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    CHAPEL HILL

    Studie: So stellen sich US-Amerikaner Gott vor

    Die linke Darstellung setzt sich aus Fotos zusammen, die die Studienteilnehmer am meisten für Gott hielten. Auf der Version rechts ist das Gegenteil davon zu sehen. Foto: Joshua Conrad Jackson et al

    Du vermagst nicht mein Angesicht zu sehen, denn nicht kann ein Mensch mich sehen und leben.“ Die Passage aus dem alttestamentlichen Buch Exodus verhüllt den Menschen die wahre Gestalt Gottes. Auch deshalb ist das Aussehen Gottes seit zwei Jahrtausenden immer wieder ein Thema, das die Neugier weckt.

    Der Fragestellung nach dem Gesicht Gottes widmeten sich die Wissenschaftler Joshua Conrad Jackson, Neil Hester und Kurt Gray in einer neuen Arbeit.

    Die Studie, die im Wissenschaftsmagazin „Plos One“ veröffentlicht wurde, befragte mehr als 500 US-amerikanische Christen. Ihnen wurden im Rahmen der Untersuchungen zufällig ausgewählte Gesichtspaare vorgelegt. Die Probanden mussten dann entscheiden, welches der beiden Gesichter besser zu ihren Vorstellungen eines Gottes passe.

    Junger Mann mit femininen Gesichtszügen statt alter Mann mit Bart

    Die Konstruktion der Ergebnisse am Computer führte zu einer Überraschung. Statt eines alten erfahrenen Mannes mit dichtem Bartwuchs, wie er unter anderem im weltberühmten Gemälde Michelangelos „Die Erschaffung Adams“ zu sehen ist, entschieden sich die Studienteilnehmer eher für einen jungen Mann mit femininen Gesichtszügen.

    Das Foto oben ist eine nachbearbeitete Version dessen, was die 500 Probanden der Studie für das Antlitz Gottes hielten. Foto: Joshua Conrad Jackson et al

    Wie die Forscher der University of North Carolina at Chapel Hill herausfanden, konnten hier auch Unterschiede zwischen Wählern konservativer Parteien und liberaler Parteien gezogen werden. Während die Wähler liberaler Parteien sich tendenziell für einen femininen Gott entschieden, setzten Konservative auf ältere, kaukasisch aussehende Männer mit markanten Gesichtszügen.

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