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    Basketball: Bundesliga

    Die Baskets halten Brekkott Chapman

    Der US-Flügelspieler unterschreibt in Würzburg einen neuen Ein-Jahres-Vertrag. Indessen zurrt die Liga die Eckdaten für die nächste Saison fest.
    Derby in Würzburg am 6. März 2020: Brekkott Chapman (links) enteilt Bambergs Christian Sengfelder.
    Derby in Würzburg am 6. März 2020: Brekkott Chapman (links) enteilt Bambergs Christian Sengfelder. Foto: Heiko Becker

    Die Freude war Denis Wucherer am späten Freitagnachmittag anzuhören, als er  telefonisch aus seinem Büro über die Weiterverpflichtung von Brekkott Chapman berichten konnte. "Hart gekämpft" habe er die letzten Wochen, um den 24-Jährigen für eine weitere Saison bei Basketball-Bundesligist s.Oliver Würzburg zu gewinnen. "Dementsprechend froh bin ich nun, dass es geklappt hat", so der 47-jährige Baskets-Cheftrainer. Auf insgesamt nur vier Spiele brachte es Chapman im Baskets-Leibchen in der abgelaufenen Spielzeit. Eine Mitte Oktober erlittene Knieverletzung hatte ihn nach nur zwei Einsätzen für fünf Monate außer Gefecht gesetzt.

    Als der 2,06 Meter große Absolvent der Weber State University Ende Februar wieder fit war, stoppte ihn nach zwei weiteren Partien der Corona-bedingte Saisonabbruch. Durchschnittlich 6,5 Punkte und 3,8 Rebounds legte der US-Flügelspieler in seiner Rookie-Saison als Profi dabei auf – und hat dabei laut Wucherer sein Potenzial bislang nur andeuten können: "Wir wissen, was Brekkott kann und hoffen, dass er die komplette Saison verletzungsfrei übersteht. Dann ist er Gold wert für uns, denn er hat eine Menge Qualität. Er will jetzt bei uns den Schritt machen, den er eigentlich schon letzte Saison machen wollte."

    Rehabilitation in der Domstadt

    Chapman hatte nahezu die komplette Rehabilitation in der Domstadt absolviert, war nur zwischendurch für seine Hochzeit zurück in die Staaten geflogen. "Das zeigt, dass er sich hier sehr wohlgefühlt hat und wir uns anständig um ihn gekümmert haben", sagt Wucherer, der derzeit zusammen mit seinem Assistent Steven Key und Team-Manager Kresimir Loncar mit Hochdruck an der Zusammensetzung der neuen Mannschaft arbeitet – unter erschwerten, finanziellen Rahmenbedingungen: "Unser Spieler-Etat steht, wir wissen jetzt, was wir ausgeben können. Vor drei Monaten hatten wir das Ziel, 50 Prozent des letztjährigen Budgets zu schaffen, das haben wir erreicht. Wir waren fleißig, haben viele Zahlen gedreht und gespart. Jetzt suchen wir die Nadeln im Heuhaufen."

    Drei  weitere Importspieler stehen noch auf der Agenda – ein Kandidat ist der noch immer in Würzburg weilende, letzte Saison nachverpflichtete Kongolese Junior Etou. Außerdem gilt Flügelspieler Florian Koch als Wunschlösung für die noch vakante deutsche Position im Team. Es wäre die dritte Spielzeit des gebürtigen Bonners für die Baskets. "Wir sind im Austausch, trainieren mehrmals die Woche zusammen. Wir hoffen sehr, dass wir das mit Flo irgendwie hinbekommen. Wir brauchen noch ein paar Jungs, um eine konkurrenzfähige Mannschaft ins Rennen schicken zu können", sagt Wucherer.

    Hoffen auf Zuschauer

    Unterdessen hat die Basketball-Bundesliga (BBL) einige Eckdaten für die Saison 2020/21 festgezurrt. Der Saisonstart wurde auf das zweite November-Wochenende terminiert, verbunden mit der Hoffnung, "von Anfang an wieder vor Zuschauern zu spielen", wie es in einer Liga-Mitteilung heißt. Am Wettbewerbsmodus ändert sich nichts: Nach 34 Spieltagen der Hauptrunde wird der Deutsche Meister 2021 unter den acht besten Teams bis Mitte Juni im gewohnten Play-off-Modus ausgespielt. Vorab soll Mitte Oktober in modifizierter Form der BBL-Pokal-Wettbewerb durchgeführt werden. "Es ist gut, dass wir durch die Entscheidung einen festen Zeitrahmen haben, mit dem wir planen können. Wir werden unsere Fans und Dauerkarten-Abonnenten so schnell wie möglich darüber informieren, wie es weitergeht", sagt Baskets-Geschäftsführer Steffen Liebler.

    Auch die Lizenz-Bedingungen hat die BBL aufgrund der Corona-Pandemie angepasst. So wird der Mindestetat von drei Millionen Euro für die kommende Spielzeit ausgesetzt, zudem müssen die Klubs statt 250 000 Euro symbolisch nur noch einen Euro positives Eigenkapital nachweisen und einen ausgeglichenen Finanzplan vorweisen - sprich eine Überschuldung verhindern. Kommende Woche wird die Liga-Leitung die Lizenzierungsentscheidungen bekanntgeben.

    Der aktuelle Kader von s.Oliver Würzburg 2020/2021:
    Felix Hoffmann (D), Nils Haßfurther (D), Joshua Obiesie (D), Jonas Weitzel (D), Cameron Hunt (USA), Tayler Persons (USA), Brekkott Chapman (USA).

    Zugänge: Tayler Persons (ZZ Leiden).

    Abgänge: Cameron Wells (Gravelines/Frankreich), Skyler Bowlin, Jordan Hulls.

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