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    BASKETBALL

    Wucherer sieht die Baskets auf einem guten Weg

    Gegen Bonn (im Bild Anthony DiLeo, links) unterlagen Cameron Wells und s.Oliver Würzburg im Finale des „Gezeiten Haus Cu... Foto: Heiko Becker

    Es war nicht mehr als ein kurzer Zwischenstopp, den Basketball-Bundesligist s.Oliver Würzburg nach der Rückkehr am späten Sonntagabend vom Turnier um den „Gezeiten Haus Cup“ in Rhöndorf in der Heimat eingelegt hatte. „Sachen packen, vielleicht nochmal Wäsche waschen, eine kurze Einheit am Montagfrüh um 9.30 Uhr, und dann geht es auch schon weiter“, sagte Cheftrainer Denis Wucherer mit Blick auf den dicht gedrängten Terminkalender. Saison-Vorbereitung ist eben selten vergnügungssteuerpflichtig, und so machte sich der Baskets-Tross um 11 Uhr per Bus auf die gut achtstündige Fahrt ins italienische, 1225 Meter hoch gelegene Bormio, um dort am Feinschliff für den Saisonstart in gut dreieinhalb Wochen gegen Ex-Meister Bamberg (Samstag, 29. September, 20.30 Uhr, s.Oliver Arena) zu arbeiten.

    Viele Eindrücke im Gepäck

    Im Gepäck dürfte Wucherer viele Eindrücke von den beiden Begegnungen am Samstag im Halbfinale gegen die Liga-Rivalen Frankfurt (85:79) und tags darauf im Endspiel Bonn (71:76) haben, die den 45-Jährigen überwiegend zuversichtlich stimmen: „Insgesamt hat die Mannschaft das ordentlich gemacht, gegen Frankfurt vor allem offensiv, gegen Bonn war es die Defensive. Beide Partien haben angedeutet, in welche Richtung es gehen soll.“

    Das Zusammenspiel klappt

    Vor allem im Zusammenspiel des bis auf zwei Positionen neu formierten Teams sieht Wucherer sein Team auf einem guten Weg: gegen Frankfurt kamen die Baskets auf starke 25 Assists, gegen Bonn – trotz schwächerer Wurfquote – auch auf 22 Korbvorlagen. „Die Art und Weise, wie der Ball im Angriff gelaufen ist, wie wir immer wieder den freien Mann gesucht, den Extra-Pass gespielt und insgesamt sehr selbstlos gespielt haben, war wirklich positiv. Im Finale waren die Jungs etwas müde, sie sind am Vortag auch sicher etwas stärker gefordert worden als die Bonner gegen Rhöndorf.“

    Cameron Wells glänzt als Passgeber

    Den stärksten Eindruck an beiden Tagen hinterließen die beiden US-Amerikaner Cameron Wells und Perry Ellis. Spielmacher Wells, der mit Wucherer bereits in Gießen drei Jahre lang zusammengearbeitet hatte, glänzte sowohl als Passgeber als auch als Vollstrecker, kam auf insgesamt 28 Punkte und 13 Assists. Flügelspieler Ellis, Neuzugang aus Italien, war mit 32 Zählern insgesamt bester Werfer bei den Baskets.

    In Bormio stehen für die Baskets-Korbjäger neben zwei Trainingseinheiten am Tag auch zwei Testspiele gegen hochkarätige Gegner an: Der türkische Spitzenklub Anadolu Efes Istanbul mit dem deutschen Nationalcenter Tibor Pleiss und EuroCup-Teilnehmer Germani Brescia Leonessa „werden uns auf einem noch höheren Niveau fordern. Mal schauen wie wir uns da schlagen“, sagt Wucherer, der das Hauptaugenmerk im bekannten Winter-Skiort auf die Verteidigungsarbeit legen will: „Da müssen wir noch mehr Stabilität reinbekommen, vor allem über 40 Minuten konsequenter agieren.“

    Loncar wieder an Bord

    In der norditalienischen Provinz wird Wucherer erstmals mit dem kompletten Kader arbeiten können: Kapitän Kresimir Loncar, der nach seiner im März erlittenen Handverletzung sich bislang individuell vorbereitete, wird direkt aus seiner Heimat Kroatien zum Team stoßen. Und Neuzugang Xavier Cooks wird nach seinem Zusammenbruch im Fastfood-Restaurant vor zehn Tagen ab Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. „Mit beiden gewinnen wir natürlich nochmal an Größe und sind in der Lage flexibler zu spielen. Ich hoffe, dass wir sie bis zum Bosch Rexroth Cup hinbekommen“, sagt Wucherer mit Blick auf das heimische Vorbereitungsturnier, das am 14. und 15. September in der s.Oliver Arena über die Bühne gehen wird. Neben Bonn und Liga-Konkurrent Braunschweig wird der belgische Spitzenklub Spirou Charleroi mit dem letztjährigen Baskets-Spielmacher Cliff Hammonds zu Gast sein.

    Das Turnier in Zahlen

    Halbfinale:

    s.Oliver Würzburg – Fraport Skyliners Bonn 85:79 (42:47)

    Telekom Baskets Bonn – Dragons Rhöndorf (ProB) 105:63 (58:31)

    Spiel um Platz 3:

    Frankfurt – Rhöndorf 99:36 (54:19).

    Finale:

    Bonn – Würzburg 76:71 (33:32).

    Gegen Frankfurt spielten: Olaseni 11, Hulls 7/1 Dreier, Richter 13, Bowlin 9/3, Koch 6/2, Wells 12, Ellis 20/3, Hoffmann, Loesing 7/1.

    Gegen Bonn spielten: Olaseni 6, Hulls 7/1 Dreier, Richter 7/1, Bowlin 6/2, Koch 10/2, Wells 16/1, Ellis 12/2, Hoffmann 7/1, Loesing.

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