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    Würzburg

    So sieht also eine echte, dreckige Django-Gypsy-Party aus

    Django 3000 in der Posthalle, hier Geiger Florian Starflinger und Sänger und Gitarrist Kamil Müller. Foto: Silvia Gralla

    Auf die Musik des vierköpfigen Pulverfasses Django 3000 passen Beschreibungen wie Folk-Rock oder bayerischer Balkan-Beat. Seitdem die vier Buam aus dem Chiemgau 2011 mit dem Song "Heidi" einen Hit landeten, tanzen sie durch den kompletten deutschsprachigen Raum und sogar in Indien, Südkorea, Russland und Ungarn. Derzeit touren sie mit ihrem fünften Studioalbum "Django 4000", auf dem sie sich "ein bisserl erwachsener, vielleicht auch reflektierter" zeigen, wie es Geiger Florian Starflinger formuliert.

    Aber immer der Reihe nach: Eingeheizt haben diesmal in der nicht allzu dicht gefüllten Würzburger Posthalle Dis M, die ebenfalls aus der Kulturlandschaft am Chiemsee stammen und schon länger mit Django 3000 befreundet sind. Die drei Witzbolde stimmten nicht nur auf die ausschweifende Mundart der Djangos ein, sondern wärmten mit Gitarre und Schlagzeug schon mal die Tanzbeine auf. 

    Polka-Groove und Roma-Traditionals gehen direkt in die Beine

    Mit einem Knall meldete sich dann das Gypsy-Party-Quartett. Django 3000 haben vor allem ein Ziel: Spaß. Ihre mit Polka-Groove und Roma-Traditionals versetzten Songs gehen direkt in die Beine, die mit bayerischem Herzblut geschriebenen Texte kann jeder sofort mitsingen. Und wer den breiten Dialekt nicht versteht, der kann wenigstens Refrains wie "I wanna party like a Bonaparty" mitschmettern.

    Zwischendurch lud Wahnsinns-Fiddler Starflinger Fans ein, auf der Bühne mitzufeiern. Wer den Kontrabassisten und gelernten Flummi Korbinian Kubler auf der Bühne sieht, wird unweigerlich von seiner Energie angesteckt. Zusammen mit Drummer Jan-Philipp Wiesmann gab es mit einem kurzen musikalischen Schlagabtausch den virtuosen Höhepunkt. Für die ruhigen Momente sorgten hauptsächlich Starflinger und Sänger und Gitarrist Kamil Müller, der gerade bei diesen Gelegenheiten zeigen konnte, was in seiner rauen Stimme steckt. Wildes Getanze, leicht orientalische Düfte und Bierdusche: Die vier Lebemänner bedankten sich für eine "dreckige Django-Gypsy-Party".

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