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    HANDBALL: ZWEITE BUNDESLIGA, MÄNNER

    Rimpar trifft im Pokal auf Erlangen

    Hat seinen Kader wohl komplett: Wölfe-Trainer Matthias Obinger. Foto: Frank Scheuring, foto2press

    (Freitag, 19.30 Uhr, innogy Sporthalle Mühlheim)

    Für die Zweitliga-Handballer der DJK Rimpar Wölfe kommt es im Achtelfinale des DHB-Pokalwettbewerbs zum Frankenderby: Sie treffen auf den HC Erlangen mit ihrem ehemaligen Kreisläufer Jan Schäffer. Und auch auf dessen Positionskollegen Sergej Gorpishin, der in der vergangenen Rückrunde im Tausch für Schäffer nach Rimpar gekommen war und einige Spiele für die Wölfe bestritten hatte. Das ergab die Auslosung am Mittwochabend in Düsseldorf. Als einziger Zweitligist unter Erstligisten hat Rimpar am 16. oder 17. Oktober automatisch Heimrecht. „In diesem Duell steckt durch die beiden Personalgeschichten freilich einige Brisanz drin“, sagt DJK-Trainer Matthias Obinger auf Anfrage. Er hofft auf eine volle Halle und betont: „Dass Erlangen Favorit ist, steht außer Frage.“

    Sein Team hatte sich am vergangenen Wochenende durch Siege über Bundesligist TVB Stuttgart (29:26) und Drittligist TSB Heilbronn-Horkheim (25:23) erstmals in seiner Vereinsgeschichte für die Runde der letzten 16 qualifiziert.

    Vor allem der exzellent herausgespielte Erfolg gegen Stuttgart hat im Umfeld der Wölfe große Hoffnungen auf die sechste Saison in der zweiten Liga geweckt. Kann der Tabellenachte der vergangenen Spielzeit und Fast-Aufsteiger von 2017 noch mal einen raushauen und vorne mitmischen? „Beim Pokalturnier musst du einmal eine Topleistung bringen, in der Liga warten aber 38 Spiele auf uns“, gibt Obinger zu Bedenken und warnt angesichts des kleineren Kaders vor zu hohen Erwartungen. „An guten Tagen können wir gegen jeden Gegner gewinnen, an schlechten aber auch gegen jeden verlieren. Unser Erfolg wird von unserer Konstanz im Ligaalltag abhängen.“

    Aus Dornröschenschlaf geweckt

    Zum Saisonaufakt an diesem Freitag reisen die Rimparer ins Ruhrgebiet. Im Treffen der Tabellennachbarn der zurückliegenden Runde gastiert der ehemalige Achte beim damaligen Neunten TuSEM Essen. Der jüngste Trainer im Handball-Profigeschäft war es, der den Altmeister aus dem Dornröschenschlaf erweckt hat: Der 24-jährige Jaron Siewert führte den Traditionsverein von der Margarethenhöhe erstmals seit dem Bundesliga-Abstieg 2013 wieder auf einen einstelligen Tabellenplatz. Nach desaströsem Start verlor Essen in den letzten zwölf Spielen nur noch ein einziges Mal.

    Vom Rekordmeister THW Kiel, gegen den der TuSEM in der ersten Pokalrunde beim 23:39 chancenlos war, kam mit Lucas Firnhaber ein junges Rückraumtalent in die Ruhrmetropole, einer von drei externen Neuzugängen. Der Rest der Mannschaft blieb fast komplett zusammen.

    Wie Rimpar peilt Essen einen Platz in der oberen Tabellenhälfte an. Daher ist das Duell, das wegen Bauarbeiten in der Arena am Hallo in der innogy Sporthalle in Mühlheim ausgetragen wird, für beide Teams gleich ein erster echter Gradmesser. Zuletzt mussten sich die Wölfe zweimal dem TUSEM geschlagen geben. „Diesmal dürfen wir uns etwas ausrechnen“, meint Obinger, der auf seinen gesamten, „topfitten“ Kader bauen kann.

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