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    FUßBALL: DRITTE LIGA

    Wer das Kickers-Sorgenkind ist

    Kickers-Torschütze Dominic Baumann (links) zieht ab, die Fürther Benedikt Kirsch und Maximilian Wittek kommen zu spät. R... Foto: Frank Kranewitter

    Im fünften Testspiel vor der in zweieinhalb Wochen startenden Fußball-Drittliga-Saison setzte es für die Würzburger Kickers die erste Niederlage. Mit 1:2 zogen die Rothosen auswärts bei Zweitligist SpVgg Greuther Fürth den Kürzeren. Was sind die Erkenntnisse nach dem ersten Härtetest gegen einen höherklassigen Gegner? Wir beantworten einige drängende Fragen.

    Sind die Kickers schon in Drittliga-Form?

    Das sicherlich noch nicht. „Wenn wir ein paar Wochen weiter wären, dann hätten wir die Fürther bei Kontern vor größere Probleme stellen können“, sagte Trainer Michael Schiele nach dem 1:2 auf der Fürther Charly-Mai-Sportanlage. Mag sein. Am Dienstagabend klappte das Würzburger Angriffsspiel nach eigenen Ballgewinnen längst nicht so, wie sich der Trainer das wünschen würde. Die Kickers verpassten es immer wieder, im rechten Moment das Tempo anzuziehen. Auffallend ist auch: Nur einmal blieben die Rothosen bislang in den Testpartien ohne Gegentor. Sprich, es gibt hinten und vorne noch reichlich Arbeit.

    Was ist mit den Verletzten?

    Fabio Kaufmann (Schlag auf den Knöchel), Sebastian Schuppan und Torhüter Leon Bätge (Vorsichtsmaßnahme), die in Fürth allesamt fehlten, werden schon bald wieder mit dem Team üben und am Wochenende ins Trainingslager ins Allgäu fahren. Enes Küc (Anriss es Syndesmosebandes) muss indes mindestens drei Wochen aussetzen. Und der mit vielen Hoffnungen erwartete Neuzugang Daniel Hägele ist das Sorgenkind. Der 29-jährige Mittelfeldspieler und Ex-Kapitän von Liga-Rivalen SG Sonnenhof Großaspach fehlte auch in Fürth. „Muskuläre Probleme“ sind laut Schiele schuld daran. Der als Führungsspieler eingeplante Hägele hat noch kein einziges Testspiel für seinen neuen Verein bestritten. Ob er am Samstag mit der Mannschaft zunächst zum Test beim Bundesligist FC Augsburg (14 Uhr) und dann ins Quartier nach Oberstaufen weiterreist, ist noch offen.

    Welchen Eindruck hinerlassen die Neuen?

    Am Dienstagabend einen durchweg guten. Vor allem Janik Bachmann (zuletzt Chemnitzer FC) in der Rolle des nach Duisburg abgewanderten Ex-Kapitäns Sebastian Neumann in der Zentale der Dreier-Abwehrkette zeigte bis zu seiner Auswechslung eine gute Leistung, hielt die Abwehr zusammen, erkämpfte oft den Ball, spielte sichere Pässe. Auch der vom FC Heidenheim gekommene Dave Gnaase konnte als Abräumer und Impulsgeber durchaus überzeugen. Und Ibrahim Hajtic, auch er kam aus Heidenheim, zeigte zudem auf der rechten Abwehrseite einen soliden Auftritt.

    Wann fällt die Entscheidung in der Kapitänsfrage?

    Schiele will den Spielführer im Trainingslager bestimmen. „Ich habe es im Kopf“, sagt er: „Es wird aber sicher ein Kreis von Spielern sein, der die Mannschaft führen soll.“ Welche Akteure das sein werden, das entscheidet der Trainer alleine. Auch der Mannschaftsrat wird nicht etwa gewählt, sondern vom Chefcoach bestimmt.

    Und was machen die Stürmer?

    Nach wie vor suchen die Rothosen einen Angreifer. Geht es nach den Eindrücken der Vorbereitung könnte aber auch Dominic Bauman die Rolle des Goalgetters übernehmen. Der Ex-Nürnberger lief sich in Fürth zwar oft in der gegnerischen Abwehr fest, erzielte aber bei allen vier Testspieleinsätzen einen Treffer. Sturmpartner Orhan Ademi wartet indes noch auf sein erstes Vorbereitungstor, erarbeitete sich in Fürth aber Fleißpunkte, weil er oft im Mittelfeld rackerte und Baumanns Treffer mit einem Lattenschuss vorbereitete.

    Die Statistik des Spiels

    SpVgg Greuther Fürth – FC Würzburger Kickers 2:1 (0:0)

    Würzburg: Drewes – Hajtic (75. Mazagg), Bachmann (63. Hansen), Syhre – Ahlschwede (63. Ünlcüfci), Gnaase (63. Kohls), K. Wagner – Göbel, Mast (75. Langhans) – Ademi (75. Skarlatidis), Baumann (63. Bytyqi).

    Fürth: Funk - Muiomo (46. Hilbert), Maloca (64. Bauer), Bauer (46. Magyar), Wittek (46. Mohr) – Kirsch (46. Gugganig), Aycicek – Ernst (46. Omladic), Green (46. Sontheimer), Raum (46. Reese) – Steininger (46. Keita-Ruel)

    Tore: 0:1 Baumann (51.), 1:1, 2:1 Reese (63., 81.).

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