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    HANDBALL: ZWEITE BUNDESLIGA, MÄNNER

    Die Wölfe müssen sich weiter steigern

    Auf geht's! Wölfe-Trainer Matthias Obinger will seine Mannschaft beim ersten Heimspiel am Sonntag in Topform sehen. Foto: Heiko Becker

    DJK Rimpar Wölfe – VfL Lübeck-Schwartau (Sonntag, 17 Uhr, s.Oliver Arena)

    Der Sommer war heiß, die Früchte bekamen schnell ihre Farbe, ehe sie nicht allzu groß als frühreifes Fallobst zu Boden plumpsten. In der Zweiten Handball-Saison ist die Saison zwar noch sehr jung. Fallobst in Form von Klubs, die unter ferner liefen am Tabellenende liegen, wird es dort heuer aber vermutlich nicht geben. Das jedenfalls legen die Resultate der ersten Duelle nahe.

    Aufsteiger an der Tabellenspitze

    Dem VfL Eintracht Hagen, der zuletzt den hochgehandelten TuS N-Lübbecke bezwingen konnte, hätten wohl die wenigsten 5:1-Startpunkte zugetraut. An der Spitze steht mit dem TuS Ferndorf gar ein Aufsteiger, der mit einem der kleinsten Ligaetats eher als Absteiger gehandelt worden war. Die Siegerländer holten in Großwallstadt einen Punkt und siegten am vorigen Sonntag vor fast 3000 Zuschauern beim HSV Hamburg. Dazwischen schickten sie mal eben den letztjährigen Tabellendritten VfL Lübeck-Schwartau (9./4:2) mit 27:17 nach Hause – wahrlich kein Fallobst.

    Unfassbar starke Liga

    Eben jener Aufstiegsaspirant aus dem hohen Norden tritt am Sonntagabend in Würzburg gegen die Wölfe (11./2:2) an. DJK-Spielmacher Benjamin Herth schätzt das Handball-Unterhaus vor dem ersten Saison-Heimspiel seiner Rimparer im vereinseigenen Interview wie folgt ein: „Die Liga ist unfassbar stark und verbessert sich Jahr um Jahr.“ Während die vermeintlichen Spitzenklubs diesen Beweis erst noch erbringen müssen, scheint die Leistungsbreite tatsächlich dichter geworden zu sein. Sofern die Hamburger in ihrem Nachholspiel punkten, gibt es nach drei Spieltagen schon keine Mannschaft mehr, die noch auf das erste Erfolgserlebnis wartet.

    Fallobst sieht anders aus. Als solches möchten sich die Schwartauer in der s. Oliver Arena sicher kein zweites Mal präsentieren. „Wir werden uns noch ein weiteres Mal steigern müssen, gerade spielerisch, um gegen diesen Gegner zu bestehen“, sagt DJK-Trainer Matthias Obinger. Schon direkt nach dem ersten Sieg in der TVG-Derby-Geschichte haben viele Rimparer von einem „dicken Brocken“ gesprochen – so auch Herth, der nicht zuletzt auf das heimische Publikum zählt: „Wir müssen Leidenschaft und Emotionen auf's Parkett bringen, um die Halle mitzunehmen, die uns dann im Wechselspiel antreibt und uns durch knifflige Situationen verhilft.“

    Starke Abwehr

    Lübeck-Schwartau steht in der Abwehr meist so fest wie ein ausgewachsener Apfelbaum. In der vergangenen Saison hatte der VfL noch vor den beiden Aufsteigern Bergischer HC und Bietigheim die nach Gegentreffern beste Defensive der Liga, was auch ein Verdienst ihres Schlussmanns ist. Dennis Klockmann gilt seit Jahren als einer der stärksten seines Fachs in Liga zwei – genau wie Max Brustmann auf Rimparer Seite.

    Das Angriffsprunkstück der Hansestädter könnte auch in dieser Runde der Rückraum mit den Alteingesessenen Jan Schult (genau wie Kapitän Martin Waschul aktuell verletzt) und Antonio Metzner sowie den Neuzugängen Sigtryggur Dadi Rúnarsson (HBW Balingen-Weilstetten) und Pawel Genda (MMTS Kwidzyn) werden. Die Nordlichter um ihren langjährigen Trainer Torge Greve reisen bereits am Samstag an und logieren in Großwallstadt.

    Erstes Heimspiel seit dem 2. Juni

    Für Rimpar ist es das erste Heimspiel seit dem 2. Juni, als Sebastian Kraus und Stefan Schmitt mit großem Nachhall verabschiedet worden waren. Die damalige 26:28-Niederlage gegen die bereits abgestiegenen Hildesheimer geriet zur Nebensache. Letztmals haben die Wölfe zu Hause am 24. April gewonnen (25:24 gegen Bietigheim). Da käme Fallobst eigentlich gerade recht.

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