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    Würzburg

    Geisterspiele: Wie geht es nun in der Dritten Liga weiter?

    In erster und zweiter Bundesliga wird die Saison fortgesetzt. Die Würzburger Kickers würden sich das auch in der Dritten Liga wünschen.
    Gibt es Geisterspiele auch in der Dritten Liga?
    Gibt es Geisterspiele auch in der Dritten Liga? Foto: Frank Scheuring

    In erster und zweiter Bundesliga kann die Fußballsaison mit Geisterspielen fortgesetzt werden. Von der Dritten Liga ist einstweilen noch keine Rede. Was also bedeutet die Entscheidung von Bundes- und Landesregierungen nun für die Würzburger Kickers? Zumindest ist mit dem Grünen Licht aus der Politik eine Saisonfortsetzung wahrscheinlicher geworden. Schließlich sollen die Partien in der Dritten Liga nach einem Hygienekonzept vonstatten gehen, das ganz eng an das der Bundesliga angelehnt ist. "Wir gehen davon aus, dass in diese Öffnung neben der Bundesliga und 2. Bundesliga auch unter dem Aspekt der Gleichbehandlung von Berufsfußballerinnen und -fußballern ebenso die unter dem Dach des DFB organisierten Profispielklassen der Dritten Liga und Frauen-Bundesliga sowie der DFB-Poklwettbewerb grundsätzlich eingeschlossen sind", so der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Fritz Keller in einem auf der DFB-Internetseite verbreiteten Statement.

    Die Mehrheit der Drittliga-Klubs hatte sich in einer Abstimmung mit zehn zu acht Stimmen bei zwei Enthaltungen dafür ausgesprochen weiterzumachen und auch der Deutsche Fußball-Bund wünscht sich, dass die Saison zu Ende gespielt wird. Die Kickers hatten sich frühzeitig für eine Fortführung positioniert.

    Allerdings gibt es einige Hürden. Sieben der acht Klubs, die sich gegen einen Abbruch ausgesprochen haben, haben anders als die 13 restlichen Vereine bislang nicht mit Training in Kleingruppen begonnen. Von Corona-Tests bei allen Drittliga-Akteuren ist bislang auch nichts bekannt. Zwei Wochen vor einem Re-Start soll es spätestens mit Mannschaftstraining für alle los gehen. In Jena sind aber alle Sportplätze noch bis zum 25. Mai gesperrt. Ob für den Profisport eine Ausnahme gemacht würde, dazu ist bislang nichts bekannt. In Halle und Münster äußerten Klubs und Kommunen Zweifel, ob das Geisterspiel-Konzept im Stadion umgesetzt werden könne. So sei es schwierig in den Umkleiden entsprechende Abstandsregeln einzuhalten. Deshalb müssten vor dem 2012 eingeweihten Stadion in Halle, laut Mitteilung von Klub und Stadt, Behelfsbauten entstehen, um den Auflagen zu genügen. 

    Einige Ministerpräsidenten der wollten auch eine Regelung für die Dritte Liga. "Es kann beim Fußball nicht nur um 1. und 2. Liga gehen", sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff nach der Videoschalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Klubs aus seinem Bundesland, der FC Magdeburg und der Hallesche FC, hatten sich für einen Saisonabbruch stark gemacht. "Der DFB wird gebeten, für die anderen Ligen tragfähige Zukunftskonzepte zu entwickeln", heißt es nun in dem Beschluss des Bundes und der Länder. Eine Formulierung, die weiter alles offen lässt.

    Für 25. Mai hat der DFB einen außerordentlichen Bundestag einberufen. Dort steht auch die Dritte Liga auf der Tagesordnung. Eine Fortsetzung der Saison könnte aber bereits davor beschlossen werden. Dazu würde ein Votum des DFB-Vorstands genügen. Einen Saisonabbruch aber müsste der DFB-Bundestag beschließen. 

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