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    Basketball: Bundesliga

    Wo die Baskets zusammenfinden wollen

    Am Dienstagnachmittag stand eine Einheit unter freiem Himmel statt. Vor traumhafter Kulisse, bei wunderschönem Wetter. Foto: Thomas Brandstetter

    Florian Koch lag links auf der mit Teppich verkleideten Stehtribüne hinterm Korb und legte seinen rechten Fuß auf die nächst höhere Stufe, seinen Knöchel mit einer Bandage geschmückt, nachdem er mit Physiotherapeut Ronny Frank ein paar kleine Übungen absolviert hatte. William Sheehey machte es sich auf der rechten Tribünenseite bequem und ließ sich sich von Frank seine Oberschenkel und die Leisten durchkneten. Den Rest des Bundesligakaders von s.Oliver Würzburg scheuchten Cheftrainer Denis Wucherer und sein Assistent Steven Key durch die Schulturnhalle von Valdisotto, dem Nachbarort des bekannten Ski-Weltcup-Orts Bormio, wo die Würzburger Basketballer  am späten Montagabend eingetroffen sind zu ihrem einwöchigen Trainingslager.

    Koch, der am Wochenende umgeknickt war und sich einen Bänderriss zugezogen hatte beim Turnier um den "Gezeitenhauscup" in Rhöndorf, das die Würzburger souverän gewannen, und Sheehey, der an der Leiste operiert worden war,  machten die elfstündige Busreise in die Lombardei mit, obwohl sie lädiert sind. Gerade in der Vorbereitung ist es wichtig, dass eine Mannschaft so gut es geht zusammenwächst, und auch wenn der Stamm des letztjährigen Kaders um die US-Aufbaustützen Cameron Wells, Skyler Bowlin und Jordan Hulls gehalten werden konnte - die Neuen Sheehey, Brekkott Chapman, Noah Allen (der vorerst einmal nur einen Zwei-Monatsvertrag als Sheehey-Ersatz erhielt) und Lucas Fischer wollen natürlich integriert werden.

    Drei Testspiele sind geplant

    Weshalb neben derzeit drei geplanten Testspielen, darunter mindestens eines gegen den russischen Klub BK Jennissei Krasnojarsk, der in der internationalen VTB United League spielt, auch die eine oder andere Teambuilding-Maßnahme vorgesehen ist bei den Baskets. Zwei Einheiten stehen täglich auf dem Plan (oder eine und ein Spiel), und Denis Wucherer macht einen ganz zufriedenen Eindruck mit dem aktuellen Zustand seiner Mannen. 

    Nun, der Defibrillator, als das Schockgerät, das bei Wiederbelebungen eingesetzt wird, fehlt zwar am Sportplatz in Bormio - die Baskets haben ihn aber auch nicht gebraucht. Foto: Thomas Brandstetter

    Während die Mannschaft in Italien schwitzte, verkündete der Klub, dass der Sponsorenvertrag mit dem Baustoff-Hersteller Knauf nun doch verlängert werden konnte. Lange Zeit sah es so aus, dass die Iphöfer ihr Engagement zurückfahren oder gar ganz einstellen würden. Nun hat sich Knauf, seit zwölf Jahren einer der Hauptsponsoren der Baskets, doch bis 2022 verpflichtet. Der Name wandert allerdings von der Trikot-Brust auf die Hosenbeine, was die Vermutung nahelegt, dass das Engagement womöglich nicht mehr ganz so üppig ausfallen könnte. "Wir freuen uns außerordentlich über die langfristige Vertragsverlängerung", sagte Baskets-Geschäftsführer Steffen Liebler, der am Dienstagnachmittag mit dem neuen Manager Kresimir Loncar zu Besuch nach Bormio kam.

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