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    Fußball: Regionalliga

    Warum die Regionalliga zur Herausforderung wird

    Die Mannschaft des SC Würzburg in der Regionalliga-Saison 2019/2020: (hinten von links) Josefin Hoffer, Spielführerin Theresa Damm, Maria Füller, Meike Bohn, Medina Desic, Maike Schopf, Paula Höfler, Lorina Romeis, Eva Teubert, (vorne von links) Laura Issing, Magdalena Roll, Nicole Kreußer, Julia Kohl, die Torfrauen Julia Kohl, Lara Wagner und Melina Eckert, Andrea Hainthaler, Marie Seeger, Maria Ansmann, Paula Winhauer. Foto: Heinz Reinders

    Nach der Meisterschaft in der Bayernliga spielen die Frauen des SC Würzburg in der kommenden Saison in der Regionalliga. Mit acht Neuzugängen verjüngt sich das Team um Trainer Gernot Haubenthal deutlich und will die starke Regionalliga, die an diesem Sonntag startet, mit Demut angehen. Erster Gegner für die Würzburgerinnen ist der VfB Obertürkheim (14 Uhr).

    Viele hochklassige Teams

    Dabei sollten die selbst ernannten "Würzburg Dragons" von Beginn an so wenig wie möglich Punkte liegen lassen, wird es unter den 14 teilnehmenden Teams in der Regionalliga doch insgesamt fünf Absteiger geben. Der Klassenerhalt wird so zur echten Herausforderung. "Die hohe Abstiegsquote ist eine Folge der vom DFB zusammengelegten zweiten Frauen-Bundesliga", erklärt Vereinsvorstand Heinz Reinders. Seit es keine getrennte Nord- und Süd-Staffel mehr gebe, würden die überzähligen Teams in die Regionalligen und von dort weiter in die Verbandsligen gedrückt. Deshalb wollen die Würzburgerinnen die anstehende Spielzeit mit viel Demut angehen. „Wir werden auf sehr hochklassige Teams treffen, noch nie waren das Niveau und die Abstiegsgefahr in der Regionalliga so hoch“,sagt Reinders.

    Zudem habe sich der SC Würzburg mit acht Neuzugängen deutlich verjüngt, darunter mit Laura Gerst, Paula Höfler und Laura Issing drei Spielerinnen aus der eigenen Talentschmiede. Hierdurch bringt der Klub zwar viel junge Energie auf den Platz, allerdings fehlt dem Nachwuchs auch die Erfahrung im hochklassigen Frauenfußball und das Team muss sich erst neu finden. „Wir reden hier immerhin von der dritten Liga, da ist es schon ein großer Sprung aus der Jugend. Aber wir sind auch sehr stolz, so viele junge Talente einzubinden“, so Reinders.

    Verstärkung von außen

    Auch von außen haben sich die Würzburgerinnen verstärkt. Vom Absteiger Frickenhausen kommt die neue Keeperin Julia Kohl, ihre namensgleiche Mitspielerin wechselt vom Ligarivalen SV Weinberg auf den Heuchelhof.  Vom FFC Frankfurt holte Reinders die ebenfalls noch junge Abwehrspielerin Lorina Romeis und vom 1. FC Nürnberg wechselt aus der U 17 Paula Winhauer zurück in ihre Heimat. Aus München vom FFC Wacker stößt Magdalena Roll hinzu und komplettiert damit die Neuzugänge. "Das ist viel Bewegung in einem Kader, der sich gegen fünf Abstiegsplätze durchkämpfen soll", sagt Reinders, der darauf hinweist, dass sich der SC Würzburg auch in Sachen Infrastruktur neu aufstellt.

    Laut dem Vorsitzenden soll zu Saisonbeginn der neue Kunstrasenplatz fertig gestellt werden, die LED-Flutlichtanlage im Herbst folgen. Der Hauptplatz wird eine neue Beregnungsanlage erhalten und im Frühjahr 2020 folgt eine Stehtribüne. "Mitsamt dem jüngst sanierten Kabinentrakt sind das Investitionen von insgesamt fast einer dreiviertel Million Euro, um den hochklassigen Juniorinnen- und Frauenfußball zu ermöglichen", erklärt Reinders. Dafür werde der Region in der kommenden Spielzeit hochklassiger Fußball mit Gästen wie Eintracht Frankfurt oder dem 1. FC Nürnberg geboten. 

    Freude über neuen Sponsor

     Möglich werden diese Investitionen laut Reinders dank Spenden und dank eines "Premiumsponsors".   Das aus Würzburg stammende E-Commerce-Unternehmen "Flyeralarm", einer der Hauptsponsoren und Investor des Männer-Drittligisten FC Würzburger Kickers, wird den SC Würzburg ab dieser Saison unterstützten. „Als neuer Namensgeber der Flyeralarm Frauen-Bundesliga ist es uns ein besonderes Anliegen, den Frauenfußball auch in unserer Heimat zu fördern“, sagt Amelie Schneider, Director Brand & Sponsoring bei der Onlinedruckerei. 

    Zu- und Abgänge beim SC Würzburg
    Neuzugänge: Maria Ansmann (SV Westernhausen), Laura Gerst, Paula Höfler, Laura Issing (eigene Jugend), Julia Kohl (TSV Frickenhausen), Julia Kohl (SV 67 Weinberg), Lorina Romeis (1. FFC Frankfurt), Magdalena Roll (FFC Wacker München), Paula Winhauer (1. FC Nürnberg).
    Abgänge: Anabell Wanner (FV Dingolshausen), Franziska Thomas (Zweite Frauen), Lena Wagner (Zweite Frauen), Aleyna Cangul (vereinslos), Andrea Hainthaler (Zweite Frauen), Lisa Popp (Keyano College, Kanada).

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