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    Lichtenfels

    Kripo Coburg ermittelt bundesweit agierende Betrügerbande

    Im Februar nahmen Beamte der Kriminalpolizei Coburg in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Coburg Ermittlungen wegen Betrugsverdachts auf. Einer Firma aus dem Landkreis Lichtenfels war mittels betrügerischer Bestellungen von Tablets durch Unbekannte ein Schaden im fünfstelligen Eurobereich entstanden. Der Firmeninhaber befürchtete nun aufgrund eines neuen, anstehenden Auftrages, erneut Opfer zu werden.

    Im Rahmen ihrer Ermittlungen stellten die Kriminalbeamten fest, dass die Täter mit dem Namen existenter und im Handelsregister eingetragener Firmen neue Webseiten erstellen und darin gefälschte Kontaktdaten und Rufnummern hinterlegen. Nach entsprechenden Bestellungen mit der missbrauchten Firmenidentität wurden die Waren, meist hochwertige Elektronikartikel, an Lagerplätze in Duisburg, Mönchengladbach und Düsseldorf geliefert und dort von Mittätern abgeholt.

    Der Betrug fällt dem Opfer laut Polizei erst auf, wenn die echte Firma eine Rechnung für die Waren erhält, die sie gar nicht bestellt hat. Dann ist die hochpreisige Ware jedoch bereits in den Händen der Bande und die Lieferanten bleiben auf ihren Rechnungen sitzen. Mindestens einer der damals noch Unbekannten war als vermeintlicher Geschäftsführer auch telefonisch in Erscheinung getreten.

    Drei tatverdächtige Rumänen festgenommen - Betrugsserie im Landkreis Lichtenfels geklärt

    In enger Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei in Düsseldorf stellten die Coburger Beamten den Verdächtigen eine Falle mittels eines Testpaketes. Bei dessen Abholung in Düsseldorf konnten die Einsatzkräfte zwei rumänische Männer festnehmen. Im Zuge der ersten Vernehmungen und Durchsuchungen folgte die Festnahme eines weiteren Landsmannes.

    Die Staatsanwaltschaft Coburg beantragte beim Amtsgericht Kronach Haftbefehle. Diese wurden von dem Haftrichter in Düsseldorf eröffnet. Anschließend erfolgte die Verlegung der Beschuldigten, im Alter von 22 bis 37 Jahren, von Nordrhein-Westfalen in bayerische Haftanstalten.

    EKO „Lagerbox“ führt umfangreiche Ermittlungen im Bundesgebiet

    Zur Bewältigung der umfangreichen Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Coburg richtete die Kriminalpolizei Coburg die Ermittlungskommission (EKO) „Lagerbox“ mit sechs Beamten ein. Die Staatsanwaltschaft Coburg ermittelte in diesem Kontext auch Straftaten aus dem übrigen Bundesgebiet.

    Die Ermittlungskommission arbeitete in den vergangenen Monaten eng mit der Kripo Düsseldorf, dem Landeskriminalamtes Hamburg und weiteren Polizeibehörden in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bremen und Hessen zusammen. Dortige Beamte führten Vernehmungen und Durchsuchungen durch.

    Weitere Tatverdächtige ermittelt - mehrere hunderttausend Euro Betrugsschaden

    Die Ermittlungen machten das Ausmaß der kriminellen Machenschaften deutlich. Zahlreiche Firmen im ganzen Bundesgebiet waren der professionell agierenden Bande teilweise mehrfach zum Opfer gefallen.

    Mit ihren Taten erbeuteten die Verdächtigen Waren im Wert von 259.000 Euro, der Warenwert bei den versuchten Betrügereien liegt bei über 200.000 Euro.

    Im Rahmen der Ermittlungen gerieten auch weitere Personen wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betruges ins Visier der Coburger Kriminalpolizei. Durch ihre Arbeit gelang es der EKO weitere Straftaten zu verhindern, sowie bereits gelieferte Beute im Wert von mehreren tausend Euro sicherzustellen.

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