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    Wie eine 25-Jährige täglich Unternehmens-Ideen jongliert

    Karriere mit 25 Jahren? Wir zeigen folgend, wie das funktioniert. Foto: undrey (iStockphoto)

    Da ist sie, die Idee! Endlich! Gerade noch im Kopf, wenige Minuten später schon auf dem Papier. Das wird revolutionär – vorausgesetzt, die Idee landet an der richtigen Stelle. Jeder von uns kennt das aus dem Arbeitsalltag, oft versanden Ideen oder werden im Job nicht umgesetzt. Das macht mürbe, einem geht förmlich die Luft für Neues aus.

    Kristina Neuser greift hier ein. Sie schafft diesen fruchtbaren Boden für frische Ideen als Fachreferentin für Innovationsmanagement bei der Sparkasse Mainfranken Würzburg. Als gelernte Bankkauffrau hat sie mit ihren 25 Jahren eine beeindruckende Karriere hingelegt und arbeitet an einer der interessantesten Schnittstellen unserer Zeit.

    Eine interaktive und zeitgemäße Plattform für Mitarbeiter-Ideen

    Kristina Neuser arbeitet als Fachreferentin für Innovationsmanagement. Foto: Alfred Stolz

    „Ich habe absolut das Gefühl, an einer gestaltenden Position zu sitzen. Da ist ein hoher Anteil an kreativen und konzeptionellen Tätigkeiten enthalten“, sagt Kristina Neuser. Als Innovationsmanagerin arbeitet sie unter anderem mit einer Plattform, mit der Kolleginnen und Kollegen Ihre Ideen veröffentlichen können. Im Anschluss stehen sie zu Bewertung frei und können weiterentwickelt werden. Neuser nennt das „innovatives, betriebliches Vorschlagswesen.“ Um etwas zu etablieren, braucht es Transparenz und auch die kreative Leistung vieler.

    Die 25-Jährige betreut eine Idee vom Entstehen bis zur Umsetzung. Ist eine Idee gut genug und umgesetzt, „geht sie in die Linie über“. Das ist dann der Zeitpunkt, ab dem alles läuft. Um Karriere zu machen und an den Posten der Innovationsmanagerin zu kommen, zeigte Neuser Einsatzbereitschaft. Sie wollte „keine ausführende Tätigkeit, die ein klares Muster vorgibt, sondern eigene Gedanken und Ideen mit einfließen lassen“.

    Fünf Fähigkeiten, um im Job Karriere zu machen:

    • Erfahrungen sammeln
    • An Vorbildern orientieren
    • Einen Willen für die Karriere entwickeln
    • Gezielt netzwerken, um die Karriere voranzutreiben
    • Konkrete Ziele setzen

    Wie Kristina Neuser ist auch Heiko Därr gelernter Bankkaufmann. Heute bekleidet er als Sparkassen-Gebietsdirektor Kitzingen-Ochsenfurt eine Führungsrolle mit Personalverantwortung. Auch er hat jung Karriere gemacht, damalige Führungskräfte erkannten sein Potential und hatten Vertrauen in den Unterfranken, der mit 23 Jahren seine erste Filiale übernahm. Sieben Jahre später landete er als Führungskraft im Beratungscenter Wiesentheid. „Das war schon auch cool, wie einen erfahrene Kollegen da unterstützt haben. Die haben dann zu mir gesagt: ‚Komm her Bu, schau dir das mal an.‘“

    Heiko Därr ist seit weit über einem Jahrzehnt Führungskraft bei der Sparkasse Mainfranken Würzburg.

    Seinen Karrierepfad beschritt Därr in einem klassischeren Umfeld, immer nah am Kunden. 2016 übernahm er die Leitung der Gebietsdirektion Kitzingen „Der größte Knackpunkt für mich, Gebietsdirektor zu werden, war die Befürchtung hatte, den Kontakt zum Kunden zu verlieren. Letztendlich war es aber nicht so. Durch Öffentlichkeitstermine und viele Gespräche komme ich immer wieder mit Kunden und Menschen zusammen.“ Als langjährige Führungskraft weiß er: „Man hat breit aufgestellte Potentialträger und man hat Kollegen, denen einzelne Bereiche mehr liegen. Unser Bildungssystem neigt leider dazu, dass Leute daran arbeiten, was ihnen am schwersten fällt. Das ist das Prinzip Nachhilfe.“ Daher sei es wichtig, gute Leute ganz gezielt weiterzuentwickeln.

    Arbeitgeber bietet einen individuellen dualen Studiengang für ihre Karriere

    Um motivierte Mitarbeiter weiterzubilden und neue Stellen wie die der Innovationsmanagerin zu schaffen, bot Neusers Arbeitgeber die Möglichkeit, ein Studium mit umfangreichen Praxisphasen im Unternehmen zu verbinden. An der FH Würzburg studierte die damalige Bankberaterin in einem individuellen dualen Betriebswirtschafts-Studiengang. Der Vorteil: Geld verdienen während des Studiums. Gearbeitet wurde in den Semesterferien und während des Praxissemesters. Zu diesem Zeitpunkt hatte die gelernte Bankkaufrau bereits die Möglichkeit, zu entscheiden, wo sie mitarbeiten möchte.

    Kristina Neuser hat einen geradlinigen Karrierepfad beschritten und ist derzeit „sehr zufrieden“ mit ihrer Position: „Das Beste an meiner Arbeit ist, dass sie nicht jeden Tag dieselbe ist. Es ist sehr facettenreich, was Themen und Aufgaben angeht. Und vor allem die Möglichkeit, seine eigenen Ideen mit einfließen zu lassen und diese umzusetzen.“ Hier ist Neuser auch Teil eines Projekts namens „mobiles Arbeiten“, sprich das flexible Arbeiten von verschiedenen Orten, unter anderem von zu Hause.

    Für Neulinge in ihrem fachlichen Umfeld hat die 25-Jährige einen Tipp: „Machen, was einem gerade Spaß macht und wo man sich ausleben kann. Gerade, weil man wohl die nächsten 45 Jahre nicht denselben Job ausführen wird. Man sollte jeden Tag mit einem Spaß auf die Arbeit gehen.“ Auch für Heiko Därr ist Freude eine zentrale Botschaft:  „Man muss Spaß haben, mit Menschen umzugehen. Und man muss gucken, wie man Kunden begeistert. Alles andere ergibt sich aus meiner Sicht im Laufe der Zeit.“

    Wichtig für die Karriere: Wenn der Arbeitgeber die eigene Motivation anerkennt

    Die Stelle im Vorstandsstab der Sparkasse als Fachreferentin für Innovationsmanagement sieht Neuser als bedeutenden Punkt ihres Karrierepfades. Ihre wichtigste Fähigkeit im Job sei die Selbstmotivation. Die erkennt ihr Arbeitgeber an und ermöglicht der betrieblichen Nachwuchshoffnung neue Sprungbretter. „Wichtig bei einem Arbeitgeber ist für mich eine Form der Anerkennung. Denn erhaltene Anerkennung motiviert für die nächsten Projekte. Es gibt verschiedene Formen davon. Dabei ist das Geld eine von Vielen.“

    Es geht um individuelle Chancen und um einen Vertrauensvorschuss von Seiten des Arbeitgebers, bilanziert Därr. „Bei mir kriegen auch Leute eine Chance, zu denen andere sagen würden, was soll man denn mit denen anfangen.“ Das empfinde er auch als riesigen Vorteil: „Wenn man mal eine Durststrecke hat, sagt hier keiner nach drei Monaten, dass das nix mehr wird. Jeder erhält seine Chance, sich zu entwickeln.“

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