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    BASKETBALL: BUNDESLIGA MÄNNER

    Warum die Baskets zerbrechlich sind

    Die Baskets hoffen, dass bei Center Gabriel Olaseni der Knoten wieder platzt. Foto: Heiko Becker

     s.Oliver Würzburg – Basketball Löwen Braunschweig (20.30 Uhr, s.Oliver Arena)

    Als ein noch etwas „zerbrechliches Gebilde“ bezeichnete Denis Wucherer seine Mannschaft am Mittwochabend nach dem hart erkämpften Heimspielerfolg gegen den rumänischen Meister CSM Oradea im Europe-Cup-Wettbewerb. Weil seine Jungs nach einem „zähen Start“ (mit gerade einmal sechs erzielten Pünktchen im ersten Viertel) erst mal wieder einem Rückstand hinterherachseln mussten – ehe sie dann vor allem in der Offensive ihren Rhythmus fanden und aufdrehten mit 85 Zählern in 30 Minuten.

    „Jeder Sieg ist wichtig“, sagt Wucherer nun vor dem Heimspiel von Basketball-Bundesligist s.Oliver Würzburg gegen die Basketball Löwen Braunschweig am heutigen Samstagabend. Und nicht nur mit Blick auf die kommenden Aufgaben in der Liga, wo bis zur Länderspielpause Ende November, Anfang Dezember, in der die deutsche Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation in Griechenland (30. November) und in Estland (3. Dezember) anzutreten hat, noch die Reise nach Bonn ansteht und das Heimspiel gegen Berlin. Mit den beiden internationalen Intermezzi in Sakarya (nächsten Mittwoch) und zu Hause gegen Leiden (20. November), bei denen ein Sieg genügt, um in die nächste Gruppenphase des Europapokals einzuziehen.

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    Wichtig für das Selbstvertrauen

    Jeder Sieg ist wichtig auch fürs Selbstvertrauen und für den Rhythmus, auf dass das Gebilde stabiler werden möge. Als „große Herausforderung“ sieht Wucherer die Begegnung gegen die Löwen aus Niedersachsen an – nicht nur wegen deren Sieges am vergangenen Wochenende, als sie Brose Bamberg mit einem 92:66 aus der heimischen Volkswagenhalle fegten. 26 Punkte Vorsprung gegen den einstigen Serienmeister – zumindest zahlentechnisch ein beinahe schon sensationsgleiches Ergebnis! Nicht so für Wucherer: „In dieser Liga gibt es immer wieder Ergebnisse, die vielleicht so nicht zu erwarten sind vor einem Spieltag. Aber wenn man das Spiel gesehen hat, war das nicht sehr überraschend, weil Bamberg an diesem Tag einfach nicht bereit war. Und bei den Braunschweigern ist eben der Knoten geplatzt.“ Nach fünf Niederlagen in den ersten fünf Saisonspielen. Wucherer glaubt, dass sich in dieser ausgeglichenen Liga fast keine Mannschaft mit einem Larifari-Auftritt Erfolg haben kann. „Vielleicht bis auf die Bayern und Berlin, die auch mal an einem schwächeren Tag ihre Spiele gewinnen können, gelingt dies wohl keinem anderen Team.“

    Die Probleme im ersten Viertel

    Zuletzt hat der Baskets-Trainer seine Anfangsformation immer wieder geändert, und so wie er am Freitagmittag klang, könnte das auch heute wieder so sein: „Die ersten Fünf sind nicht in Stein gemeißelt“, sagt Wucherer, der in den ersten Saisonpartien immer dieselben fünf Akteure aufs Parkett geschickt hatte. Wie ein roter Faden ziehen sich – mit Ausnahme der Begegnungen gegen Bamberg und in Ludwigsburg – die Probleme der Baskets im ersten Viertel durch ihre Spiele. „Wir machen uns natürlich Gedanken darüber, woran das liegen kann und arbeiten täglich daran.“ Die Gründe können vielfältig sein, glaubt Wucherer: „Die Systeme, das Personal, das Aufwärmen . . .“ Am Mittwoch meinte er noch: „Es ist noch nicht jeder dort, wo wir ihn haben wollen.“ Und vor allem Center Gabriel Olaseni dürften dabei die Ohren geklingelt haben. Wucherer betont, wie engagiert der Brite im Training arbeite und hofft darauf, dass auch bei ihm, der sich nach gutem Saisonstart in ein Tief manövriert hat, endlich der „Knoten platzt“. Das könnte bereits heute spielmitentscheidend sein, wenn Olaseni es unter den Brettern mit Scott Eatherton zu tun bekommt – dem nach Gießens John Bryant statistisch besehen zweitbesten großen Mann der Bundesliga.

    Karten aller Kategorien für die Begegnung gegen Braunschweig gibt es noch online und ab 19 Uhr an der Abendkasse.

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