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    Würzburg

    Mozartfest: Leidenschaft und hinreißende Anmut aus Finnland

    Der Dirigent Sakari Oramo, hier bei einem Auftritt mit dem BBC Symphony Orchestra beim Kissinger Sommer 2015. Foto: Romana Kochanowski

    Flammen der Begeisterung von allen Seiten erfüllten am Pfingstsonntag den Kaisersaal: Von der Bühne versprühten Klangzauberer Sakari Oramo und sein Ostrobothnian Chamber Orchestra Funken von Leidenschaft, Musizierlust und hinreißender Anmut. Aus dem Publikum kamen Beifallsstürme zurück: Mit einem Programm, das das gesamte emotionale Spektrum wiedergab, in dem man üblicherweise auch den Charakter eines Wolfgang Amadé Mozart zu fassen sucht, schlugen die Finnen den Bogen vom 18. zum 20. Jahrhundert.

    Das gelang mit Werken, die sich zwar sehr unterschiedlicher musikalischer Ausdrucksweisen bedienen, von Aussage und Wirkung her jedoch eng verzahnt sind. Edvard Griegs Suite "Aus Holbergs Zeit" und, als Pendant, Einojuhani Rautavaaras "Pelimannit" zeugen pulsierend, empfindsam, romantisch, auch frech von volksmusikantischer Musizierfreude.

    Tschaikowskys Streicherserenade C-Dur – Oramo forderte nicht nur hier intensivstes und zupackendes Musizieren – mischte sich stimmungsvoll mit Vogelgezwitscher aus dem Garten. Inmitten all dieser ausdrucksstarken Umhüllung der Gastgeber fürs musikalische Fest: Mozart und sein Hornkonzert Nr. 3, sanft, schwebend und elegant, aber auch tänzerisch und spielerisch virtuos ausgespielt von einem glänzenden Radovan Vlatkovic als Solisten.

    Ein runder Abend, ein exzellenter Dirigent, ein wunderbares Orchester, eine fröhliche Spielmannsmusik als "Rausschmeißer".

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