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    Los Angeles

    Was Promis während der Corona-Krise zuhause anstellen

    Henry Golding       -  „Crazy Rich”-Star Henry Golding hat sich für die Zeit während der Corona-Krise einen Hund besorgt.
    „Crazy Rich”-Star Henry Golding hat sich für die Zeit während der Corona-Krise einen Hund besorgt. Foto: Courtesy of Olivia Munn, Henry Golding and Wag!/dpa

    Wie lässt sich die Corona-Quarantäne einigermaßen aushalten? Es gebe doch nichts Besseres, als sie mit einem liebevollen Vierbeiner zu verbringen, meint zumindest „Crazy Rich”-Star Henry Golding (33).

    Seine Frau und er präsentieren sich auf Instagram stolz als neue Pflegeeltern von Hund Stella aus dem Tierheim. Denn wegen der Covid-19-Krise schließen viele Tierheime und suchen dringend Betreuer.

    So wie Golding gehen zurzeit viele Stars, die dem „Stay Home”-Aufruf der Behörden Folge leisten und sich mit ihren Kindern, Partnern oder alleine Zuhause isolieren, virtuell aus sich heraus: Fitnesstipps von Arnold Schwarzenegger, Bücherstunde mit Amy Adams, Händewaschen mit Dwayne „The Rock” Johnson, Handstand mit Jake Gyllenhaal. Schauspieler und Musiker melden sich in Sweatshirts und ungeschminkt aus den eigenen vier Wänden zu Wort.

    Reality-Star Kim Kardashian (39) hat eine Frage, mit der die vierfache Mutter während der Coronavirus-Pandemie vielen aus dem Herzen sprechen dürfte. „Was macht ihr alle, um eure Kinder zu beschäftigen?”, schrieb die Ehefrau von Sänger Kanye West auf Instagram. Ihre Familie vermeide gegenwärtig soziale Kontakte. Tipps und „lustige Ideen” seien sehr willkommen.

    In den Social-Media-Kanälen von Prominenten wird man leicht fündig. Der deutsche YouTuber und Komiker Flula Borg (38, „Pitch Perfect 2”) macht es sich in Los Angeles mit einem Weihnachtsbaum gemütlich. „Wann ist es nett und gemütlich zuhause? An Weihnachten, natürlich”, witzelt der gebürtige Erlanger in einem Instagram-Video. Im Pyjama mit Sternenmuster empfiehlt er „Merry Quistmas”, eine Wortschöpfung aus Christmas und Quarantäne.

    Mit Sport beugt Arnold Schwarzenegger dem Corona-Koller vor. „Bleibt zuhause, bleibt fit”, schärft der Ex-Terminator seinen Fans ein. Dabei stemmt er in einem Video Gewichte, radelt durchs menschenleere Santa Monica und entspannt sich - nur mit Zigarre - im Whirlpool. Doch völlig alleine ist der Hollywood-Star nicht. Fast täglich teilt er im Internet Szenen von seinen tierischen Mitbewohnern, Zwergpony Whiskey und Esel Lulu, mal beim Schach spielen, mal beim Kekse knabbern.

    Die Schauspielerinnen Jennifer Garner und Amy Adams haben seit Mitte März Dutzende prominente Freunde zum Vorlesen gewinnen können. Bei der Instagram-Aktion „SaveWithStories” griffen schon Stars wie Glenn Close, Natalie Portman, Eddie Redmayne, Jeff Bridges und Chris Pratt zu ihren Lieblingskinderbüchern und lesen vor laufender Kamera - für einen guten Zweck. Spenden gehen an Programme für Schulkinder, die auf Essen und Lernmaterial angewiesen sind, auch während die Schulen offiziell zu sind.

    Auch Country-Star Dolly Parton (74) setzt für „Goodnight with Dolly” die Lesebrille auf. Einmal pro Woche liest die Sängerin in einer Videoserie Gute-Nacht-Geschichten vor. Zudem spendet sie eine Million Dollar für ein Labor, das an einem Coronavirus-Impfstoff arbeitet.

    Musik-Größen wie Taylor Swift, Camila Cabello, Sia und Pete Wentz versuchen sich zur Fan-Unterhaltung beim Radiosender SiriusXM ausnahmsweise als DJ's. Swift machte am Freitag den Auftakt, mit Musik von Conan Gray bis Harry Styles. Sie selbst vertreibe sich die Zeit alleine mit Kochen, Lesen und Filmeschauen, erzählte sie in der Sendung. „Wir werden das zusammen überstehen”, munterte Swift ihre Fans zum Selbstisolieren und Durchhalten auf.

    Seit Mitte März strahlt Miley Cyrus täglich ihre einstündige Talkshow „Bright Minded” aus, um etwas „Licht” in die dunklen Zeiten zu bringen. Über Videolinks schaltet sie Gäste zu, plaudert mit Reese Witherspoon oder Demi Lovato und gibt Gesundheitstipps.

    Auch Hollywoods Schwergewicht Steven Spielberg appelliert an die Amerikaner, wegen der Coronavirus-Pandemie zu Hause zu bleiben - und Filme zu schauen. Zusammen mit dem „American Film Institute” startete der Oscar-Preisträger einen Movie-Club mit täglichen Empfehlungen. Sein erster Tipp: „Der Zauberer von Oz”. In dem Musical-Film mit Judy Garland von 1939 fällt der berühmte Spruch: „There's no place like home”.

    Wie wäscht man sich richtig die Hände? Zahlreiche Promis machen es in ihren Social-Media-Kanälen vor. Muskelmann Dwayne Johnson singt seiner kleinen Tochter Tiana Gia einen Song aus dem Film „Vaiana” vor, während sie sich zusammen die Hände einseifen. Mariah Carey heizt ihren Kindern Moroccan und Monroe mit Rap ein, mindestens 20 Sekunden ihre Hände zu waschen.

    In Zeiten von „sozialer Distanz” kommen Hollywood-Stars auf noch verrücktere Ideen. So ließ sich jetzt Jake Gyllenhaal auf die „Handstand-Challenge” ein, zu der ihn „Spider-Man”-Star Tom Holland herausgefordert hatte. Zum Beweis postete er ein Video: Mit nacktem Oberkörper balanciert Gyllenhaal kopfüber auf einer Hand, dabei muss er sich ein T-Shirt anziehen. Und gleich schlägt er die Brücke zur Coronavirus-Krise. Auf dem Shirt prangt das Logo eines New Yorker Restaurants, das nun schließen musste. „Vergesst nicht, eure örtlichen Geschäfte zu unterstützen”, mahnt der Schauspieler.

    Von Barbara Munker, dpa

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