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    HANDBALL: 2. BUNDESLIGA

    Vorerst Entwarnung für Rimparer Philipp Meyer

    Philipp Meyer von Handball-Zweitligist DJK Rimpar Wölfe, hier im Spiel gegen den HC Elbflorenz Dresden, fiel gegen die SG BBM Bietigheim früh mit einer Fußverletzung aus. Foto: foto2press/Frank Scheuring

    Die schlimmsten Befürchtungen von Cheftrainer Ceven Klatt und Co-Trainer Josef Schömig haben sich nicht bewahrheitet. Als Philipp Meyer, Abwehrrecke von Handball-Zweitligist DJK Rimpar Wölfe, am Freitagabend im Heimspiel gegen die SG BBM Bietigheim nach einem Zweikampf in der Deckung bereits nach wenigen Minuten verletzt vom Feld musste, war ihr erster Verdacht gewesen: Mittelfußbruch. Das hätte definitiv einen längeren Ausfall bedeutet. Doch nach der 23:26 (9:11)-Niederlage seiner Teamkollegen kam Meyer direkt ins Krankenhaus und ließ sich röntgen. Das brachte vorerst Entwarnung. 

    "Wir wissen zumindest, dass nichts gebrochen ist", gab Klatt am Sonntag auf Anfrage bekannt und hofft, dass der 22-Jährige doch nur eine starke Prellung erlitten hat, als ihm ein Bietigheimer Gegenspieler in Aktion versehentlich auf den Fuß stieg. "Er war direkt stark geschwollen. Wir müssen jetzt abwarten, ob die Schwellung bis Dienstag zurückgeht. Dann muss Philipp eventuell noch mal ins MRT, um eine Bänderverletzung auszuschließen", erklärte Klatt. Im besten Fall ist der Zwei-Meter-Mann am kommenden Sonntag im Auswärtsspiel beim ASV Hamm-Westfalen wieder einsetzbar.  

    Ausfall ein Faktor für erste Heimpleite - aber nicht der einzige

    Der frühe Ausfall am Freitag war ein Faktor für die erste Heimpleite der Saison nach zuvor vier Siegen in Serie gewesen, durch die die Wölfe den Sprung an die Spitze der zweiten Liga verpassten. Nicht nur wurde Meyer schmerzlich in der Defensive vermisst, wo Michael Schulz ohne ihn und den seit nun vier Wochen fehlenden Patrick Gempp (Schulter) der einzig gelernte Innenblockspieler war. Auch offensiv war Schulz damit am Kreis wieder stark belastet. Im Sieben gegen Sechs, das nach nur 15 erzielten Toren der Rimparer bis zur 51. Minute (15:22) Klatts letzter Joker gewesen war, musste der Trainer statt mit Meyer als zweitem Kreisläufer mit Lukas Siegler und Lukas Böhm improvisieren. Sonst hätte diese Taktik - früher angewendet - den Wölfen vielleicht geholfen, die Partie noch mal zu ihren Gunsten zu drehen.

    So aber kamen sie nur noch auf zwei Tore (23:25, 58.) heran und verloren verdient aufgrund 45 Minuten lang mangelnder Konsequenz in der Abwehr und ihrer schwachen rechten Angriffsseite - 16 der 20 Feldtore erzielten Benedikt Brielmeier (6), Siegler (5), Dominik Schömig (3) und Fin Backs (2) über links. Bundesliga-Absteiger Bietigheim um 2007-Weltmeister Michael "Mimi" Kraus verteidigte leidenschaftlicher und fand offensiv die besseren Lösungen.

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