• aktualisiert:

    HANDBALL: ZWEITE BUNDESLIGA MÄNNER

    Wiedersehen für die Wölfe

    DKB 2. Handball-Bundesliga, ASV Hamm-Westfalen - DJK Rimpar Wölfe
    Freut sich auf das Duell mit seinen alten Teamkameraden: Ex-Wolf Konstantin Madert (links), seit dieser Saison Torwart in Emsdetten. Foto: F. Scheuring

    TV Emsdetten – DJK Rimpar Wölfe
    (Samstag, 26. November 2016, 19 Uhr, Ems-Halle)

    Wenn Sportler auf ihre früheren Vereine treffen, dann sind das meist besondere Spiele für sie. Das ist im Fall von Konstantin Madert nicht anders. Der Torwart erwartet an diesem Samstag mit seinem neuen Arbeitgeber TV Emsdetten seinen Ex-Klub DJK Rimpar Wölfe. „Natürlich ist das kein Spiel wie jedes andere“, sagt der 28-Jährige, „auch wenn ich versuchen werde, mich darauf vorzubereiten, als wäre es das.“ Wie er sich fühlt bei dem Wiedersehen mit den alten Kumpels? „Ich würde sagen, freudig erregt trifft's ganz gut.“ Mit einigen ehemaligen Teamkameraden stehe er noch in „gutem Kontakt“, mit Benedikt Brielmeier etwa telefoniere er „ein- bis zweimal die Woche“.

    „Konsti“ Madert, wie ihn die meisten nennen, wechselte nach der vergangenen Saison von Unterfranken nach Westfalen. In seinen zweieinhalb Jahren bei den Wölfen kam er nie an Max Brustmann vorbei und erhielt nicht die Einsatzzeit, die er sich wünschte.

    In Emsdetten, wo er neben dem Handball bei einem Finanzdienstleister arbeitet, gehe es ihm gut, sagt er. Auch deswegen, weil er dort von seiner Heimat Detmold nicht weit entfernt lebt. „Es ist schön, wieder näher an der Familie zu sein und auch bei Spielen öfter Besuch von Mama, Schwestern oder Freunden zu bekommen.“ Meist fängt Madert beim TVE zwischen den Pfosten an und hat etwas mehr Anteile als sein Keeperkollege Emre Komendant. „Ich kriege das Vertrauen vom Trainer. Mit meiner Einsatzzeit bin ich zufrieden, meine Leistung ist zum Teil noch ausbaufähig.“

    Das gilt generell für die Mannschaft des tschechischen Nationalcoaches Daniel Kubes. „Wir sind nicht gerade genial in die Saison gestartet. Das hatten wir uns anders erwartet“, gesteht Madert. Die Integration von fünf Neuzugängen und die Findungsphase des recht jungen Teams hätten doch länger gedauert als angenommen. Dazu kamen Verletzungen von Leistungsträgern wie Merten Krings oder Malte Schröder. Sieben Niederlagen stehen fünf Siegen und einem Unentschieden gegenüber.

    Die Tiefs und Hochs, die Emsdetten bisher erlebt hat, kulminierten am vergangenen Wochenende im mit 24:30 verlorenen Duell beim ASV Hamm-Westfalen. In der ersten Halbzeit gelangen dem TVE gerade mal drei (!) Treffer, zur Pause lag er mit 3:16 zurück. Danach aber drehten die Gäste richtig auf, erzielten noch 21 Tore. Zum Auswärtssieg reichte es zwar nicht mehr, aber „diese zweite Hälfte sollte uns Warnung genug sein“, meint Rimpars Trainer Matthias Obinger. „Ich erwarte, dass Emsdetten auf Wiedergutmachung für die Niederlage in Hamm aus ist und höchst motiviert und mit Vollgas gegen uns ins Spiel gegen wird.“ Auch Obinger ist „überrascht“ von den wechselhaften Auftritten des Gegners bisher. „Allein aufgrund seines Kaders ist das kein Kandidat für einen zweistelligen Tabellenplatz.“

    Emsdetten ist derzeit Elfter mit 11:15 Punkten (348:349 Tore). Die Westfalen haben einen Akteur in den Top Ten der Liga: Georg Pöhle ist mit 71 Treffern (davon 17 Siebenmeter) aktuell zehntbester Werfer. Am erfolgreichsten aus dem Feld traf bisher Jasper Adams (12./56). Konstantin Madert wird in der Torhüter-Statistik mit 70 Paraden als Nummer 20 geführt.

    Rimpar reist als Tabellenfünfter mit 18:8 Zählern (340:320 Tore) an. In den Top Ten der Liga sind drei Wölfe zu finden: Keeper Brustmann wird auf der Homepage der Handball-Bundesliga mit 160 Paraden in 13 Partien (fünf Stunden mehr Spielzeit als Madert) als Nummer eins geführt, Patrick Schmidt mit 81 Treffern (davon 37 Siebenmeter) als drittbester Torschütze. Steffen Kaufmann liegt im Ranking der besten Werfer aus dem Feld mit 59 Treffern auf Rang sieben.

    Obwohl die Zahlen für die Unterfranken sprechen, will Obinger sein Rudel nach zuletzt drei Auswärtsniederlagen in Serie nicht in der Favoritenrolle sehen. „Wenn wir auswärts zu unserer Heimstärke finden, dann rechne ich aber mit einem Spiel auf Augenhöhe“, sagt er.

    Auf einen „engen Schlagabtausch“ hofft auch Konsti Madert. „Ich glaube, das wird ein schönes Spiel vor hoffentlich voller Halle. Ich freu' mich auf die Jungs. Gewinnen wird der Bessere.“

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!