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    HANDBALL: ZWEITE BUNDESLIGA, MÄNNER

    Für Matthias Obinger ändert sich nichts

    Arbeitet mit seinen Wölfen weiter wie bisher: Trainer Matthias Obinger. Foto: Frank Scheuring

    HSV Hamburg – DJK Rimpar Wölfe

    (Sonntag, 15 Uhr, Sporthalle Hamburg)

    Für Rimpars Zweitliga-Handballer (13./6:8) ist das sonntägliche Gastspiel nicht mehr nur das erste überhaupt in der Hansestadt, beim Champions-Legaue-Sieger von 2013, dem deutschen Meister von 2011. Beim Namensvetter des traditionsreichen Hamburger SV. Und beim Klub, der mit Torsten Jansen einen 178-maligen Nationalspieler als Trainer sein Eigen nennt.

    Der Auswärtsauftritt der Wölfe beim HSV Hamburg (14./6:10) ist für seinen Gegenüber Matthias Obinger auch der erste, indem er offiziell weiß, dass er zur Saison 2018/19 nicht mehr die sportliche Verantwortung bei seinem Heimatverein tragen wird. Wie berichtet, gehen der unterfränkische Zweitligist und sein Chefanweiser im Sommer aller Voraussicht nach getrennte Wege.

    Das noch frische Wissen um diese so bedeutende Personalie wird aber nicht nur den 38-Jährigen als direkt Betroffenen, sondern auch seine Mannschaft am Sonnabend im Zug nach Hamburg begleiten – und bei allen Beteiligten vermutlich auch tags darauf in der mit wohl knapp 3000 Zuschauern gut gefüllten Halle noch spürbar sein.

    Schwer einzuschätzende Partie

    Am Donnerstagvormittag wirkte Obinger jedenfalls mit sich im Reinen: „Im Prinzip ändert sich nichts. Ich werde die Mannschaft genauso intensiv auf die Spiele vorbereiten wie immer und im Vorfeld genauso viele Videos anschauen. Ich will weiterhin das Maximum aus dieser Saison herausholen und meinem Nachfolger ein intaktes Team übergeben.“

    Doch unabhängig davon, ob das Sonntagsspiel nur das erste in Hamburg überhaupt gewesen wäre oder nun zusätzlich noch das erste nach Bekanntwerden des Rimparer Trainerwechsels ist: ein schwer einzuschätzendes wäre es so oder so gewesen. Das liegt weniger an den auswärts immerhin in zwei von vier Spielen erfolgreichen Wölfen als vielmehr am Aufsteiger, der nach seiner Insolvenz Anfang 2016 tief gefallen ist. Die Instabilität der Hamburger ist auffällig.

    Ausgeglichene Liga?

    Obinger interpretiert sie als Ausgeglichenheit der Liga. „Sie zeigt sehr eindrucksvoll, dass es in dieser Saison auf Kleinigkeiten ankommt. Von den fünf, sechs Topklubs abgesehen kann jeder jeden schlagen. Eine klassische Abstiegszone gibt es nicht“, findet der Vater einer Tochter.

    Die ersten drei Partien nach der Rückkehr in die zweite Liga verloren die Hansestädter, darunter eine gegen den Vorletzten HC Rhein Vikings. Die darauffolgenden drei Duelle gewann Hamburg, unter anderem gegen den aktuellen Dritten Hamm-Westfalen. Zuletzt gab es eine wenig überraschende Niederlage gegen Bundesliga-Absteiger Lübbecke, aber auch ein am Ende fast schon kümmerliches 26:35 beim EHV Aue nach einer deutlichen HSV-Führung.

    Junge Talente

    Fakt ist, dass Hamburg konkurrenzfähig besetzt ist. In ihren Reihen stehen noch immer einige klangvolle Namen: Der langjährige, reaktivierte Rechtsaußen Stefan Schröder, der ehemalige, zuletzt verletzte kroatische Nationalspieler Blaženko Lackoviæ und Islands Ex-Auswahlkeeper Aron Rafn Edvardsson. Vor allem aber besteht die Jansen-Sieben aus jungen Talenten wie Philipp Bauer oder Dominik Axmann.

    Das Gastspiel im hohen Norden ist für die Rimparer auch das letzte vor dem fränkischen Pokalkracher gegen den Bundesligisten HC Erlangen, das am kommenden Mittwochabend um 20 Uhr in der Würzburger s. Oliver Arena steigt. Das aber ist wieder ein Thema für sich.

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