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    München

    Auch für Kinder: Maskenpflicht gilt ab sechs Jahren

    Die bayerische Maskenpflicht in Läden, Bus und Bahn ab Montag soll auch für Kinder gelten. Die Staatsregierung kündigt zudem Kontrollen und bei Verstößen Bußgelder an.
    In Bayern sollen ab kommenden Montag neben Erwachsenen auch Kinder in Läden und im Nahverkehr einen Mund-Nasen-Schutz tragen.
    In Bayern sollen ab kommenden Montag neben Erwachsenen auch Kinder in Läden und im Nahverkehr einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Foto: Philipp von Ditfurth, dpa

    Die ab dem 27. April in Bayern im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften geltende Maskenpflicht soll nicht nur für Erwachsene gelten - sondern auch für Kinder ab dem siebten Lebensjahr (also ab dem sechstem Geburtstag). Dies sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Videokonferenz des Kabinetts in München.

    Ein selbst genähter Mund-Nasen-Schutz oder ein über Mund und Nase getragener Schal sei dabei ausreichend. Hochwertige medizinische Masken sollten auch weiter dem Personal in Kliniken und Pflegeeinrichtungen vorbehalten bleiben.

    Höhe der Bußgelder noch unklar

    Das Einhalten der Maskenpflicht werde kontrolliert, sagte Herrmann und kündigte Bußgelder bei Verstößen an. Wie hoch die Strafe sein könne, werde noch geklärt. Die Kontrollen könnten von der Polizei, im ÖPNV auch vom Personal der Betreiber durchgeführt werden.

    Bayerns Gesundheitsminsterin Melanie Huml (CSU) rief die Menschen in Bayern auf, ab sofort eine Maske zutragen. Dies gelte besonders für Supermärkte und in Bussen und Bahnen: "Es ist schon jetzt wichtig, sich und andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen." Das Tragen einer Maske ersetze aber nicht dir Notwendigkeit, Abstand zu halten und die Hygiene-Regeln weiter zu beachten.

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits am Montag angekündigt, mit der erweiterten Öffnung von Geschäften bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche ab 27. April dort und in Bussen und Bahnen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zwingend vorzuschreiben. Zuvor hatte sich Bayern der auf Bundesebene getroffenen Regelung angeschlossen, die das Tragen der Masken nur empfiehlt.

    Söder: Öffnung der Läden braucht stärkere Schutzmaßnahmen

    In den Läden und im Nahverkehr sei es aber nicht immer möglich, den gebotenen Sicherheitsabstand von mindestens eineinhalb Metern einzuhalten, hatte Söder zur Begründung erklärt. Deshalb müsse die Lockerung bei der Laden-Öffnungen zur Verhinderung einer erneuten unkontrollierten Ausbreitung der Infektionen mit stärkerem Schutz verbunden werden.

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