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    Basketball: Bundesliga

    Würzburger Baskets: Der Kapitän ist wieder an Bord

    Mit dem zuletzt erkrankten Cameron Wells geht s.Oliver Würzburg am Mittwoch in die richtungsweisende Partie gegen Bayreuth. Warum ein Sieg fast schon Pflicht ist.
    Baskets-Kapitän Cameron Wells (hier im Hinspiel im Zweikampf mit Bayreuths Bastian Doreth) wird am Mittwochabend wieder mittun können. Foto: Heiko Becker

    Basketball-Bundesliga:

    s.Oliver Würzburg - medi Bayreuth

    (Mittwoch, 19 Uhr, s.Oliver Arena)

    Denis Wucherer schaltete dann mal wieder in den ihm eigenen lakonisch-süffisanten, bisweilen auch sehr ironischen, auf jeden Fall in den meisten Fällen genauso informativen wie sehr unterhaltsamen Modus. Der 46-Jährige stand also am Samstagabend im ersten Stock der Volkswagen-Halle in Braunschweig, und angesprochen auf die zwei jüngsten Partien, die beide - aus ganz unterschiedlichen Gründen - irgendwie doch sehr merkwürdige Verläufe genommen hatten, sagte er: "Das Spiel in München war sehr langsam und defensiv-orientiert. Das heute in Braunschweig war schneller und offensiv-orientert." Dann grinste er fast schon lausbubenhaft und meinte: "Wir haben beide verloren."

    Selbstverständlich war er nicht erfreut darüber, man darf auch davon ausgehen, dass er sogar ziemlich stinkig war, weil in beiden Begegnungen für Basketball-Bundesligist s.Oliver Würzburg mehr drin gewesen war, sowohl beim 60:71 beim Titelverteidiger als auch beim im Grunde noch viel unnötigeren 87:100 in Niedersachsen nach einem desaströsen, mit 8:27 verlustig gegangenen Schlussabschnitt. Sei's drum. Mund abputzen. Neues Spiel, neues Glück. "Ich bin gespannt, wie das am Mittwoch wird", sagte der Baskets-Trainer dann noch, den die mittwochlichen Gäste aus Bayreuth derzeit sehr an seine erste Saison in Würzburg im vergangenen Jahr erinnern. "Auch sie haben sich durch den Europe Cup in einen Rhythmus gespielt", glaubt Wucherer erkannt zu haben. Bayreuth steht im Europe Cup im Viertelfinale. Nach reichlich unbefriedigendem Start in die Bundesligasaison mit vier Niederlagen am Stück haben sich die Bayreuther inzwischen gefangen, mit vier Siegen in den letzten sechs Partien (darunter ein Heimerfolg gegen Oldenburg) eine kleine Aufholjagd in Richtung Play-off-Plätze gestartet und logieren mit acht Siegen nach 18 Partien auf Rang elf. In drei der letzten sechs Begegnungen warfen die Oberfranken über 100 Punkte, und selbst bei den Niederlagen in Ulm und in Gießen kamen sie jeweils auf 93 Zähler.

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    Könnte also womöglich gegen die ebenfalls gerne offensiv aktiven Würzburger ein kleines Schützenfest werden am Mittwochabend, nach dem den Baskets wieder eine zweieinhalbwöchige Pause bevorsteht, die sie mit ein paar freien Tagen und dann einem einwöchigen Trainingslager in Valencia als Vorbereitung auf die 13 Restpartien der Hauptrunde innerhalb von acht Wochen  überbrücken werden.

    Und frohe Kunde hat Wucherer auch für die Partie gegen Bayreuth: Sein zuletzt erkältungsbedingt pausieren müssender Kapitän Cameron Wells, der in Braunschweig dann doch in den entscheidenden Phasen schmerzlich vermisst wurde, wird auch wieder an Bord sein: "Alle fit. Alle motiviert", sagt der Trainer vor der durchaus auch richtungsweisenden Begegnung. Die natürlich tunlichst gewonnen werden sollte, sollen die ambitionierten Ziele, sich nicht nur als Achter irgendwie in die Play-off-Ränge zu mogeln, sondern, wie Wucherer immer wieder betont, "dann auch ein ernsthafter Play-off-Kontrahent zu sein", erreicht werden.

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