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    Würzburg

    Crossover war gestern: Jubel für das Janoska Ensemble

    Ganz großes Kino: Das Quartett riss mit seiner ganz eigenen Verschmelzung unterschiedlichster Musikstile das Publikum bei den Würzburger Meisterkonzerten von den Stühlen.
    Vier Erzmusiker, die verschiedene Musikwelten zu einer neuen verschmelzen: das Janoska Ensemble Foto: Andreas Bitesnich

    Was macht einen gelungenen Konzertabend aus? Zum einen natürlich ausgezeichnete Musiker mit professionellem Auftreten. Dann eine gelungene Programm-Komposition, ein angenehmes Ambiente, ein Publikum, das sich mitnehmen lässt. Manches könnte einem da noch durch den Kopf gehen, aber bei einem Auftritt des Janoska Ensembles kann man sich einfach bequem zurücklehnen und alles Genannte in Perfektion genießen.

    Die vier Herren – drei Brüder aus Bratislava und ein Schwager aus Konstanz – waren im Rahmen der Meisterkonzerte in der Hochschule für Musik Würzburg zu Gast. Was das Publikum zu hören bekam, lässt sich tatsächlich nur mit Superlativen beschreiben. "Cross Over war gestern – heute ist Janoska Style!", so die Devise von Ondrej und Roman Jánoška, Violinen, František Jánoška am Klavier, und Julius Darvas am Kontrabass.

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    Jeder für sich ein Virtuose, bietet das Quartett mal ein furioses Feuerwerk, gespeist aus diversen Quellen von Barock bis Pop, mal ein Mosaik aus Jazz, Edelschnulze, Eigenkomposition oder ganz großem Kino. Mozarts Figaro-Ouvertüre sprudelt durch den Saal, begibt sich auf improvisatorische Seitenwege, ohne dass die Zuhörer so recht merkten, wo der Übergang eigentlich passiert ist. Bravorufe bereits nach dem ersten Stück, Jubelpfiffe nach weiteren, das Publikum ist hin- und mitgerissen.

    Man wähnt sich in mondbeschienener Traumkulisse

    Tschaikowsky und Bach schmelzen in erlesener Gediegenheit dahin, man wähnt sich in mondbeschienener Traumkulisse, spürt musikalische Liebeserklärungen – beim Pop-Konzert würden jetzt die Feuerzeuge geschwenkt. Das Janoska Ensemble reizt Grenzen aus, egal ob František Jánoška seine Kunst lustvoll und rauschhaft, aber scheinbar locker und mühelos und in spektakulärer Tastenlöwen-Manier austobt, ob die Geiger Ondrej und Roman Jánoška ihre Körper in zwillingshafter Parallelität wiegen und jede Verzögerung auskosten, oder ob Julius Darvas‘ Finger wie die Flügel einer wild gewordenen Hummel über die Saiten des Kontrabasses schwirren und die Glitzerschuhe dazu funkeln.

    Doch immer bleibt das Spiel dieser wahren Musik-Artisten im Rahmen besten Geschmacks und feiner Seriosität. Der Kontakt zum Publikum ist schnell geknüpft, wird aber nie anbiedernd. Die Freude am Musizieren, ja, sie ist deutlich zu spüren, und da darf man sich auf der Bühne auch mal abklatschen! Die Zuhörer lassen sich begeistern von vier Erzmusikern und deren Fähigkeit, Musikwelten zu einer neuen zu verschmelzen.

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