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    AUGSBURG / WUNSTORF

    A400M wird bei Augsburg stationiert

    Künftig wird Lagerlechfeld bei Augsburg der zweite deutsche A400M-Standort sein. Warum sich der Fliegerhorst in Schwaben gegen mehrere Mitbewerber durchgesetzt hat, erläutert Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei einem Besuch in Wunstorf bei Hannover, wo bereits 25 der Transportflugzeuge aus dem Hause Airbus stationiert sind, so: Die Bundeswehr plant, einen Teil der Maschinen auch Partnerländern wie Tschechien und Österreich für Transporte zur Verfügung zu stellen.

    Für die Auswahl des zweiten A400M-Stützpunkts spielte also nicht nur die vorhandene Infrastruktur der in Frage kommenden Flugplätze eine Rolle, sondern auch deren geographische Lage. Schnell kristallisierte sich der Fliegerhorst Lagerlechfeld bei Augsburg als einer der Favoriten heraus. Die Entscheidung im Bundesverteidigungsministerium fiel schließlich um den Jahreswechsel. In den nächsten Jahren werden der CDU-Politikerin zufolge in Lagerlechfeld 500 zusätzliche Dienstposten geschaffen und 170 Millionen Euro in Technik und Gebäude investiert. Ab 2025 werde dann der reguläre Flugbetrieb aufgenommen.

    Die Ministerin zeigt sich überzeugt, dass sich die A400M-Geschichte nun zum Guten wendet. Denn das erste Kapitel könnte die Überschrift „Pleiten, Pech und Pannen“ tragen. 2003 erfolgte die Bestellung durch Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Spanien, die Türkei und das Großbritannien. Doch Verzögerungen bei Entwicklung und Auslieferung sorgten für Schlagzeilen, das Projekt verteuerte sich, der Stückpreis kletterte von 125 Millionen Euro auf 175 Millionen Euro – Stand 2014. Wichtige Bestandteile der geplanten Ausrüstung zeigten schon im Entwicklungsstadium ihre Tücken. Es gab Pannen und Verzögerungen. Auch heute sind noch nicht alle Systeme für den gut 45 Meter langen Transportflieger installiert.

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