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    HANDBALL: 2. BUNDESLIGA

    Zwei Wölfe vor der Tür zum Torschützenklub der 1000er

    Steffen Kaufmann steht beim Handball-Zweitligisten DJK Rimpar Wölfe fünf Tore vor der 1000er-Marke – ebenso wie Julian Sauer.  Foto: Silvia Gralla

    2. Bundesliga, Männer
    DJK Rimpar Wölfe - HC Elbflorenz
    (Samstag, 19.30 Uhr, s.Oliver Arena)

    Am Montagabend, zwei Tage nach dem Sieg in Ferndorf (21:18),  saßen sie fast alle noch bei Ceven Klatt in Kitzingen auf der Terrasse – der neue Coach der DJK Rimpar Wölfe (3./7:3) holte seinen Einstand nach und hatte seine Mannschaft zum Grillen eingeladen. Ab Dienstag fehlte dann ein Schützling nach dem anderen im Training. "Eine Erkältung ging rum", berichtet Klatt. "Ich hatte diese Woche zwei Spieler, die nichts hatten." So schonte der 36-Jährige nicht nur Patrick Gempp (Schulter) und Benjamin Herth (Rücken), sondern auch einige andere, damit sie am Samstag gegen den HC Elbflorenz (13./5:5) möglichst zur Verfügung stehen. Wer wirklich einsatzfähig sein wird, war am Donnerstagnachmittag noch nicht abzusehen. 

    Was Dresden Rimpar voraus hat

    Im zweiten Heimspiel kommt mit den Dresdenern ein Gegner in die s.Oliver Arena, der den Rimparern – erst recht in der aktuellen Situation – vor allem eines voraus hat: "einen unheimlich breiten Kader mit mehrfacher Qualität auf allen Positionen".  18 Feldspieler, fünf mehr als die Unterfranken, haben die Sachsen in ihren Reihen, wodurch sie den Ausfall von Rückraumakteur Nils Holger Kretschmer (Meniskusriss) ohne größere Probleme kompensieren können. Besonders stark und variabel besetzt sind sie am Kreis. Als Ergänzung zu Routinier Henning Quade wurde mit Jonas Thümmler ein ehemaliger Erstligaprofi vom HC Erlangen verpflichtet, dazu kam Philip Jungemann vom Absteiger Dessau-Roßlauer HV. Zuletzt setzte die Mannschaft mit einem Unentschieden gegen den Tabellenzweiten Essen (33:33) und einem Auswärtssieg in Lübeck (24:23) zwei Ausrufezeichen.

    Apropos Absteiger: Fast wäre Elbflorenz selbst einer gewesen – nur ein Punkt rettete den Klub Ende der vergangenen Saison als Tabellen-15. vor der Drittklassigkeit. 

    Was Rimpar Dresden voraus hat

    Und apropos Kreis: Die Position, die bei den Wölfen normalerweise ebenfalls eine sichere Bank ist, gleicht aktuell eher einer Baustelle. Mit Gempp, Michael Schulz und Philipp Meyer waren zuletzt alle drei Kreisläufer – und Innenblockspieler – angeschlagen. Dass die DJK-Deckung nach fünf Spieltagen  trotzdem die gemessen an Gegentoren beste Abwehr der Liga ist, spricht für sich. Und natürlich für den zuletzt überragenden Torwart Max Brustmann, aktuell mal wieder Klassenbester. Klatt, der früher wie sein HCE-Kollege Rico Göde selbst Kreisläufer war, denkt trotz der angespannten Personalsituation nicht im Traum daran, sich selbst noch mal einzuwechseln. "Wenn wir nur noch zu fünft sind und keinen sonst mehr haben, überlege ich mir das", scherzt er. Erst mal will er lieber versuchen, "die Kräfte geschickt zu verteilen". 

    Für zwei Wölfe könnte die Samstagspartie den Eintritt in den Torschützenklub der 1000er bedeuten: Steffen Kaufmann (247 Spiele) und Julian Sauer (366 in der ersten Mannschaft) haben in ihren Karrieren bisher jeweils 995 Treffer für Rimpar erzielt. "Schön wär's, die Marke zu knacken", sagt Rechtsaußen Sauer, "aber wichtiger wäre mir, dass wir gewinnen."  


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