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    München

    Landwirtschaftsschule in Uffenheim wird geschlossen

    Agrarministerin Kaniber will die Landwirtschaftsverwaltung in Bayern straffen und Beratung und Bildung stärker an Zukunftsthemen ausrichten.
    Straffere Führung, weniger Schulen, praxisnähere Beratung: Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) will die Landwirtschaftsverwaltung in Bayern reformieren.
    Straffere Führung, weniger Schulen, praxisnähere Beratung: Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) will die Landwirtschaftsverwaltung in Bayern reformieren. Foto: Sven Hoppe, dpa

    Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) will die Landwirtschaftsverwaltung in Bayern mehr an den tatsächlichen Bedarf anpassen. So gehört die Landwirtschaftsschule in Uffenheim (Lkr. Neustadt/Aisch) zu den fünf Schulen, bei denen der Bereich Landwirtschaft bereits in diesem Jahr geschlossen wird. Die Schule habe in den letzten zwanzig Jahren im Schnitt nur 10,5 Schüler pro Jahr gehabt, hieß es zur Begründung. Der Bereich Hauswirtschaft bleibt dagegen auch in Uffenheim bestehen.

    Nur 20 von 27 Landwirtschaftsschulen bleiben

    Mittelfristig soll die Zahl der Landwirtschaftsschulen von derzeit 27 auf 20 reduziert werden. Der Standort Schweinfurt steht jedoch nicht in Frage. Diese Reduzierung folge dem Trend, auch eine landwirtschaftliche Ausbildung zunehmend an Hochschulen zu absolvieren, erklärte Kaniber. Sehr erfolgreich sei zudem das Bildungsprogramm Landwirt (BiLa) bei den Landwirtschaftsämtern. Diese Fortbildung bleibe an allen bisherigen Standorten erhalten, verspricht Kaniber.

    Gestrafft wird jedoch die Verwaltung der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: So wird die Leitung von 30 bisher eigenständigen Ämtern in künftig 15 größeren Ämtern zusammengeführt. Alle bisherigen Standorte sollen aber als Anlaufstellen für die Landwirte erhalten werden. In Unterfranken sind davon die bisherigen Ämter in Würzburg und Kitzingen betroffen, die zum neuen Amt Kitzingen-Würzburg fusionieren.

    Die Leitung von dreißig Landwirtschaftsämter wird fusioniert

    Die neue Struktur setze durch die Einsparung einer Führungsebene Mittel frei, die in zusätzliche Beratung, Fortbildung und Information der Landwirte fließen sollen, so Kaniber. Die Beratung und Ausbildung müsse zudem stärker "an Gemeinwohl- und Zukunftsthemen ausgerichtet" werden, fordert die Ministerin. Nur so könne die gesellschaftliche Akzeptanz der Landwirtschaft in der Bevölkerung dauerhaft gestärkt werden.

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