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    WÜRZBURG

    Festival-Premiere in Würzburg

    Heinz Rudolf Kunze
    Prominenter Gast bei den Würzburger„Songs an einem Sommerabend“: Heinz Rudolf Kunze Foto: Rolf Vennenbernd, dpa

    Der Würzburger Kultursommer wird in diesem Jahr um ein weiteres Festival bereichert. „Songs an einem Sommerabend“ kehrt nach einem einjährigen Abstecher nach Südtirol wieder nach Franken zurück. Allerdings wechselt es seinen Standort vom oberfränkischen Kloster Banz, wo es bis 2016 stattfand, ins Würzburger Exerzitienhaus Himmelspforten. Im dortigen Park treten am 29. und 30. Juni bekannte Liedermacher auf. Konzertbeginn wird jeweils um 19 Uhr sein.

    Organisiert wird das Liedermacher-Festival seit den 1980er-Jahren vom Würzburger Ado Schlier. Dass es nun von Banz nach Würzburg wechselt, erklärt Schlier damit, dass dort „die Kosten explodiert“ seien. Im Übrigen sei in Banz, wo an den zwei Konzerttagen jeweils 4000 Besucher kamen, alles eine Nummer zu groß geworden.

    Knapp 2000 Plätze stehen im Park von Himmelspforten zur Verfügung, der erstmals für ein Open Air dieser Größenordnung genutzt wird. Der intimere Rahmen trage sicher dazu bei, dass sich die Zuhörer besser auf die anspruchsvollen Songtexte der auftretenden Interpreten einlassen können, glaubt Schlier. „Songs, die Brücken bauen - Lieder gegen Hass, Diskriminierung und Ausgrenzung“ steht als Motto über der Veranstaltung.

    Auf dem Programm stehen an beiden Abenden hochkarätige Künstler: Heinz-Rudolf Kunze ist wohl der vielseitigste unter den singenden deutschen Poeten. Er startete seine Karriere 1980 in Würzburg als er Preisträger bei einem Pop-Nachwuchsfestival wurde.

    Der Klarinettist Giora Feidman ist der große alte Herr des Klezmer und ein lebendiges Stück Musikgeschichte.

    Auch die Berliner Sängerin und Schauspielerin Sharon Brauner hat sich mit ihrer Band der jüdischen Musik verschrieben.

    Manfred Maurenbrecher, der Geschichtenerzähler am Klavier, und der Multiinstrumentalist Richard Wester spielen bereits seit 1989 immer wieder mal zusammen.

    In Portugal, der Heimat des Fado, ist die junge Sängerin Carminho inzwischen mehr als nur ein Geheimtipp.

    Der Südtiroler Dominik Plangger widmet sich Themen aus Gesellschaft, Politik oder dem alltäglichen Leben.

    Last but not least steht Carolin No auf der Bühne ein Duo auf dem Programm – ein Heimspiel für Caro und Andreas Obieglo.

    Außerdem treten bei den „Songs“ die Gewinner des „Walther-von-der-Weide-Preises“ für Liedermacher 2018 auf. Eine Jury wählte dafür den jungen Berliner Liedermacher Tobias Thiele sowie das multiinstrumentale Duo Milou & Flint aus. Thiele wird beim Freitagskonzert spielen, Milou & Flint treten am Samstagabend auf.

    Weil das Konzert für eine Rundfunkaufnahme aufgezeichnet wird, treten alle anderen Künstler an beiden Abenden auf, um Alternativen für die Aufnahme zu haben.

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