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    Würzburg

    Mozartfest: Virtuose Eskapaden beim Hummel-Konzert

    Blick in den prächtigen Kaisersaal der Residenz Würzburg. Howard Shelley und die London Mozart Players begeisterten dort mit Hummel, Mozart und Beethoven. Foto: Thomas Obermeier

    "Ein bisschen warm, nicht wahr?" befand Howard Shelley und widmete sich in Doppelfunktion als Dirigent und Solist dem Konzert für Klavier und Orchester D-Dur von Johann Nepomuk Hummel. Dem Publikum im ausverkauften Kaisersaal der Würzburger Residenz servierten er und seine London Mozart Players in üppiger Spiellaune einen hin- und mitreißenden Mozartfestabend, bei dem das Hummel-Konzert von Wolfgang Amadé Mozarts Sinfonie Nr. 34 C-Dur und Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 4 B-Dur gerahmt wurde.

    Klangkunst in Vollendung

    Von Anfang an war der Raum durchdrungen von der großen Harmonie und dem enormen Engagement aller Mitwirkenden. Stimmige Tempi, wohlgeformter Umgang mit Wechseln der harmonischen Ebenen und Bezüge, liebevoller Umgang mit Einzeltönen und großen Kantilenen, ein feines Nachspüren bei leisesten Passagen und großes Auftrumpfen im Forte, dazu erstaunlich differenzierte Klarheit selbst bei überbordenden Läufen und Schichten: Das war Klangkunst in Vollendung, die unmittelbar den emotionalen Gehalt der Musik spürbar machte.

    Howard Shelley forderte, konzentrierte sich dabei in der Zeichengebung aufs Wesentliche und ließ so ein lebendiges Entstehen-Lassen von Musik aus dem nachschöpferischen Augenblick heraus zu. Als Pianist war er stark gefordert bei all den virtuosen Eskapaden und der expressiven Vielfalt des Hummel-Konzerts. Doch absolut mühelos und leidenschaftlich klang sein Spiel, beseelt und auftrumpfend – einfach glänzend!

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