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    HANDBALL: ZWEITE BUNDESLIGA, MÄNNER

    Wölfe haben zwei wichtige Punkte im Sack

    Handball - 2. Bundesliga - DJK Rimpar Wölfe - TSV Bayer Dormagen
    Da klingelt's in der Mannschaftkasse der Rimparer Wölfe! Jeder aus dem Team, der mit Foto in den Medien erscheint, muss fünf Euro zahlen. Nach dem Sieg über Dormagen reihten sich die DJK-Nikoläuse zum Gruppenbild auf. Foto: Heiko Becker
    ASV Hamm/Westfalen – HSC Coburg 23:28  
    HC Elbflorenz – TV Großwallstadt 31:26  
    HC Rhein Vikings – VfL Eintracht Hagen 23:28  
    HSV Hamburg – VfL Lübeck-Schwartau 18:21  
    TuS N-Lübbecke – TV Hüttenberg 27:27  
    HBW Balingen-W. – TV Emsdetten 31:29  
    DJK Rimpar Wölfe – Bayer Dormagen 31:24  
    Dessau-Roßlauer HV – HV Wilhelmshaven 27:27  
    HSG Nordhorn/Lingen – EHV Aue 34:19  

     

     

    1. (1.) HSC Coburg 17 13 1 3 492 : 424 27 : 7  
    2. (2.) HBW Balingen-W. 17 13 1 3 500 : 446 27 : 7  
    3. (3.) TUSEM Essen 17 11 1 5 528 : 496 23 : 11  
    4. (4.) TuS Ferndorf 17 11 1 5 437 : 414 23 : 11  
    5. (5.) TuS N-Lübbecke 17 10 2 5 484 : 437 22 : 12  
    6. (7.) HSG Nordhorn/Lingen 17 10 2 5 473 : 434 22 : 12  
    7. (6.) ASV Hamm/Westfalen 17 9 2 6 449 : 428 20 : 14  
    8. (8.) VfL Lübeck-Schwartau 17 10 0 7 418 : 403 20 : 14  
    9. (9.) EHV Aue 17 7 3 7 483 : 490 17 : 17  
    10. (11.) TV Hüttenberg 17 6 4 7 442 : 436 16 : 18  
    11. (10.) TV Emsdetten 16 7 1 8 465 : 495 15 : 17  
    12. (14.) VfL Eintracht Hagen 17 7 1 9 439 : 458 15 : 19  
    13. (12.) HSV Hamburg 17 7 0 10 452 : 459 14 : 20  
    14. (16.) DJK Rimpar Wölfe 16 6 1 9 391 : 413 13 : 19  
    15. (15.) Dessau-Roßlauer HV 17 4 5 8 425 : 449 13 : 21  
    16. (13.) Bayer Dormagen 17 6 1 10 462 : 491 13 : 21  
    17. (19.) HC Elbflorenz 17 5 2 10 414 : 437 12 : 22  
    18. (18.) HV Wilhelmshaven 17 5 2 10 458 : 506 12 : 22  
    19. (17.) TV Großwallstadt 17 4 3 10 470 : 490 11 : 23  
    20. (20.) HC Rhein Vikings 17 1 1 15 397 : 473 3 : 31  

     

    DJK Rimpar Wölfe - TSV Bayer Dormagen 31:24 (12:10)

    Mit roten Nikolausmützen reihten sie sich am Samstagabend alle vor dem Tor in der s.Oliver Arena auf und posierten für die Fotografen. Spieler, Trainer, Betreuer, Physiotherapeuten. Zur vollkommenen Vorweihnachtsharmonie fehlte nur noch „O du Fröhliche“. Dass das Gruppenbild nicht zur Karikatur verkam, sondern tatsächlich Feierstimmung unter den Handballern der DJK Rimpar Wölfe herrschte, lag an den beiden Punkten, die sie sich nachträglich zum Nikolaustag geschenkt hatten – dank eines 31:24 (12:10)-Erfolges über den TSV Bayer Dormagen.

    Gegen die Westfalen hatten die Unterfranken vor fast genau vier Jahren ihren bislang höchsten Heimsieg in der Zweiten Bundesliga gefeiert. An jenem zweiten Weihnachtsfeiertag 2014 hatten sie sich auch nachträglich selbst beschert, seinerzeit mit 33:16. Diesmal fiel der Sieg nicht gar so deutlich, aber doch deutlicher als erwartet aus – gemessen an den veränderten Vorzeichen. Während die Wölfe in ihrer zweiten Zweitliga-Saison an der Spitze mitmischten, kämpfen sie in ihrer sechsten um den Klassenerhalt. Auf dem Weg zu diesem Ziel sind die beiden Zähler gegen den direkten Konkurrenten wichtig und wertvoll. Denn damit hat das Team von Trainer Matthias Obinger die Abstiegsränge erst mal wieder verlassen und den Anschluss zum Mittelfeld hergestellt.

    „Der Sieg geht deutlich verdient an Rimpar“, gratulierte Dormagens Coach Ulli Kriebel seinem Kollegen als fairer Verlierer. „Verdient auch deswegen, weil bei Rimpar deutlich mehr Körpersprache da war.“ Obinger, der einen Sieg im Vorfeld zur Pflicht proklamiert hatte, erklärte sich „erleichtert“ und „sehr froh“ darüber, dass seine Mannschaft diese auch erfüllt hat.

    Brustmann weiß, was er kann

    Fast all das, was die Wölfe zuletzt in Aue in der Abwehr hatten vermissen lassen, zeigten sie diesmal. „Anfangs haben wir noch den Druck gespürt“, kommentierte der mit sechs Treffern beste DJK-Torschütze Julian Sauer den noch etwas zerfahrenen Start und die von vielen Zweikämpfen geprägte erste Hälfte. Und all das, was Torwart Max Brustmann in Aue teils auch aufgrund der desolaten Deckung zu halten verpasst hatte – dort war er auf nur eine Parade in 30 Minuten gekommen –, holte er diesmal nach. Bereits nach zehn Minuten hatte er sieben Würfe entschärft, darunter zwei Tempogegenstöße.

    „Ich weiß, was ich kann“, antwortete er auf die Frage, ob er eine Trotzreaktion gezeigt habe. Dass er seit Jahren auf konstant hohem Niveau spiele, das müsse er niemandem mehr beweisen – „und der Presse schon gar nicht“. Kriebel würdigte Brustmann für seine diesmal 16 Paraden als „Matchwinner“, Obinger mit den Worten: „Max hat uns in der ersten Halbzeit maßgeblich im Spiel gehalten.“

    Sauer und das Selbstvertrauen

    Die Spannung, die der Stand von 12:10 beim Seitenwechsel für die zweite Halbzeit angekündigt hatte, hielt diese nicht. Ein 4:1-Lauf zur 16:12-Führung (36.) direkt nach der Pause brachte die Rimparer obenauf. „Da haben wir den Schalter umgelegt und uns Selbstvertrauen geholt“, sagte Sauer, der wie schon in den vergangenen Wochen durch seine Schnelligkeit und Treffsicherheit überzeugte und neben Brustmann der auffälligste Akteur war. „Keine Ahnung, warum es bei mir zur Zeit so gut läuft“, erklärte der Rechtsaußen unprätentiös. „Vielleicht, weil ich mir gerade keinen Kopf beim Werfen mache.“

    Eine Abwehrumstellung der Gäste auf eine 5:1-Formation in der Schlussphase überstanden die Gastgeber – anders als in Aue – diesmal unbeschadet. „Wir haben trotzdem gut weitergespielt. Das war diesmal unser Erfolgsgeheimnis“, meinte Sauer. Im Angriff der Grün-Weißen glückte der Schachzug mit dem siebten Feldspieler, den Obinger bereits zuvor gebracht hatte. Und auch das Tempospiel nannte der Trainer „ausgezeichnet“. Als seine Schützlinge in der 53. Minute mit neun Toren vorn lagen (27:18), waren die Punkte endgültig im Sack.

    Zum Feiern blieb den Rimparern jedoch nicht viel Zeit. Denn bereits am Dienstag steht das zweite von vier Heimspielen in diesem Dezember gegen den TV Emsdetten für sie an. Dafür klingelt es in der Mannschaftskasse: Jeder aus dem Team, der mit Foto in den Medien erscheint, muss fünf Euro zahlen. Auf dem Nikolausbild sind sie alle zu sehen.


    Die Statistik des Spiels

    Rimpar: Brustmann (1. – 60.), Wieser (bei einem Siebenmeter) – Böhm 2, Karle, Gempp 4, Schmidt 3, Kaufmann 2, Siegler 1, Meyer, Bauer, Schulz 1, Backs 4, Brielmeier 3, Herth 5/2, Sauer 6.

    Dormagen: Rozsavölgyi (n. e.), Boieck (54.– 60.), Bartmann (1. – 53.) – Pyszora, Eggert 1, Löfström 2, I. Hüter 1, Rebelo 1, Richter 8/4, P. Hüter 2, Maldonado 3, Stutzke 2, Wieling 4.

    Spielfilm: 0:2 (3.), 2:2 (5.), 4:4 (8.), 6:4 (13.), 8:5 (16.), 9:8 (21.), 10:9 (25.), 12:10 (Halbzeit), 16:12 (36.), 18:13 (40.), 18:15 (43.), 22:15 (47.), 25:17 (51.), 27:19 (54.), 31:24 (Endstand).

    Siebenmeter: 2/3 : 6/7.

    Zeitstrafen: 4:2.

    Schiedsrichter: Steven Heine und Sascha Standke (Braunschweig/Friedland).

    Zuschauer: 1407.

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