• aktualisiert:

    KLINGENBERG

    Pippi erobert Clingenburg

    Pippi (Eva Wiedemann), Annika und Tommy.
    Pippi (Eva Wiedemann), Annika und Tommy. Foto: Appeal

    Sie macht, was sie will, sie ist superstark, unerzogen und lügt charmant: Astrid Lindgrens Kinderbuchklassiker „Pippi Langstrumpf“ feierte bei den Clingenburg Festspielen in Klingenberg (Lkr. Miltenberg) Premiere. Die Geschichten von dem frechen Mädchen mit den roten Zöpfen kennt wohl fast jeder, und doch sind sie immer wieder faszinierend. Pippi (Eva Wiedemann) zieht mit ihrem kleinen Affen Herrn Nielsson und ihrem Pferd, dem kleinen Onkel, in die Villa Kunterbunt. Schon stürzt sie sich von einem Abenteuer in das nächste.

    Mit Tommy (Vasilios Zavrakis) und Annika (Alexandra Kurzeja) besucht Pippi einen Jahrmarkt und besiegt dort bei einem spektakulären Kampf den starken Adolf (Daniel Során). In der Villa Kunterbunt trickst sie die beiden trotteligen Räuber Blom (Evgenij Verenin) und Donner Karlsson (Tristan Fabian) aus, die versuchen, ihren Koffer mit den Goldmünzen zu stehlen. Die Burgruine bietet für alle Szenen eine ideale Kulisse. Mal als Jahrmarkt mit liebevoll gestalteten Buden, mal als Schule mit echten Schulstühlen oder als Villa Kunterbunt – es bleibt immer viel Platz für akrobatische Einlagen wie Handstand, Rad, Purzelbaum. Eva Wiedemann, die auch als Buhlschaft im „Jedermann“ (Premiere 24. Juli) mitwirkt, spielt die Pippi sehr authentisch, die Rolle bereitet ihr sichtlich Spaß. Mit Rollschuhen fährt sie in die Schule. Sie wippt auf dem Stuhl, singt und pfeift. Die Lehrerin möchte wissen, was sieben mal fünf ist: „Wenn du das nicht weißt, dann musst du dir einen anderen Beruf suchen“, antwortet Pippi frech. Nicht nur diese Szene sorgt für Lacher.

    Mit den Geschichten von Pippi Langstrumpf, 1945 als Buch erschienen, sind Generationen von Kindern aufgewachsen. Das Stück auf der Clingenburg ist ein Riesenspaß für die ganze Familie, es ist lustig und spannend in einer Stunde und zwanzig Minuten erzählt.

    „Pippi Langstrumpf“ ist noch bis zum 3. August zu sehen. Das nächste Mal am 2., 3. oder 4. Juli, jeweils um 10 Uhr, sowie am 5. Juli um 15 Uhr.

    Karten: Tel. (0 93 72) 30 40.

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!