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    BASKETBALL: BUNDESLIGA

    Warum die Baskets nicht Play-off spielen werden

    Ästhetischer Balltanz: Berlins Luke Sikma setzt sich gegen Würzburgs Cameron Wells durch. Foto: HMB Media/Viktor Meshko

    Die Ausgangslage im Rennen um die Play-off-Plätze ist noch immer diffus - zwei Spieltage vor Hauptrundenende der Basketball-Bundesliga, in der Woche, in der noch drei Begegnungen nachgeholt werden, bevor es tagesgleich am Freitag, 10. Mai, und am Sonntag, 12. Mai, dann auch zeitgleich um 18 Uhr zum Finale kommt. Aber zumindest einordenbar.

    Klar ist: Titelverteidiger Bayern München ist Hauptrundenerster und wird bis ins mögliche Finale stets den Heimvorteil in einem nötigenfalls fünften Spiel haben. Klar ist auch: Science City Jena steht nach der Niederlage am Sonntagabend in Bonn als erster Absteiger fest. Desweiteren geklärt: Neben München haben sich Oldenburg, Berlin, Vechta, Bamberg und Ulm sicher für die Play-offs qualifiziert.

    Bleiben also noch die Plätze sieben und acht - um die sich noch immer sechs Mannschaften rangeln. Ein Blick auf die Konkurrenten von Basketball-Bundesligist s.Oliver Würzburg, der nach der herben Sonntagsschlappe in Berlin bereits an diesem Dienstag, 7. Mai, um 19 Uhr in Bayreuth sein Nachholspiel zu absolvieren hat - und die Erklärung, warum die Baskets die Play-offs nicht erreichen werden:

    s.Oliver Würzburg (9. Tabellenplatz, 31 Spiele, 15 Siege)

    Restprogramm: Bayreuth (Auswärtsspiel = A), Bonn (Heimspiel = H), Bamberg (A)

    Einschätzung: Selbst wenn die Baskets mit ihrem verletzungsbedingten Rumpfkader zu Hause mit den Fans im Rücken gegen Bonn gewinnen sollten und den direkten Vergleich auch (mit fünf Punkten Differenz verloren sie das Hinspiel) - in Bayreuth wird nichts zu holen sein. Genauso wenig wie in Bamberg.

    Prognose: Die Baskets landen mit 16 Siegen auf Rang elf.

    Telekom Baskets Bonn (7., 31 Spiele, 17 Siege)

    Restprogramm: Berlin (A), Würzburg (A), München (H)

    Einschätzung: Die Bonner gewinnen kein Spiel mehr. Weil sie in Würzburg mit mindestens sechs Punkten Differenz unterliegen, verlieren sie zwar den direkten Vergleich mit den Baskets, haben aber einen Sieg mehr auf dem Konto.

    Prognose: Die Bonner werden aufgrund des Dreiervergleichs mit Ludwigsburg (haushoch gewonnen) und Frankfurt (klar verloren) Siebter.

    MHP Riesen Ludwigsburg (8., 32 Spiele, 16 Siege)

    Restprogramm: Göttingen (A), Berlin (H)

    Einschätzung: Die Schwaben gewinnen noch ein Spiel (das in Südniedersachsen), kommen also auf 17 Siege.

    Prognose: Dreiervergleich mit Bonn und Frankfurt: Die Riesen verpassen als Neunter knapp die Play-offs.

    Fraport Skyliners Frankfurt (10., 32 Spiele, 15 Siege)

    Restprogramm: Braunschweig (A), Gießen (H)

    Prognose: Die Hessen gewinnen beide Partien, landen also auch bei 17 Siegen, wie Bonn und Ludwigsburg.

    Prognose: Direkter Vergleich: Den gegen Ludwigsburg haben sie knapp verloren, aber den gegen Bonn hoch gewonnen. Rang acht.

    Basketball Löwen Braunschweig (11., 32 Spiele, 15 Siege)

    Restprogramm: Frankfurt (H), Bayreuth (H)

    Prognose: Die Niedersachsen haben in dieser Runde zwar überrascht, gewinnen aber kein Spiel mehr und bleiben bei 15 Siegen.

    Prognose: Und deshalb werden sie Zwölfter.

    medi Bayreuth (12., 31 Spiele, 14 Siege)

    Restprogramm: Würzburg (H), Bamberg (H), Braunschweig (A)

    Prognose: Die Oberfranken verlieren zwar das Heimderby gegen Bamberg, gewinnen aber die anderen zwei Spiele, kommen also auf 16 Siege.

    Prognose: Weil sie den direkten Vergleich mit Würzburg für sich entscheiden (vier Punkte Unterschied nach dem Hinspiel) werden sie Zehnter.

    Sonderfall

    Gewinnen die Baskets freilich zusätzlich in Bayreuth oder in Bamberg, ist diese ganze Vorausschau Makulatur - selbst, wenn sich die anderen an die Prognosen halten. Denn dann kommen die Würzburger auch auf 17 Siege - und haben die direkten Vergleiche gegen Bonn, Ludwigsburg und Frankfurt für sich entschieden. Und ziehen sogar als Siebter in die Play-offs ein. Was beim aktuellen Kader freilich auch keinen riesengroßen Unterschied zum achten Platz ausmachen würde. Ob München oder Oldenburg oder Berlin: Man darf davon ausgehen, dass es ein sehr kurzes, nicht länger als drei Partien andauerndes "Vergnügen" werden würde.

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