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    Würzburg

    So, als wäre Tina Turner selbst auf der Bühne

    Tina Turner ist ein Superstar der Popmusik. Beeindruckend, wie nahe die ihr gewidmete Show "One Night of Tina" am Samstag in Würzburg dem Original kam.
    Sieht aus wie Tina Turner und singt auch so: Sharon Ballard verkörperte bei der Show 'One Night of Tina' in Würzburg den weltberühmten Popstar.
    Sieht aus wie Tina Turner und singt auch so: Sharon Ballard verkörperte bei der Show "One Night of Tina" in Würzburg den weltberühmten Popstar. Foto: Silvia Gralla

    Ihre 17 Alben verkauften sich knapp 180 Millionen Mal, sie wurde über 20 Mal ausgezeichnet: Tina Turner ist eine lebende Legende. Kürzlich feierte die Sängerin ihren 80. Geburtstag. Kein Zufall, dass dieses Jahr die Tribute-Show "One Night of Tina" durch den deutschsprachigen Raum tourt und alte Geister wieder zum Leben erweckt. So am Samstag auch in Würzburg.
     

    Star des Abends ist Sharon Ballard, die Tina Turner verkörpert und sich als ihren größten Fan vorstellt. Sie begann ihre Karriere als Kinderschauspielerin auf den Seychellen und konnte schnell ihr Talent im Musical unter Beweis stellen. In London schloss sie später eine Ausbildung an der Brit School for Performing Arts ab und widmete sich dem Theater und Film.

    Es war eine perfekte Imitation

    Die international gefeierte Tribute-Show an das Lebenswerk der Ausnahmekünstlerin versucht, dem Original so nah wie möglich zu kommen. Und schafft es. Die zwölfköpfige Gruppe spielt sich von 1961 bis 1999 durch und bringt dabei Hits wie "Simply the best", "What´s love got to do with it” oder "We don´t need another hero”.

    Die jeweiligen Dekaden werden mit passenden Outfits und einer bombastischen Lichtshow garniert. Zwischendurch erzählt Ballard von den Höhepunkten und Niederlagen ihres Idols. Dabei sieht sie natürlich auch genauso aus wie Tina: Vom Kleidungsstil über das breite Lächeln bis zum riesigen Haarspray-Wischmop auf dem Kopf imitiert sie Tina Turners Stil perfekt.

    Knapp 400 Besucher erlebten die Tina-Turner-Revue im Congress Centrum Würzburg.
    Knapp 400 Besucher erlebten die Tina-Turner-Revue im Congress Centrum Würzburg. Foto: Silvia Gralla

    Selbstverständlich werden auch die Ikettes, Tina Turners Back-Up Gruppe, von drei Tänzerinnen verkörpert. Bei dem Song "Private Dancer" kommen drei weitere Tänzer auf die Bühne. Sie alle legen eine beeindruckende Choreographie hin, bei der man allein durchs Zusehen ins Schwitzen kommt.

    Zwischendurch schwappt die Euphorie ins Publikum über, indem die Menge angeleitet wird, im "Tina-Style" mitzutanzen. Sowohl die Tänzerinnen und Tänzer als auch Sharon Ballard haben ihre großen Momente ganz allein im Rampenlicht.

    Klares Statement gegen Ike Turner

    Bei einem Stück, das eigentlich mit Ike Turner zusammen aufgenommen wurde, kommt es zu einem Statement: "We don't need no Ike!", woraufhin Sharon Ballard das Stück allein singt. Damit richtet sie sich gegen Tina Turners Ex-Mann, von dem sie sich aufgrund heftiger Eheprobleme Ende der 1970er Jahre hat scheiden lassen.

    In der zweiten Hälfte der Show kommt es zu einem Medley, dass von Tina Turners zahlreichen Duett-Partnern erzählt, zu denen David Bowie, Rod Stewart und Bryan Adams gehören. Das große Finale des Abends bilden die Songs "Proud Mary" und "Simply the Best".

    Knapp 400 Zuhörer zog es in das Congress Centrum in Würzburg. Damit war der Franconia-Saal nicht einmal halb gefüllt. Dabei hätte diese Crew ein deutlich größeres Publikum verdient.

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