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    Fußball: Dritte Liga

    Worum es für die Kickers jetzt geht

    Im Hinspiel gegen Carl Zeiss Jena (links Maximilian Wolfram) bejubelten die Kickers-Akteure (von links) Simon Skarlatidis, Dominic Baumann, Sebastian Schuppan, Daniel Hägele, Orhan Ademi und Janik Bachmann einen 5:2-Sieg. Nun kommt es zum Wiedersehen mit den Thüringern. Foto: Frank Scheuring, Foto2press

    Auch wenn theoretisch drei Spieltage vor Saisonende der Klassenerhalt noch nicht endgültig eingetütet ist: Mit dem 2:0-Sieg gegen Fortuna Köln am vergangenen Wochenende haben die Kickers hinter dieses Thema einen Haken gemacht. "Das ist raus aus den Köpfen", verrät Angreifer Patrick Breitkreuz. Worum also geht es nun für die Würzburger Drittliga-Fußballer beim Auswärtsspiel in Jena an diesem Samstag (14 Uhr, Liveticker auf mainpost.de) und in den folgenden Wochen? Sieben Gründe, warum die Saison für die Kickers noch nicht gelaufen ist:

    Das Toto-Pokal-Finale

    "Wir müssen die Spannung hochhalten", sagt Kapitän Sebastian Schuppan. Schließlich wartet eine Woche nach Saisonende am 25. Mai das Toto-Pokal-Finale bei Viktoria Aschaffenburg. "Dieses Spiel ist für den Verein und das Portmonnaie des Klubs sehr wichtig. Aber auch für uns Spieler. Wir wollen uns in der nächsten Saison unbedingt wieder im DFB-Pokal präsentieren", so Schuppan, der am Samstag in Jena gesperrt ist und in der Innenverteidigung entweder durch Hendrik Hansen oder Ibrahim Hajtic ersetzt werden wird. Sich nun drei Spiele lang zu schonen, das könnte schiefgehen. Das Spiel in Jena dürfte, nimmt man das aktuelle Formbarometer als Maßstab, die wohl schwerste Aufgabe der Restsaison werden. 

    Eine positive Bilanz

    13 Siegen stehen derzeit 13 Niederlagen gegenüber. Für die Kickers geht es auch darum, am Ende der Saison mit einer positiven Bilanz dazustehen. Den fünften Rang, den die Rothosen in der Vorsaison am Ende belegten, könnte das Schiele-Team auch heuer erreichen. Zwei Punkte beträgt der Rückstand auf den Fünften derzeit. Betrachtet man die Punkte, dann war das Niveau der Vorsaison ein ganz anderes.  61 Punkte und 17 Siege hatten die Kickers da am Ende auf dem Konto. In der ewigen Tabelle der Dritten Liga liegen die Kickers übrigens inzwischen mit 173 Zählern auf Rang 31 und werden dort auch am Ende ihrer dritten Spielzeit in dieser Spielklasse stehen. Zu Rang 30 (Erzgebirge Aue) fehlen noch 13 Punkte.

    Ein einstelliger Tabellenplatz

    Die Kickers hatten sich vor dieser Saison partout nicht auf ein Saisonziel festlegen wollen. Nun, da die Spielzeit längst auf die Zielgerade eingebogen ist, lautet die Vorgabe: einstelliger Tabellenplatz. Um diesen zu verteidigen, braucht es freilich noch ein paar Zähler. Der Vorsprung der Kickers auf den Tabellenzehnten SV Meppen beträgt gerade einmal zwei Punkte.

    Der Torrekord

    Was die Punktausbeute angeht, wird die laufende Saison die schwächste der drei Drittliga-Saisons der Kickers bleiben. In Sachen Tore könnten die Rothosen indes noch einen Rekord aufstellen. 48 Treffer haben sie in dieser Saison bereits erzielt. 2017/128 waren es am Ende 53 Zähler. In der Saison 2015/16 reichten gar 43 geschossene Treffer zu Platz drei und am Ende zum Aufstieg. Damals kassierten die Kickers allerdings auch nur 25 Gegentore. Zum Vergleich: Bislang sind es in dieser Spielzeit 41.

    Ein volles Stadion

    Einmal war die Flyeralarm Arena in dieser Saison ausverkauft. Gegen 1860 München kamen 10 006 Zuschauer. Auch beim letzten Heimspiel der Saison könnte es am Dallenberg noch einmal voll werden. Der 1. FC Kaiserslautern wird auf jeden Fall mit großer Fan-Unterstützung nach Unterfranken reisen. Der Gäste-Block ist bereits ausverkauft. Nun liegt es an den Kickers, mit einer guten Leistung in Jena Werbung beim eigenen Anhang zu machen. Zurzeit liegt der Zuschauerschnitt bei 5333 Besuchern. In der Vorsaison waren durchschnittlich 5477 Zuschauer gekommen.

    Der gute Ruf

    Keiner der drei kommenden Gegner ist - Stand jetzt -bereits gerettet. Während Kaiserslautern an diesem Samstag gegen Unterhaching den Klassenerhalt perfekt machen kann, wandeln Jena und Lotte ganz dicht am Abgrund. Die Kickers könnten also das Zünglein an der Waage im Abstiegskampf spielen. "Wir haben die Verantwortung, alles rauszuhauen - auch, um uns nicht vorwerfen zu lassen, Wettbewerbsverzerrung betrieben zu haben", mahnt Kapitän Schuppan.

    Die auslaufenden Verträge

    Einige Spieler spekulieren offensichtlich noch mit einem Vereinswechsel, andere müssen sich noch für eine Weiterverpflichtung empfehlen. Exakt zehn Spieler aus dem aktuellen Kickers-Kader haben noch keinen Vertrag für die nächste Saison.  Caniggia Elva, nach auskurierter Muskelverletzung wieder voll einsatzfähig, ist einer von ihnen. Auf die erforderliche Zahl von Einsätzen für eine automatische Vertragsverlängerung kann er – nach Informationen dieser Redaktion – nicht mehr kommen.

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