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    Würzburg

    Großartige Filmmusik von John Williams und Hans Zimmer im CCW

    Im Würzburger Congress Centrum erklangen Töne aus Hollywood: Das "New Vision Symphony Orchestra" präsentierte Musik aus Blockbustern.
    750 Besucher kamen ins Congress Centrum Würzburg um "Hollywood's Greatest Hits – Die größten Filmhits von John Williams und Hans Zimmer" zu hören. Foto: Thomas Obermeier

    John Williams und Hans Zimmer, im Genre Filmmusik oscargeadelt und grammyverwöhnt, haben sich mit ihren eindrucksvollen, majestätischen und sensiblen Kompositionen weltweit einen großen Namen erarbeitet. Um den Anspruch dieser Werke gerecht zu werden, sind vom Orchester Einfühlungsvermögen und hohes instrumentales Können gefordert. Das "New Vision Symphony Orchestra" präsentierte am Montag im Würzburger Congress Centrum "Hollywood's Greatest Hits: Die größten Filmhits von John Williams und Hans Zimmer" und wurde in dem gut zweistündigen Konzert den musikalischen Intentionen der beiden Komponisten absolut gerecht.

    Der Klangkörper, eine Kooperation der Bukarester Nationaloper mit dem Bukarester Nationalen Operettentheater, bildet eine homogene, disziplinierte Einheit mit hoher Achtsamkeit auf die Leitfigur: Maestro Tiberiu Oprea führt das 50-köpfige Orchester mit lebhafter, bestimmender Gestik. Mit weit ausholenden Armen nimmt er seine Instrumentalisten schwungvoll mit, forciert kräftige Bläser und lebhaftes Schlagwerk. Den mal rasanten, mal behutsamen Streichern überlässt er weiten Raum zur Entfaltung.

    Als zweiter Protagonist belebt Bill Mockridge den Ablauf der Melodien-Gala. Bekannt ist er den "Lindenstraßen"-Fans als Erich Schiller, der in 1258 Folgen Freud und Leid mit Mutter Beimer geteilt hat. Der 72-jährige Moderator gibt charmant plaudernd Hintergründe zur Arbeit der Tondichter preis, erinnert kurz an die filmischen Inhalte und stimmt mit spürbarer Emotion auf die ausgewählten Kompositionen ein.

    750 Besucher sind begeistert

    Filmmusik, sagt Mockridge, höre man nicht, sondern man erlebe sie – und bekommt gleich mit dem Auftaktstück recht. Beim "Main Theme" und dem "Imperial March" aus dem "Krieg der Sterne" geht das Orchester sofort in die Vollen und stößt "die emotionale Tür in eine andere Welt" auf. Der symphonischen Reise durch das Weltall, mit üppigen Klangbildern versehen, folgt, von melancholischem Trompetensound geprägt und beruhigenden Streichern getragen, die Tragik des Vietnam-Dramas "Geboren am 4. Juli".

    Das "Flying Theme" aus "E.T." kommt scherzhaft beschwingt daher. Geradezu berauschend wirkt das magische "Harry-Potter-Thema". Mit Riesenapplaus der 750 Besucher werden Zimmers mitreißendes "The Dark Knight"-Medley sowie die kernigen Seeräuber-Attacken und der "Piraten-Rock" aus "Fluch der Karibik" belohnt.

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