für Wölfe-Linksaußen Dominik Schömig

    Bei dem Rimparer Zweitliga-Handballer läuft es momentan nicht nur sportlich wie am Schnürchen. Sein Team trennen nur noch fünf Punkte vom Aufstiegsplatz.
    "In den knappen Duellen konnten wir fast immer punkten." Das Hinspiel in Hüttenberg gewann Dominik Schömig mit seinem Team 23:22. Foto: Jörg Rieger

    Handball, Zweite Bundesliga
    DJK Rimpar Wölfe – TV 05/07 Hüttenberg
    (Samstag, 19.30 Uhr, s.Oliver Arena)

    Wenn keine Häuser dazwischen wären, könnte Dominik Schömig von seiner neuen Bleibe aus direkt auf die Heimspielstätte seiner Rimparer Wölfe schauen. In fünf Minuten ist der Linksaußen des Handball-Zweitligisten von der Breslauer Straße in der hinteren Sanderau zur s.Oliver Arena gelaufen. "Ich habe schon ein paar Mal vorgeschlagen, dass wir auch dort trainieren", scherzt Schömig.

    Mit seinen 25 Jahren scheint er beruflich, privat und sportlich sein Glück gefunden zu haben. Sportlich, weil er auf Linksaußen gesetzt und der zweitbeste Torschütze im Team ist. Privat, weil er seit kurzem zusammen mit seiner Freundin, der Bergtheimer Handball-Torhüterin Pia Kunzmann (23), in Würzburg wohnt. Und beruflich, weil er eine neue Arbeitsstelle im Taubertal angetreten hat.

    Nur fünf Punkte Rückstand auf den Aufstiegsplatz 

    "Momentan passt es einfach", sagt der Fertigungsingenieur, der 30 Stunden in der Woche arbeitet und dadurch noch Luft für Liebe und den Handball hat. "Wenn wir mal nicht in den Hallen unterwegs sind, gehen wir gerne gemeinsam zum Essen", verrät Schömig unterhalb des Sebastian-Kneipp-Stegs am Main. Der Weg in die Stadt ist nicht weit. Der an die Tabellenspitze für seine Wölfe (7./27:19) übrigens auch nicht. Lediglich fünf Punkte Rückstand sind es auf den zweiten Aufstiegsplatz.

    "Wenn wir verloren haben, dann meist deutlich. Doch in den knappen Duellen konnten wir fast immer punkten", sagt Schömig vor dem Heimspiel gegen den TV 05/07 Hüttenberg (15./17:29). "Wir sind athletisch und konditionell in dieser Saison voll auf der Höhe. Daher können wir gegen Ende auch nochmals zulegen." So gewannen die Grün-Weißen auch ihre letzten beiden Auswärtsduelle in Dormagen (21:20) und Dresden (28:25).

    "Hüttenberg ist besser als der Tabellenstand"

    Nun kommen die Mittelhessen nach Würzburg. Sie stehen nur knapp über dem Strich und daher mit dem Rücken zur Wand. "Hüttenberg ist besser als der Tabellenstand", findet Schömig, weiß aber auch: "Wir haben gegen diesen Gegner meistens gut ausgesehen." Der frühere Erstligist, der genau wie die Rimparer eher kleinere Spieler in seinen Reihen hat, agiert traditionell mit einer offensiven 3:2:1-Deckung.

    "Mir macht es Spaß dagegen zu spielen, weil es einfach mal etwas anderes ist als wenn Zwei-Meter-Hünen im Mittelblock stehen." Für die Außen selbst ändere sich dadurch im Angriff nicht allzu viel. "Letztlich geht es darum, dass sich einer unserer Rückraumspieler im Eins-gegen-eins durchsetzt und dann zu uns passt." Dann müsse man das offene Scheunentor finden. "Normalerweise bekommen wir auf Außen gegen diese Abwehrvariante mehr Abschlusschancen."

    Auch ein Kreuzbandriss ändert nichts an der Trefferquote

    Schömig besticht als Konterläufer und Linksaußen seit jeher mit einer hohen Trefferquote. Daran hat auch sein Kreuzbandriss zum Abschluss der Saison 2018/19 nichts geändert. "Es ist im letzten Spiel ganz am Ende passiert und war absolut unnötig", erinnert sich der gebürtige Rimparer, der seinem Heimatverein immer treu geblieben ist. Ein gutes halbes Jahr später stand der Sohn des Wölfe-Co-Trainers Josef Schömig wieder auf der Platte – und legte die stärkste Halbserie seiner bisherigen Karriere hin. "Scheinbar hat mir die Pause ganz gut getan, um etwas Abstand zu gewinnen."

    Der 25-Jährige hat sich bislang die Außenposition bei den Wölfen nur mit zwei anderen Spielern geteilt: Erst Sebastian Kraus, dann Fin Backs. Kraus beendete 2018 seine Karriere. Backs kommt in Rimpar kaum zum Einsatz und kehrt im Sommer zu seinem Erstklub MT Melsungen zurück. "Ich find’s schade, wir haben uns super verstanden", so Schömig, der mit dem Luxemburger Tommy Wirtz (27) vom HG Saarlouis einen neuen, älteren Kompagnon für seine Seite bekommt (wir berichteten). An seinem persönlichen Glück dürfte dieser Wechsel nichts ändern.

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