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    HÖSBACH

    Schäferhündin Rapunzel weiter auf Intensivstation

    Eine neun Jahre alte Schäferhündin namens Rapunzel ist nach einer fast halbjährigen Odyssee aus dem westlichen Unterfranken bis in die Schweiz weiterhin auf der Intensivstation des Tierspitals der Universität Zürich. „Wenn alles gut geht, kann sie vielleicht in zwei Wochen nach Hause zurückkehren“, sagte ihre Besitzerin Jasmin Ehret-Väth aus Hösbach bei Aschaffenburg am Mittwoch.

    Normalerweise würde sie das Tier selbst abholen - noch allerdings sei nichts über die Heimreise von Rapunzel vereinbart worden.

    Die behandelnden Ärzte jedenfalls sind vorsichtig optimistisch. „Akute Lebensgefahr besteht nicht mehr“, sagte ein Sprecher des Tierspitals. „Das heißt aber nicht, dass nichts mehr passieren kann.“ Der Zustand der Hündin sei nach merheren Knochenbrüchen und inneren Blutungen aber stabil: „Es geht in die richtige Richtung.“ Rapunzel erhalte weiterhin Schmerzmittel und werde nach Monaten ohne Versorgung wieder „gut gefüttert“.

    Wie groß ist der Trennungsschmerz des Tieres?

    Wegen der Schmerzmittel lasse sich noch nicht abschätzen, wie stark ein erstes Wiedersehen mit Ehret-Väth den Heilungsprozess beschleunige - wobei der Anblick des vertrauten Menschen in der Regel helfe. „Manchmal leiden Tiere aber so sehr unter dem Trennungsschmerz, dass wir den Besitzern empfehlen, sie nicht wieder zu besuchen“, hieß es im Tierspital. Nach einer Trennung von fast einem halben Jahr sei es aber absolut verständlich, wenn die Besitzer schnellstmöglich ein Wiedersehen erhofften.

    Die neun Jahre alte Hündin, die im August bei einem Termin beim Tierarzt ausgerissen war, war Ende vergangener Woche schwer verletzt am Autobahnrand nahe Zürich gefunden worden. Wahrscheinlich war sie von einem Auto erfasst worden. Dank eines implantierten Chips konnten die Halter schnell ausfindig gemacht. Zuvor hatten die Besitzer im Internet und über Anzeigen nach Rapunzel gesucht.

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