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    HANDBALL: 2. BUNDESLIGA

    Versöhnlicher Jahresabschluss für die Wölfe

    DKB 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - TuSEM Essen
    Die pure Freude bei Michael Schulz (DJK Rimpar Wölfe), im Hintergrund läuft Dennis Sczesny (TuSEM Essen) davon. Mit dem 28:26-Sieg haben sich die Hausherren von den Abstiegsplätzen in Richtung Tabellen-Mittelfeld abgesetzt. Foto: foto2press/Frank Scheuring

     

    HC Rhein Vikings – HV Wilhelmshaven 35:34  
    TuS N-Lübbecke – Bayer Dormagen 33:29  
    DJK Rimpar Wölfe – TUSEM Essen 28:26  
    TuS Ferndorf – TV Großwallstadt 26:35  
    Dessau-Roßlauer HV – VfL Eintracht Hagen 32:28  
    HBW Balingen-W. – VfL Lübeck-Schwartau 25:22  
    HC Elbflorenz – HSC Coburg 35:27  
    HSG Nordhorn/Lingen – TV Emsdetten 34:30  
    ASV Hamm/Westfalen – HSV Hamburg 34:29  

     

     

    1. (2.) HBW Balingen-W. 20 16 1 3 580 : 511 33 : 7  
    2. (1.) HSC Coburg 20 15 1 4 583 : 517 31 : 9  
    3. (3.) HSG Nordhorn/Lingen 20 13 2 5 560 : 510 28 : 12  
    4. (5.) TuS N-Lübbecke 20 12 2 6 585 : 528 26 : 14  
    5. (7.) ASV Hamm/Westfalen 20 11 3 6 544 : 516 25 : 15  
    6. (4.) TuS Ferndorf 20 12 1 7 513 : 497 25 : 15  
    7. (6.) TUSEM Essen 20 11 1 8 617 : 590 23 : 17  
    8. (8.) VfL Lübeck-Schwartau 20 11 1 8 494 : 481 23 : 17  
    9. (9.) EHV Aue 19 8 3 8 538 : 551 19 : 19  
    10. (12.) DJK Rimpar Wölfe 20 9 1 10 497 : 505 19 : 21  
    11. (10.) TV Emsdetten 20 9 1 10 578 : 612 19 : 21  
    12. (11.) TV Hüttenberg 19 7 4 8 486 : 483 18 : 20  
    13. (13.) VfL Eintracht Hagen 20 8 1 11 513 : 536 17 : 23  
    14. (14.) HSV Hamburg 20 8 0 12 539 : 556 16 : 24  
    15. (16.) TV Großwallstadt 20 6 3 11 555 : 571 15 : 25  
    16. (17.) Dessau-Roßlauer HV 20 5 5 10 504 : 528 15 : 25  
    17. (15.) Bayer Dormagen 20 7 1 12 545 : 573 15 : 25  
    18. (18.) HC Elbflorenz 20 6 2 12 507 : 524 14 : 26  
    19. (19.) HV Wilhelmshaven 20 5 2 13 537 : 600 12 : 28  
    20. (20.) HC Rhein Vikings 20 2 1 17 481 : 567 5 : 35  

     

    Das nächste Spiel, Donnerstag, 27. Dezember, 19 Uhr: EHV Aue – TV Hüttenberg
     


    DJK Rimpar Wölfe - TuSEM Essen 28:26 (14:16)

    Mit der Humba geht für die Zweitliga-Handballer der DJK Rimpar Wölfe das teils schwierige Sportjahr 2018 zu Ende. Auf das Hochgefühl von drei Siegen in Serie haben sie lange warten müssen. Um genau zu sein: neun Monate lang. Mit dem heimischen Publikum im Rücken nun haben sie beim Weihnachtsdouble den ersten Dreierpack dieser Saison perfekt gemacht. Nach dem 25:21 gegen den TV Hüttenberg am Samstag rangen sie am zweiten Feiertag den TuSEM Essen mit 28:26 (14:16) nieder. Damit hat die Rückrunde für die Rimparer deutlich besser begonnen als die Hinrunde. Zur Erinnerung: Ende August waren sie gegen den Traditionsverein von der Margarethenhöhe mit einer krachenden Niederlage (28:34) in die Spielzeit gestolpert. Die ansteigende Formkurve spiegelt sich auch in der Tabelle wider: In die Winter- und WM-Pause verabschieden sich die Wölfe auf Rang zehn.

    Obinger: „Unser wahres Gesicht“

    „Es hat ein bisschen gebraucht, bis wir in die Spur gefunden haben, aber besonders in den letzten drei Spielen haben wir unser wahres Gesicht gezeigt“, sagte DJK-Coach Matthias Obinger. Die senkrecht in die Saison gestarteten Essener dagegen stecken nach der sechsten Niederlage nacheinander im Tief. „Wir haben gar nicht so schlecht gespielt und verteidigt“, meinte TuSEM-Trainer Jaron Siewert, mit 24 Jahren der jüngste Übungsleiter der Bundesliga-Geschichte. „Aber als wir beim 23:20 auf einem guten Weg waren, haben wir Rimpar durch unvorbereitete Würfe zurückgebracht.“

    Ohne Rückraumspieler Lukas Böhm, der schon gegen Hüttenberg wegen eines Bänderanrisses im Sprunggelenk ausgefallen war, startete die der Statistik nach drittbeste Abwehr gegen den stärksten Angriff der Liga schwerfällig und langsam. So, als müssten die Rimparer erst noch Weihnachtsgänse verdauen.„Das kann man so sagen“, meinte Rückraumspieler Steffen Kaufmann. „Auf jeden Fall haben wir den Anfang verschlafen.“ Die frischer und fokussierter wirkenden Essener kamen zu schnellen und einfachen Treffern. Nach 14 Minuten – Kreisläufer Tim Zechel hatte gerade mit seinem vierten Tor zum 8:5 für die Gäste eingenetzt – bat Obinger seine Schützlinge zur ersten Auszeit.

    Früher Weckruf wirkt

    Der Weckruf wirkte. Hinten wie vorne. Auch im Angriff schüttelten die Gastgeber ihre Behäbigkeit allmählich etwas ab und gingen beherzter in die Zweikämpfe - wenngleich sie sich immer noch deutlich zu viele Fehlwürfe leisteten. Zwölf wurden es bis zur Pause. Nach einem 3:0-Lauf glich Lukas Siegler zum 10:10 aus (20.). Beim Stand von 14:16 ging es in die Kabinen.

    Auch nach dem Seitenwechsel taten sich die Unterfranken im Positionsangriff mitunter schwer, die kompakte Deckung der Ruhrpottler zu knacken. Einfacher ging es mit Tempogegenstößen. So gelang Philipp Meyer, der frischen Schwung in die DJK-Defensive brachte und neben dem fünffachen Torschützen Julian Sauer und Schlussmann Max Brustmann hervorstach, nach 38 Minuten der erneute Ausgleich (18:18).

    Bei einem Schönheitswettbewerb hätte das Spiel sicherlich keinen Preis gewonnen, allein aufgrund der Härte in den Hinterreihen und der Vielzahl an Fehlern und Aluminiumknallern auf beiden Seiten, aber spannend blieb es bis zum Schluss. Erst kam Essen wieder obenauf (20:23, 40.), dann zog Rimpar nach. Mit Beginn der Crunchtime stellte Benjamin Herth per Siebenmeter die erst zweite Führung für seine Farben her (24:23, 52.).

    Schulz sieht Rot

    In der 57. Minute sah der starke DJK-Kreisläufer Michael Schulz nach hartem Einsteigen gegen Dennis Szczesny in der Abwehr noch die Rote Karte, der humpelte danach vom Feld. Ein Zittermoment. Doch als  Brustmann in der Schlussminute beim Stand von 27:26 den Wurf von Essens Linksaußen Noah Beyer parierte und Kaufmann im Gegenzug traf, kannte der Jubel in der s.Oliver Arena auf Seiten der Hausherren kein Halten mehr. „Die zweite Halbzeit war kompletter Kampf“, resümierte Kaufmann. „Die super Stimmung hat uns gepusht. So war es ein versöhnlicher Abschluss. Der letzte Eindruck bleibt. Den wollen wir mitnehmen ins neue Jahr.“


    Die Statistik des Spiels

    Rimpar: Brustmann (1.- 60., 14 Paraden), Wieser (bei einem Siebenmeter) – Karle (n.e.), Gempp 2, Schmidt 2, Kaufmann 3, Siegler 3, Meyer 1, Bauer 2, Schulz 3, Backs 2, Brielmeier, Herth 5/5, Sauer 5.

    Essen: Bliß (14 Paraden), Mangold (n.e.) – Beyer 8/7, Ellwanger 3, Witzke, Akkakbo, Szczesny 5, Ridder, Firnhaber, Seidel, Klingler 2, Skroblien 2, Zechel 6.

    Spielfilm: 1:2 (3.), 4:3 (7.)., 5:5 (10.), 5:9 (15.),10:10 (20.), 13:13 (28.), 14:16 (Halbzeit), 16:17 (34.), 18:18 (38.), 20:20 (39.), 20:23 (43.), 24:23 (52.), 26:25 (56.), 28:26 (Endstand).

    Siebenmeter: 5/7.

    Zeitstrafen: 7/7.

    Rot: Schulz (Rimpar, 57., grobes Foul)

    Schiedsrichter: Alan Schaban/Matthes Westphal (Berlin).

    Zuschauer: 1704.

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