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    Fußball: Dritte Liga

    Von wem Kickers-Trainer Schiele eine Reaktion erwartet

    Die Rothosen fahren mit Rückenwind zum Freitagabendspiel nach Münster. Einige ehemalige Stammspieler müssen inzwischen um ihre Plätze im Team kämpfen.
    Er will mit den Kickers in der Erfolgsspur bleiben: Trainer Michael Schiele. Foto: foto2press/Frank Scheuring

    Mit viel Rückenwind geht es für die Drittliga-Fußballer der Würzburger Kickers zum Auswärtsspiel bei Preußen Münster. Bereits am Freitagabend (19 Uhr) müssen die Rothosen in Westfalen antreten. Nach dem 3:1-Sieg gegen den Aufstiegsanwärter FC Ingolstadt am Sonntag und nur einer Niederlage in den letzten sieben Partien wollen die Kickers in der Erfolgsspur bleiben. Fragen und Antworten vor dem Spiel gegen das Bundesliga-Gründungsmitglied.

    Geht den Kickers wieder ein Licht auf?

    Beim letzten Auswärtsspiel in Großaspach schien die Flutlichtatmosphäre am Montagabend die Kickers zu beflügeln. 6:0 hieß es am Ende. Die Begegnung im traditionsreichen Stadion an der Hammer Straße ist bereits das sechste Abendspiel dieser Saison für die Rothosen. Unter Flutlicht gab es bislang drei Siege und zwei Niederlagen. Die Reisen nach Münster waren für die Kickers in der Vergangenheit selten lohnenswert. Noch kein einziges Tor ist den Rothosen bislang in Münster gelungen. Zuletzt setzte es in der Tatort-Stadt zwei 0:1-Niederlagen, das erste Aufeinandertreffen im Jahr 2015 endete 0:0. Derzeit freilich sind die Hausherren im eigenen Stadion ziemlich harmlos. Von den letzten zehn Heimspielen gewannen die Preußen nur eines. Der erst im Winter installierte Cheftrainer Sascha Hildmann und sein Team stehen unter großem Erfolgsdruck. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt bereits sieben Zähler. Im Falle einer Niederlage droht der Traditionsverein im Wettrennen um den Klassenerhalt abgehängt zu werden.

    Rückt Dave Gnaase wieder in die Startelf?

    Der zuletzt verletzte Mittelfeldmann ist, laut Trainer Michael Schiele, noch nicht bereit für einen Startelfeinsatz. Aber welchen Grund hätte er auch, sein zuletzt so erfolgreiches Team zu verändern? Gnaase, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft, könnte einer der Verlierer der letzten Wochen bei den Rothosen sein. Plötzlich muss der Schlüsselspieler der Vorrunde um seinen Platz kämpfen. Damit ist er aber nicht alleine. Mittelfeldmann Albion Vrenezi hat seinen Stammplatz auf der linken Offensivseite verloren. Dabei hatte der Leihspieler von Jahn Regensburg in der Vorrunde in einigen Partien den Unterschied ausgemacht. "Wenn er immer so spielen würde, dann hätte er in der Dritten Liga nichts verloren", sagt auch Trainer Schiele mit Blick auf Vrenezis Leistung bei den Siegen in Mannheim (2:1) und Halle (5:2). Der in München aufgewachsene Kosovo-Albaner konnte diese Form aber nie konservieren. "Er muss mehr Konstanz in seine Leistungen bringen, aber er wird wieder seine Chance bekommen", so Schiele.

    Ist das Stumduo mit Maximilian Breunig und Dominic Baumann gesetzt?

    In Stein gemeißelt ist die Aufstellung nicht. Aber warum sollte Schiele nach den letzten Siegen allzu viel ändern? Breunig und Baumann ergänzen sich gut. Plötzlich ist Luca Pfeiffer außen vor. Der Angreifer war gegen Großaspach gelb-rot-gesperrt und saß gegen Ingolstadt erstmals in dieser Saison über die volle Spielzeit nur auf der Bank. In der internen Torjägerliste hat Flügelflitzer Fabio Kaufmann (8 Treffer) nun Pfeiffer (7) überholt. Der 23-Jährige müsse mit der neuen Situation nun erst einmal klar kommen, so Schiele: "Und dann warten wir mal auf die Reaktion." In der Hinrunde agierte Pfeiffer noch meist als Solostürmer, nun streiten vier Kandidaten um die beiden Plätze im neuen taktischen 4-4-2-Korsett. Während der Trainer Pfeiffer und Breunig wohl eher als Konkurrenten ansieht, scheint Winter-Neuzugang Saliou Sané eher als Ersatz für Baumann vorgesehen zu sein. 

    Wie ist der Kontakt von Felix Magath zum Kickers-Team?

    "Er hat sich bei uns vorgestellt", berichtet Angreifer Baumann: "Ansonsten hat sich für uns als Mannschaft nichts geändert. Wir machen genauso weiter." Als der neue Fußball-Chef von Investor Flyeralarm im Januar kurz vor seiner offiziellen Vorstellung in Spanien im Wintertrainingslager der Rothosen auftauchte, waren auch die Spieler überrascht. "Wir wussten von nichts", so Baumann: "Wir hatten aber auch schon vorher unter uns die Ziele für die Rückrunde definiert. Die arbeiten wir jetzt ab." Wie die internen Ziele nun lauten, will Baumann nicht verraten. Nur so viel: "Wir wollen möglichst schnell von unten weg kommen, dann kommen wir automatisch der Spitze näher."

    Umfrage: Ist Michael Schiele der richtige Trainer für die Kickers.

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