• aktualisiert:

    FRANKENBLICK

    Frankenfans: „Ende der Unterdrückung in Sicht“

    Kurz vor dem Jahreswechsel hat der Verein Henneberg-Itzgrund-Franken mit Sitz in Frankenblick (Südthüringen) das Jahr 2016 als „Wendepunkt im Umgang mit der fränkischen Identität des heutigen Südthüringen“ bezeichnet. Der Verein, der sich die Sache Frankens auf die Fahnen geschrieben hat und erst Ende August eine Unterschriftensammlung für einen Wechsel des Altkreises Sonneberg in den Freistaat Bayern startete, sieht nun „mehrere positive Signale aus (der Landeshauptstadt) Erfurt“, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

    Ministerpräsident Ramelow: Fränkischen Raum im Ganzen größer denken

    Vorsitzender Martin Truckenbrodt verweist auf eine Äußerung von Thüringens Innenminister Holger Poppenhäger (SPD), wonach man nicht im Freistaat Bayern wohnen müsse, um Franke zu sein. Ferner habe Kulturminister Benjamin Hoff (Die Linke), Kontakt zum bayerischen Kultusministerium aufgenommen mit dem Ziel, das heutige Südthüringen zusammen mit Teilen Ober- und Unterfrankens touristisch gemeinsam als eine fränkische Region zu vermarkten. Schließlich habe auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) in Aussicht gestellt, „den Fränkischen Raum im Ganzen größer zu denken“.

    Das alles werten die treuen Franken im Süden Thüringens als Anzeichen, dass man in Erfurt die Region südlich des Rennsteigs nicht mehr eindeutig von Franken abzugrenzen gedenke. „Der Zug ist ins Rollen gekommen“, freut sich Martin Truckenbrodt. „Die mit dem Mauerbau begonnene Unterdrückung der fränkischen kulturellen Identität und der sehr langen fränkischen Geschichte unserer Region zwischen Bad Salzungen und Sonneberg scheint so langsam ein Ende zu finden.“

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!