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    Basketball: Bundesliga

    Was Denis Wucherer schade findet

    Die Bundesliga-Basketballer von s.Oliver Würzburg haben begonnen, sich auf die neue Spielzeit vorzubereiten. Foto: Thomas Brandstetter

    "Schade." Das ist die Vokabel, auf die Denis Wucherer an diesem Mittag auffällig häufig zurückgreift. Und der 46-Jährige ist davon überzeugt: "Er wird uns fehlen." Der Cheftrainer von Basketball-Bundesligist s.Oliver Würzburg meint nicht einen seiner Leistungsträger aus der vergangenen Spielzeit, Xavier Cooks etwa oder Devin Oliver, die ihren Marktwert in Würzburg derart hatten steigern können, dass sie Angebote vorgelegt bekamen, bei denen die Baskets nicht mehr mithalten konnten (oder wollten). Beide heuerten in Frankreich an, wobei Cooks sich soeben ziemlich schwer verletzt hat und es deshalb fraglich erscheint, ob er tatsächlich für Strasbourg wird auflaufen dürfen.

    Nein, nein, Wucherer meint den internationalen Wettstreit, der den Baskets in der vergangenen Spielzeit neben vielen Reisestrapazen auch viel Freude und Spaß beschert hat. Und Erfolg. Die überzeugende Vor- und Zwischenrunde, die erfolgreichen K.o.-Spiele, der Finaleinzug im Europe Cup und die summa summarum recht knappen Niederlagen in den beiden Endspielen gegen die Sarden aus Sassari haben dafür gesorgt, dass sie letztlich zufrieden sein konnten mit der gesamten Runde. Obwohl sie das reichlich ambitionierte und auch von Anfang an ausgegebene Ziel, die Play-offs zu erreichen, wegen eines fehlenden Sieges um einen Platz verpassten.

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    Sei's drum: Alles Schnee von gestern! Neue Spielzeit, neues Glück? Nun halt nur noch auf einer Hochzeit. Obwohl sich die Baskets dafür qualifiziert haben, erneut im Europe Cup mitmischen zu dürfen, hat der Klub darauf verzichtet. Vor allem aus wirtschaftlichen Gründen, da das Engagement einen nicht zu hohen sechsstelligen Betrag gekostet haben soll.

    Der nächste Schritt

    Die vom europäischen Ableger des Weltverbandes angedeutete Teilnahme an der Champions League, in der neben Start- auch Preisgeld wartet, hat sich dann auch zerschlagen. Die internationale Abwechslung bleibt das Ziel: "Das wird der nächste Schritt sein, den wir als Klub machen werden: Wir wollen dahin kommen, auch an einem europäischen Wettbewerb teilzunehmen, wenn wir uns dafür qualifizieren,", sagt Wucherer.

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    Aktuell zeigt er sich zufrieden mit dem Zustand seiner Mannen. Nach den Medizin-Checks und Leistungsdiagnostik-Tests an der Uni sei die Rückmeldung gekommen: alles im grünen Bereich, alle auf einem ähnlichen Niveau. "Die Grundfitness ist bei allen da", sagt Wucherer, nun gehe es "um die Spitzigkeit und die Spielausdauer, das ist eine ganz andere Belastung". Auch mit dem Kader insgesamt zeigt sich der Trainer zufrieden - natürlich stets "im Rahmen der Möglichkeiten".

    Und auch, dass sie kurz vor dem Start der Vorbereitung aufgrund von Verletzungen dreier Spieler noch mal nachjustieren mussten, bereitet Wucherer derzeit keine größeren Kopf- oder Bauchschmerzen. Auch wenn er denkt, dass "das untere Mittelfeld von hinten drücken wird", weil die Konkurrenz kräftig investiert hat und die Klasse noch mal enger zusammenrücken könnte, er auch weiß, dass es "kein Selbstläufer ist, in dieser starken Liga Siebter, Achter oder Neunter zu werden", so ist Wucherer auch davon überzeugt, "dass wir mit dieser Mannschaft erfolgreich spielen werden".

    Der Baskets-Kader, die Vorbereitung und der Saisonstart
    Der Kader der Baskets: Jordan Hulls (USA), Badu Buck (D), Joshua Obiesie (D), Philipp Hadenfeldt (D), Johannes Richter (D), Skyler Bowlin (USA), Fynn Fischer (D), Julian Albus (D), Florian Koch (D), Cameron Wells (USA), Felix Hoffmann (D), William Sheehey (USA), Brekkott Chapman (USA), Nils Haßfurther (D), Luke Fischer (USA).
    Die Vorbereitung:
    31.8./1.9.: Gezeitenhaus-Cup in Rhöndorf
    2. bis 9.9.: Trainingslager in Bormio
    12.9.: Saisoneröffnung mit Testspiel gegen Darussafaka Istanbul (s.Oliver Arena, 18 Uhr)
    Der Saisonstart (A = Auswärtsspiel, H = Heimspiel)
    Do., 26.9., 20.30 Uhr: EWE Baskets Oldenburg (A)
    Sa., 28.9., 18 Uhr: Pokal-Achtelfinale gegen Alba Berlin (A)
    Sa., 5.10., 18 Uhr: BG Göttingen (H) 
    So., 13.10., 18 Uhr: medi Bayreuth (A)
    So., 20.10., 15 Uhr: Alba Berlin (H)
    So., 27.10., 15 Uhr: Bayern München (H)
    Sa., 2.11., 18 Uhr: Syntainics MBC (H)

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