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    WÜRZBURG

    Marie Jacquot geht, Gábor Hontvári wird ihr Nachfolger

    Gábor Hontvári, neuer Erster Kapellmeister am Mainfranken Theater Würzburg Foto: Andreas Pöcking

    Nach drei Spielzeiten verlässt Marie Jacquot das Mainfranken Theater Würzburg. Die Erste Kapellmeisterin wechselt in gleicher Position an die Deutsche Oper am Rhein, so eine Pressemitteilung des Theaters. Ihr Nachfolger auch in der Funktion des stellvertretenden Generalmusikdirektors wird zur Saison 19/20 der junge Ungar Gábor Hontvári, Jahrgang 1993.

    Gábor Hontvári habe sich im Auswahlverfahren gegen mehr als 130 Mitbewerber durchgesetzt, so die Mitteilung weiter. Die Französin Marie Jacquot habe unter anderem mit der musikalischen Leitung von Produktionen wie „Idomeneo“, „Nabucco“, dem „Barbier von Sevilla“ oder zuletzt der „Schönen Helena“ künstlerische Akzente gesetzt.

    Intendant Markus Trabusch: „Nach drei wunderbaren Jahren der Zusammenarbeit, in denen Marie Jacquot zahlreiche erfolgreiche Musiktheaterproduktionen und Konzertformate für Würzburg mitgestaltet hat und – so etwa bei den bevorstehenden Premieren von „King Arthur“ und „Hänsel und Gretel“ – noch mitgestalten wird, wünschen wir ihr für ihren großartigen Karriereschritt an den Rhein alles Gute.“ Gábor Hontvári ist Absolvent der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und Stipendiat des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats. 2015 gewann er den Dirigierwettbewerb der mitteldeutschen Musikhochschulen. Anfang 2019 gewann der 25-Jährige den zweiten Preis und den Publikumspreis beim Wettbewerb „Campus Dirigieren“ in Nürnberg.

    Hontvári war mehrfach als Dirigent an die Staatsoperette Dresden eingeladen. 2017 ging er mit der Bayerischen Kammerphilharmonie auf Tournee durch Südkorea. Er stand zudem am Pult ungarischer Klangkörper wie dem Philharmonischen Orchester Györ oder Concerto Budapest. Mit Gábor Hontvári habe man erneut ein herausragendes Talent nach Würzburg verpflichten können, das sich bereits am Pult und in verschiedenen Wettbewerben bewiesen habe, so Trabusch. „Das Mainfranken Theater zeigt mit diesem Stabwechsel einmal mehr, dass es als städtisches Haus von mittlerer Größe seiner Funktion gerecht wird, eine Talentschmiede und ein Sprungbrett für Ausnahmekünstler zu sein.“

    Ein Interview mit Marie Jacquot erscheint in der kommenden Woche.

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