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    Fussball: Bezirksebene

    Ligapokal auch auf Bezirksebene? "All das, was wir wollten!"

    Sollten die Klubs der 15 bayerischen Fußball-Bezirksligen zustimmen, wird es auch auf Bezirksebene einen Ligapokal-Wettbewerb geben. Bislang erhält die Idee viel Zuspruch.
    Geht es ab September auch für die Bezirksligen wieder weiter? Ein flexibel gestalteter Ligapokal soll den Spielbetrieb möglich machen.
    Geht es ab September auch für die Bezirksligen wieder weiter? Ein flexibel gestalteter Ligapokal soll den Spielbetrieb möglich machen. Foto: Heiko Becker

    Der nächste Schritt ist getan. Die Unter-Arbeitsgruppe „Bezirksspielklasse Herren“ der Lösungs-Arbeitsgruppe (LAG) „Spielbetrieb Liga und Pokal Erwachsene“ hat sich am Sonntag noch einmal intensiv mit der weiteren Gestaltung der aktuell aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochenen Fußball-Spielzeit in Bayern auseinandergesetzt, die – sofern durch staatliche Vorgaben erlaubt – ab dem 1. September fortgesetzt werden soll. Aus einer intensiven und zielorientierten Diskussion ist dabei ein konkreter Vorschlag entstanden, den alle LAG-Mitarbeiter befürworten und der nun in den kommenden Tagen allen bayerischen Bezirksligisten vorgestellt wird.

    Flexible Gestaltung je nach Pandemie-Verlauf

    Die Empfehlung der LAG sieht – analog der Regional-, Bayern- und Landesliga – pro Bezirksliga einen zusätzlichen Ligapokal-Wettbewerb mit Vor-, Zwischen und Finalrunde vor. Die Gestaltung soll je nach Pandemie-Verlauf möglichst flexibel sein. Der Ligapokal soll während der spielfreien Zeiten des Ligaspielbetriebs ausgetragen werden und zusätzliche sportliche Anreize bieten. In jedem Bezirk spielen die jeweiligen Ligapokal-Sieger zudem einen Bezirkssieger aus, der im Anschluss mit den sechs weiteren Bezirkssiegern in einer Relegationsrunde um insgesamt fünf direkte Aufstiegsplätze in die Landesliga kämpft. Aus der Unter-Arbeitsgruppe kam unter anderem die Anregung, ob man denn diese fünf Aufstiegsplätze noch erhöhen könne.

    "Hoher sportlicher Wert und viele Spiele"

    "Ein Ligapokal als zusätzlicher Wettbewerb ist aus meiner Sicht sehr sinnvoll. Gerade weil er für alle Vereine einen hohen sportlichen Anreiz bietet: Teams, die aktuell um den Abstieg kämpfen, haben eine weitere Chance auf den Klassenerhalt. Und Mannschaften im Tabellenmittelfeld können über diesen Weg sogar noch aufsteigen. Außerdem bleiben wir mit Blick auf die weitere Entwicklung der Pandemie flexibel“, sagte Alois Wittenzellner von der SpVgg Ruhmannsfelden (Niederbayern). Oliver Dotterweich vom FC Oberhaid (Oberfranken) ergänzte: „Das ist all das, was wir wollten! Mit dem von uns vorgeschlagenen Ligapokal-Wettbewerb ist alles abgedeckt: Ein hoher sportlicher Wert und viele Spiele. Wie der Ligapokal-Wettbewerb dann genau gestaltet wird, gilt es jetzt weiter auszuarbeiten – vorausgesetzt die Bezirksliga-Klubs sehen das wie wir und stimmen dem Vorschlag zu.“

    Neben Wittenzellner und Dotterweich waren pro Bezirk noch jeweils ein Vereinsvertreter am Lösungsvorschlag der LAG beteiligt. Aus Mittelfranken war dies Fabian Lämmermann vom FC Hersbruck, aus Unterfranken Heike Stephan (TSV Forst). Im nächsten Schritt wird der Lösungsvorschlag den Klubs der 15 bayerischen Bezirksligen präsentiert und ein Meinungsbild abgefragt. Sollte hier ein Konsens bestehen, ginge es an die Ausarbeitung der weiteren inhaltlichen und terminlichen Gestaltung des Ligapokal-Wettbewerbs.

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