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    BASKETBALL: BUNDESLIGA, MÄNNER

    Wie Cliff Hammonds die Baskets zum Sieg führte

    Spielmacher Clifford Hammonds (rechts, im Zweikampf mit dem Göttinger Dominic Lockhart) war einer der Garanten für den 9... Foto: Heiko Becker

    Cliff Hammonds musste kurz schmunzeln. „Ich hatte einfach ein gutes Gefühl, es gibt so Spiele, da fallen die Würfe besser als sonst“, antwortete der 32-Jährige auf die Frage, ob ihm denn die BG Göttingen besonders liegen würde. Wie im Hinspiel hatte der US-Amerikaner 16 Punkte erzielt – und damit so viele wie in keinem anderen Saisonspiel. Hammonds war damit einer der Garanten für den 95:82 (43:41)-Erfolg von Basketball-Bundesligist s.Oliver Würzburg am Freitagabend vor 3007 Zuschauern in der s.Oliver Arena gegen den Tabellendrittletzten, der das Hinspiel noch mit 81:74 für sich entscheiden konnte.

    Mehr Verantwortung übernommen

    Die Punkteausbeute allein ist dabei vielleicht gar nicht so erwähnenswert wie die Tatsache, dass Hammonds gegen die Südniedersachsen insgesamt in der Offensive deutlich mehr Verantwortung als zuletzt übernahm und mehr als doppelt so viele Zähler erzielte als seine durchschnittlich 7,4 pro Partie im Saisonverlauf.

    Hammonds ist ein ausgewiesener Defensivspezialist, wurde zu seiner Zeit bei Alba Berlin zweimal zum „Verteidiger des Jahres“ gewählt, offensiv gilt er als Aufbauspieler der alten Schule, der mehr die Mitspieler als das eigene Scoring im Blick hat. „Cliff muss seine Rolle etwas anders interpretieren. Er spielt oft zu teamorientiert, der die Mannschaft ins System bekommen will und nur die freien Würfe nimmt. Wir haben ihn unter der Woche noch mal ermuntert, mutiger und aggressiver zu sein und auch öfter mal das Eins-gegen-Eins zu suchen“, sagt Baskets-Cheftrainer Dirk Bauermann.

     

    Gegen Göttingen ließ Hammonds den Worten seines Coaches Taten auf dem Parkett folgen: Als der Rückstand Mitte des zweiten Viertels am größten war (21:29/14. Minute) und es schon ein wenig grummelte und unruhig wurde auf den Tribünen, verkürzte der 1,88-Meter-Mann per Korbleger, traf kurz darauf per Dreier zur erneuten Führung (32:31/16.) und versenkte Sekunden vor Ertönen der Sirene den Ball zur 43:41-Halbzeitführung im BG-Korb.

    Angeführt von Hammonds, der zudem fünf Vorlagen an seine Mitspieler verteilte, und Nationalmannschaftskapitän Robin Benzing, der ebenfalls 16 Punkte markierte, überzeugten die Würzburger in der zweiten Hälfte mit einem mannschaftsdienlichen und unterhaltsamen Auftritt und erzielten am Ende so viele Punkte wie noch in keinem anderen Spiel in dieser Saison.

    Im Dunstkreis der Play-off-Plätze

    Nach dem elften Saisonsieg – womit die Baskets jetzt schon so viele wie in der gesamten vergangenen Saison eingefahren haben – bleiben die Würzburger als Zehnter im Dunstkreis der anvisierten Play-off-Plätze, die in diesem Jahr derart hart umkämpft sind wie vielleicht noch nie zuvor. Nach den Niederlagen an diesem Spieltag von Frankfurt, Bonn und Ulm trennen nur zwei Siege den Fünften Bonn vom Elften Gießen. „Wichtig wird sein, dass wir uns unsere Heimspiele holen und auch nach schwächeren Spielen wie zuletzt in Bremerhaven positiv bleiben. Mit negativer Stimmung kommen wir nicht weit“, sagt Benzing.

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