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    Würzburg

    Disco-Feeling für ABBA-Fans

    Es sind zwar „olle Kamellen“, aber auch nach über 30 Jahren haben sie ihre euphorisierende Wirkung nicht verloren! Die Songs der legendären Popgruppe aus Schweden werden von den etwa 650 Fans im Congress Centrum frenetisch bejubelt: „ABBA GOLD – die Concert Show“ präsentiert in zwei Stunden die musikalischen Highlights einer zehnjährigen Erfolgskarriere- couragiert, authentisch, publikumsnah.

    Auch eigene Zwischentöne der Sängerinnen

    Die Bühnenpräsens entspricht den klassischen Vorbild: Rechts Björn mit Gitarre, der auch mit einigen Soli aufhorchen lässt, links Benny mit nimmermüder Akkordarbeit am elektrischen Klavier, in der Mitte tummeln sich Agnetha und Anni-Frid, tänzerisch gut, stimmlich ausgezeichnet. Bass und Schlagzeug unterstützen das Quartett, das den Originalton oft identisch trifft, sich aber vor eigens eingestreuten Zwischentönen nicht scheut.

    Die anfängliche Zurückhaltung des Publikums wischt Benny, der wuselige Animateur, mit ein paar lockeren Sprüchen weg und schon wandelt sich der Saal in eine überdimensionale Hüpfburg. Wiegende Arme, strahlende Handys, rhythmisch mitgehende Hüften – die ABBA-Familie feiert mit ihren Idolen und stimmt hin und wieder in die Refrains der geliebten Ohrwürmer ein.

    Ganz textsicher erweist sich die altersmäßig ziemlich unterschiedliche Schar beim Song vom alten Freiheitskämpfer, wenn ein inniges „Fernando“ den Raum füllt. Die Hitparaden-Renner von „I do, I do, I do, I do, I do“ über „Ring, Ring“ zu „Honey, Honey“ und „Money, Money“ halten die Begeisterung hoch, „Super Trouper“ leuchtet grell und bei „SOS“ brauchen die versierten Musiker keine Hilfe.

    Disco-Stimmung war garantiert

    Gestalterische Klasse beweist das Ensemble auch bei einigen B-Seiten-Songs: „Eagle“ schwebt eindrucksvoll melodiös durch den Saal, schelmisch frivol fällt „When I Kissed the Teacher“ aus.
    In den letzten 20 Minuten drücken die Vier nochmals kräftig aufs Gas. „Gimmi,Gimmi“, der atemlose Ruf nach männlicher „Obhut“ nach Mitternacht, heizt die Stimmung nochmals an, „Dancing Queen“ treibt den Tanzenden Schweiß auf die Stirn und „Fire“ macht das Disco-Feeling perfekt.

    Und wie muss ein ABBA-Abend enden?  Natürlich mit dem Song, mit dem die Band 1972 den Weg zu ihrem traumhaften Aufstieg geebnet hat, mit einem fetzigen, mitreißenden „Waterloo“! Lautstarker, lang anhaltender Applaus ist der Gruppe gewiss.

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