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    MÜNCHEN

    Gedränge bei den Jägern

    Jürgen Vocke

    Obwohl der frühere CSU-Landtagsabgeordnete Jürgen Vocke beim Landesjägertag am 23. März in Veitshöchheim (Lkr. Würzburg) erneut für das Amt des bayerischen Jagdpräsidenten kandidieren wird, gibt es schon jetzt einiges Gerangel um seine Nachfolge. Der Grund: Der 74-jährige Vocke aus dem oberbayerischen Landkreis Ebersberg strebt keine volle Amtszeit von vier Jahren mehr an. Er wolle noch einige Projekte zu Ende bringen und sein Amt „in absehbarer Zeit“ zur Verfügung stellen. Drei mögliche Nachfolger sind im Gespräch.

    Der oberfränkische CSU-Landtagsabgeordnete und Waldbesitzer Ludwig Freiherr von Lerchenfeld war wohl drauf und dran, schon jetzt seinen Hut in den Ring zu werfen. Mehrere Bezirks- und Kreisverbände, so sagte er auf Nachfrage, hätten ihn aufgefordert zu kandidieren. Nach einem Gespräch mit Vocke und CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer aber habe er entschieden, auf eine Kampfkandidatur zu verzichten. „Ich bin kein streitsuchender Mensch“, sagte Lerchenfeld.

    Interesse an dem Amt hat der CSU-Politiker und Eigentümer der großen Freiherr von Lerchenfeldschen Forstverwaltung Heinersreuth sehr wohl. „Ich bin in Sachen Jagd, Forst und Wald in ganz Bayern unterwegs“, sagte Lerchenfeld. Er werde antreten, sobald Vocke sein Amt zur Verfügung stellt. Allerdings muss er, wie es bei den Jägern heißt, mit einem Gegenkandidaten aus dem Verband rechnen.

    Die Frage, wer Vocke-Nachfolger wird, ist für die CSU ein brisanter Dauerbrenner, weil auch dem Chef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, Ambitionen nachgesagt werden. Ihm will die CSU keinesfalls den populären Job an der Spitze des einflussreichen Jagdverbandes überlassen. Dieses Mal wird Aiwanger nicht antreten. Für die Zukunft aber schließt er es nicht aus. Er sagte vorerst nur: „Es ist jetzt weder der Tag noch die Stunde.“ Foto: Ulrich Wagner

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