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    HANDBALL: ZWEITE BUNDESLIGA, MÄNNER

    Es braucht ein Zukunftskonzept

    Fast alle anderen haben aufgerüstet. Die einen, weil sie in der Zweiten Handball-Bundesliga wieder um den Aufstieg mitspielen wollen; die anderen, weil sie sich auf den verschärften Abstiegskampf mit fünf Absteigern vorbereitet haben. Und Rimpar? Will mit dem gleichen Etat wie zuletzt, einem kleineren Kader und zwei gezielten Neuverpflichtungen für drei vakante Positionen als Kollektiv gegen die Konkurrenz bestehen – mit Hilfe des „Rimpar-Gens“, wie Neu-Kapitän Patrick Schmidt den von allen immer wieder beschworenen, angeblich außergewöhnlichen Teamgeist nennt. Das ist löblich. Aber es ist kein Zukunftskonzept. Saison für Saison darauf zu vertrauen, dass der sportliche Erfolg wider alle Schwierigkeiten schon einkehrt und über alle wirtschaftlichen Missstände hinwegtäuscht, ist sogar grob fahrlässig.

    Geschäftsführer Roland Sauer hat die Verantwortung für die Zukunft des Zweitligisten gegenüber Sponsoren und in einem Interview mit dieser Redaktion im Sommer auch an „die Region“ delegiert und an die Antwort auf die Frage gekoppelt: „Wie viel Spitzenhandball will die Region?“ Die Frage darf man stellen. Aber die Verantwortlichen müssen sich auch selbst (hinter-)fragen, wohin der Weg der Wölfe führen soll und was sie dafür (mehr) tun können und wollen, vielleicht auch mehr wagen.

    Wenn am Ende dieser Spielzeit die Verträge des Trainers und mehrerer ehrgeiziger Leistungsträger auslaufen und wenn in der Winterpause die Vertragsverhandlungen mit ihnen geführt werden, dann wird es mehr als Anreiz brauchen, um sie zu halten als toller Teamgeist und die Aussicht auf Mittelmaß. Um auf Dauer mit der Konkurrenz mithalten und weiter sportlich ambitioniert arbeiten zu können, davon ist auch Handball-Bundesliga-Boss Frank Bohmann überzeugt, braucht Rimpar zwingend und dringend eine wirtschaftliche Strategie.

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