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    Wehmütiger Blick zurück

    Seine Zeit in Würzburg endet nach dieser Spielzeit: Co-Trainer Thomas Glasauer wechselt nach Oldenburg. Foto: FOTO FABIAN FRÜHWIRTH

    BASKETBALL



    Bundesliga Männer
    TSK Würzburg -
    BS/Energy Braunschweig
    (morgen, Samstag,
    1930 Uhr, s. Oliver-Arena)



    Noch vor wenigen Wochen deutete vieles darauf hin, dass das letzte Saison-Heimspiel der Würzburger TSK-Korbjäger (15. Platz/12:42 Punkte) gegen BS/Energy Braunschweig (12./22:34) eine Art "Abstiegs-Endspiel" werden würde. Beide Teams spielten bis dahin eine enttäuschende Saison, schienen den zweiten Absteiger neben den abgeschlagenen Union Baskets Schwelm unter sich auszumachen.

    Doch auch diese Hoffnung hat sich - wie so viele in dieser Saison - für die X-Rays mittlerweile zerschlagen. Während sie nur eine ihrer letzten fünf Partien gewannen, obsiegten die Niedersachsen fünfmal in Serie und haben den Sprung ans rettende Ufer geschafft. Die Würzburger dagegen können den Sturz in die Zweitklassigkeit zwei Spieltage vor Saisonende nicht mehr verhindern.

    So ist die morgige Begegnung um 1930 Uhr in der s. Oliver-Arena nicht mehr als ein Schaulaufen ohne Aussicht auf ein Happy-End, bei dem es für die X-Rays vor allem darum geht, sich nach sieben Erstliga-Jahren mit Anstand vom treuen Anhang zu verabschieden. "Ich fühle mit dem Basketball in Würzburg. Ich habe versucht, hier in den letzten zwei Jahren etwas aufzubauen. Aber ich muss feststellen, dass mir das offensichtlich nicht gelungen ist", blickt TSK-Headcoach Aaron McCarthy dem Saisonabschluss wehmütig entgegen, der wohl gleichbedeutend mit seiner Abschiedsvorstellung in der Domstadt sein wird. "Darauf deutet tatsächlich viel hin. Ich weiß zwar noch nicht, was die Zukunft bringen wird. Aber ich kann mir kaum vorstellen, in der Zweiten Liga zu trainieren. Das hat nichts mit meinem Ego zu tun, sondern vor allem damit, dass ich bisher ausschließlich mit Erstliga-Teams gearbeitet habe."

    Thomas Glasauer nach Oldenburg

    Klarheit über die Saison hinaus hat dagegen McCarthys Assistent Thomas Glasauer. Der 32-Jährige, Mitglied der Aufstiegsmannschaft von 1998, wechselt zur neuen Spielzeit zu den EWE Baskets Oldenburg. Der Schwerpunkt seiner Arbeit wird dort auf dem Jugendbereich liegen. Ein Feld, das der diplomierte Betriebswirt auch in Würzburg in den letzten Jahren als Trainer der Regionalliga-Mannschaft der DJK Würzburg federführend betreute. Unter seinen Fittichen schafften diese Saison Christian Götz, Maximilian Gottwald Maximilian Endres oder Oliver Wartenberger den Sprung in den erweiterten X-Rays-Kader. "Ich freue mich auf die Aufgabe in Oldenburg", sagt Glasauer. "Das Umfeld dort ist sehr professionell. Die Strukturen bieten die Möglichkeit, in der Nachwuchs-Arbeit viel zu erreichen und kontinuierlich einen guten Unterbau für den Bundesliga-Betrieb zu entwickeln."

    Am morgigen Samstag gegen Braunschweig wird Glasauer aber nochmals auf der TSK-Trainerbank Platz nehmen. Dass die Aufgabe für die Würzburger nicht nur wegen der Siegesserie der Gäste eine unangenehme werden dürfte, lässt ein Blick auf das aktuelle X-Rays-Lazarett vermuten. Kapitän Nils Mittmann fällt mit einem Knorpelschaden im Knie definitiv aus (wir berichteten), und auch hinter den Einsätzen von Igor Perovic und Singaras Tribe stehen dicke Fragezeichen, nachdem beide in dieser Woche verletzungsbedingt noch nicht trainieren konnten. Seit Mittwoch fehlt zudem Top-Scorer Jeremy Veal wegen einer Grippe. "Das ist natürlich eine schwierige Situation. Aber ich gehe davon aus, dass die, die auflaufen werden, sich nicht hängen lassen und alles dafür tun werden, dass wir uns mit einem Sieg verabschieden werden", hofft McCarthy auf ein versöhnliches Ende einer verkorksten Spielzeit. Von unserem Mitarbeiter Stefan Mantel

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