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    EHERING

    Der perfekte Ehering: Welcher Ring passt zu uns?

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    Beim Ehering haben Brautpaare viele Möglichkeiten: Gold, Platin, Titan, mit Stein oder ohne. Foto: Vasyl Dolmatov (iStockphoto)

    Er hat kein Anfang und kein Ende, deswegen steht der Ring für die Ewigkeit. Trauringe sind schon seit der Antike ein Symbol für die Verbindung von Braut und Bräutigam. Und da sie bestenfalls getragen werden „bis dass der Tod Sie scheidet“, sollten Sie diese gut auswählen. Wir geben Ihnen eine Hilfestellung, wie Sie die für Sie passenden Eheringe finden - und lange Freude daran haben.

    • Wie trägt man den Verlobungsring? In Deutschland wird der Verlobungsring bis zur Hochzeit am Ringfinger der linken Hand getragen. Sie symbolisiert den direkten Weg zum Herzen der Angebeteten. Nach der Hochzeit wechselt der Verlobungsring die Seite und wird am rechten Ringfinger vor den Ehering gesteckt.
    • Auf welcher Seite wird der Ehering getragen? Generell wird der Ehering am Ringfinger getragen. Doch an welcher Hand? Dafür gibt es keine einheitliche Regel. In den meisten Ländern wird der Ehering an der linken Hand getragen.
    • Warum trägt man den Ehering in Deutschland rechts? Antworten darauf gibt es viele. Vor allem in Deutschland und Österreich wird der Ehering traditionell an der rechten Hand getragen. Beispielsweise besagt ein Zitat aus der Bibel, dass die rechte Seite für das Gute stehe. Andere vermuten, es liegt an der Begrüßung, für die man die rechte Hand reicht.

    Genug Zeit einplanen

    Der Ringkauf sollte ziemlich weit oben auf der Hochzeits-Checkliste stehen, denn es bedarf viel Zeit und Geduld die perfekten Eheringe zu finden. Ein übereilter Kauf ist nicht zu empfehlen, schließlich sollen am Ende beide Partner mit den Trauringen zufrieden sein. Manche Brautpaare machen aus dem „Ringe shoppen“ ein emotionales Erlebnis und schmieden sich ihre Trauringe selbst. Mit Handarbeit und Schweiß selbstgemacht, wird das Liebessymbol noch einzigartiger.

    Egal ob selbst handgefertigt oder gekauft, laut Maximilian Süssenguth, Inhaber der Goldschmiede Süssenguth in Würzburg, ist „eines der wichtigsten Dinge, dass man ein Material aussucht, welches im Nachhinein noch änderbar ist“. Deshalb spielt auch die Dicke der Trauringe eine wichtige Rolle. „Zum Ende sollen die Trauringe noch die ausreichende Stärke haben, ohne dass diese sich verbiegen“, meint Süssenguth.

    Diese Materialien halten besonders lange

    Die gängigen Materialien Gold, Platin und Palladium eignen sich sehr gut für dauerhaft getragene Eheringe. Silber lässt sich zwar auch abändern, ist allerdings ein sehr weiches Material und daher für Trauringe nicht empfehlenswert. „Bei einem Ring der 50 Jahre getragen werden soll, ist Silber eine Katastrophe“, so Süssenguth.

    Bei der Materialauswahl sollte immer daran gedacht werden, dass ein Ring im Laufe der Jahre etlichen Strapazen ausgesetzt wird. Ein weiches Metall wie Silber sieht schneller abgenutzt aus als beispielsweise Platin. „Viele Brautpaare, die allerdings ein kleineres Budget zur Verfügung haben, weichen zuerst auf Silber aus und lassen sich dann später hochwertigere Eheringe anfertigen.“

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    Wenn die Eheringe jeden Tag getragen werden, eignen sich besonders Gold, Platin und Palladium als Materialien. Foto: Halfpoint (iStockphoto)

    Eheringe aus Gold

    Für die Herstellung von Trauringen wird kein reines Gold verwendet, da das Material viel zu weich ist. Im Normalfall werden Legierungen verarbeitet. Die Punzierung im Ring zeigt den tatsächlichen Goldanteil an. Steht im Ring beispielsweise die Zahl 585, handelt es sich um Gold 585 und hat einen Goldgehalt von 58,5 Prozent. Je nach Legierung ist der Trauring mehr oder weniger für Tragespuren anfällig.

    • Eheringe aus Gelbgold: Gelbgold ist der Klassiker unter den Materialien für Trauringe. Seine satte Farbe und die Bedeutung von Wohlstand machen es so beliebt. Trauringe aus Gelbgold sind klassisch und zeitlos. Der warme Goldton kommt am besten bei dunkleren und oliven Hauttönen zur Geltung.
    • Eheringe aus Weißgold oder Graugold: Wird Gelbgold mit Palladium oder Silber gemischt, entsteht Weißgold oder Graugold. Eine Extrabeschichtung mit Rhodium macht aus Weißgold ein Hellweiß. Die Rhodiumbeschichtung kann nach längerem Tragen immer mehr verschwinden, aber auch problemlos erneuert werden. Trauringe in diesen Farbtönen wirken moderner und bringen Brillanten zum Strahlen. Sie passen vor allem zu helleren Hauttypen.
    • Eheringe aus Roségold und Rotgold: Feingold mit Kupfer und Palladium oder Silber lassen Legierungen mit roséfarbenem oder rötlichem Ton entstehen. Derzeit sind vor allem Eheringe in dieser Farbgebung angesagt. Je höher der Kupferanteil in der Legierung ist, desto rötlicher werden die Trauringe. Wenn Sie warme Farben bevorzugen und trotzdem einen modernen Ring tragen wollen, werden Sie mit Ringen in Roségold oder Rotgold glücklich.
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      Ringe in Roségold kommen vor allem bei modernen Brautpaaren sehr gut an. Foto: Vadven (iStockphoto)

    Eheringe aus Platin

    Das seltene und besonders kostbare Edelmetall ist die richtige Wahl, wenn Sie viel Wert auf die Haltbarkeit der Trauringe legen. Platin ist enorm widerstandsfähig und abriebbeständig. Die weißliche Farbe strahlt ein Leben lang wie am ersten Tag. Für Allergiker und Menschen mit reizbarer Haut eignet sich vor allem das Platin 950. Das 95-prozentige Platin ist aufgrund seiner Reinheit für Allergiker geeignet und sehr hautfreundlich.

    Der einzige Nachteil ist das Gewicht. Trauringe aus Platin sind schwerer als Ringe aus anderen Materialien. Sie sind für die Ewigkeit gemacht und damit ein passendes Symbol für die Ehe.

    Eheringe aus Palladium

    Palladium ist eine kostengünstigere Alternative zu Platin. Die Legierung Palladium 950 hat ähnliche Eigenschaften wie Platin, aber ist deutlich leichter. Ein weiterer Unterschied ist die Farbe: Palladium ist nicht so hell. Der silbergraue Ton passt aber wie Platin auch sehr gut zu heller Haut. Sollte Platin Ihre Hochzeitskasse sprengen, können Sie ohne Bedenken auf Palladium ausweichen.

    Eheringe aus Titan

    Trauringe aus Titan zeichnen sich durch ihr sehr geringes Gewicht und Korrosionsbeständigkeit aus. Das Material ist zudem hautfreundlich und temperaturbeständig. Der anthrazitfarbene Ton mit weißgräulichem Schimmer schmeichelt vor allem hellen Hauttypen.

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    Eheringe aus Platin, Palladium und Titan passen besonders gut zu helleren Hauttönen Foto: Drew Coffman | Unsplash

    Eheringe aus Edelstahl

    Der eher unromantische Edelstahl kann mehr als nur robust sein. Es gibt durchaus Modelle, welche nicht klobig wirken. In Kombination mit anderen Materialien, wie zum Beispiel einem Brillanten oder Gold, wirkt ein Ring aus Edelstahl gleich viel eleganter. Trauringe aus Edelstahl schonen zudem den Geldbeutel und halten im alltäglichen Leben sehr viel aus.

    Eheringe aus Carbon

    Trauringe aus Carbon sind perfekt für Brautpaare, die auf Extravaganz stehen und Schwarz lieben. Der Carbon-Ehering ist durch seine tiefschwarze Farbe auffällig und wirkt stylisch. Carbon ist enorm stabil sowie fest, gleichzeitig besonders leicht und fühlt sich samtig auf der Haut an. Wenn der Trauring nicht komplett in schwarz sein soll, kann das Material auch in geringen Teilen eingearbeitet werden. Für einen extravaganten Look sorgt beispielsweise ein dünner Carbon-Streifen im Ring.

    5 Tipps, auf was Sie beim Kauf Ihrer Eheringe achten sollten

    1. Tragen Sie ihren Ring Probe, nur so können Sie sicher gehen, dass er sich für Sie gut anfühlt und nicht zu schwer ist.

    2. Wenn Sie Ihren Ehering mattieren lassen, machen sich Tragespuren nicht so schnell bemerkbar. Es gibt verschiedene Auswahlmöglichkeiten der Oberflächenstruktur, die sich in der Intensität und Richtung der Mattierung unterscheiden.

    3. Wichtig ist, dass der Ring zu ihrem restlichen Schmuck passt. Denken Sie daran, dass Sie ihren Ring viele Jahre am Finger tragen werden. Bei sehr ausgefallenen Modellen ist die Gefahr größer, dass Ihnen der Ehering in ein paar Jahren nicht mehr gefällt. Vor allem wenn Sie generell eher weniger Schmuck tragen, ist ein schlichter, zeitloser Trauring eine gute Wahl.

    4. Braut und Bräutigam müssen nicht zwingend die gleiche Farbe wählen. Gleiche Struktur und Form zeigen deutlich, dass die Trauringe zusammen gehören. 

    5. Lassen Sie sich von einem erfahrenen Juwelier beraten. Mit ihm zusammen finden Sie auch die perfekte Ringgröße!

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