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    BASKETBALL: FIBA EUROPE CUP

    Was die Würzburger Baskets motivieren könnte

    Basketball - Fiba Europe Cup - s.Oliver Wuerzburg - Z Mobile Prishtina
    Jordan Hulls war im Hinspiel gegen Karsiyaka mit 27 Punkten treffsicherster Würzburger. Foto: Archivoto: Heiko Becker

    Basketball

    Fiba Europe Cup Gruppe I: s.Oliver Würzburg – Pinar Karsiyaka (Mittwoch, 19 Uhr, s.Oliver Arena)

    Auf den ersten Blick scheint es im Grunde um nicht mehr viel zu gehen: Basketball-Bundesligist s.Oliver Würzburg hat sich dank vierer Gruppenspielsiege bereits für das Play-off-Achtelfinale im Europe-Cup-Wettbewerb qualifiziert und könnte die restlichen zwei Begegnungen daher gemächlich angehen. Auf den zweiten Blick freilich gibt es doch noch eine Motivation für die Baskets: Wird kein Champions-League-Absteiger, sondern ein Gegner aus dem Europe Cup als Play-off-Gegner ausgelost, genießt diejenige Mannschaft Heimrecht in der entscheidenden zweiten Partie, die die zweite Gruppenphase besser abgeschlossen hat. Das Achtelfinale wird am 6. und 13. März in Hin- und Rückspiel ausgetragen, die Ergebnisse beider Partien werden zusammengezählt.

    Und noch anderer kleiner Motivationshilfen können die Baskets sich bedienen. Trainer Denis Wucherer betont seit Wochen, dass jeder Sieg wichtig sei fürs Selbstvertrauen und hilfreich bei der Suche nach und der Findung der zuletzt häufig umschriebenen Identität der Mannschaft. Wettbewerbsübergreifend haben die Würzburger die jüngsten fünf Begegnungen allesamt siegreich gestaltet – eine Fortsetzung der Siegesserie würde sicherlich auch im Hinblick auf die schwierige Auswärtspartie in Gießen am Sonntag (18 Uhr) nicht schaden.

    Hinspielsieg in der Overtime

    Des Weiteren haben die Baskets in der s.Oliver Arena noch nie eine türkische Mannschaft bezwungen. Beim ersten Europapokalausflug in der Saison 2012/13 unterlagen sie Banvit Bandirma, im September 2017 in der Europe-Cup-Qualifikation Istanbul BBSK, jenem Verein, bei dem inzwischen Perry Ellis angeheuert hat, und in der ersten Gruppenphase im Oktober vergangenen Jahres gewann Sakarya BSB in der Domstadt: Die Zehn-Punkte-Niederlage (69:79) war dabei sogar noch das knappste Ergebnis der Baskets gegen eine türkische Mannschaft, half Sakarya aber letztlich auch nicht, sich für die Gruppenphase zwei zu qualifizieren.

    Dass sie durchaus in der Lage sind, auch türkische Teams zu bezwingen, bewiesen die Unterfranken zuletzt beim Hinspiel gegen Pinar Karsiyaka in Izmir vor sechs Wochen, als sie in der Schlussphase einen Sieben-Punkte-Rückstand aufholten und sich in der Verlängerung dann mit 96:87 durchsetzten. Besonders hervor taten sich damals die Würzburger Jordan Hulls (27 Punkte, fünf Dreier), Xavier Cooks (18 Punkte, 16 Rebounds) und Cameron Wells (zwölf Vorlagen), der mit seinem einzigen Korb zum 82:82 Sekunden vor Ultimo die Overtime erzwang. Im Gegensatz zu ihrem Auftreten in der heimischen Liga, in der Karsiyaka bei acht Versuchen in der Fremde erst ein Sieg gelungen ist und wo sie mit sechs Erfolgen und neun Niederlagen auf Rang zwölf beheimatet sind, haben die Türken im Europapokal immerhin schon drei ihrer vier Begegnungen gewonnen. Und mit einem weiteren Sieg in Würzburg könnten sie sich gleichfalls die Play-off-Teilnahme sichern.

    Tickets gibt es ab 5 Euro online und ab 17.30 Uhr an der Abendkasse. Das Spiel wird live auf dem Youtube-Kanal der Fiba übertragen.

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