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    Würzburg

    Wahres Feuerwerk: "Sprungbrett" mit Wincent Weiss

    So was von begehrt: Popsänger Wincent Weiss war am Samstag in Würzburg der Star beim "Sprungbrettfestival". Foto: Silvia Gralla

    Es ist voll in der seit Monaten ausverkauften Würzburger Posthalle - brechend voll. Rund 3000 Menschen mit erwartungsvollen Gesichtern - von unter 7 bis weit über 70 ist alles dabei - freuen sich auf einen bunten Konzertabend. Vor allem aber freuen sie sich auf ihn: Headliner Wincent Weiss. Moderator Tobi Grimm von Radio Gong, der durch den Abend führt, kostet das gerne aus: Jede Erwähnung des Stars ermuntert das Publikum zu gigantischen Jubelstürmen.

    Das Festival "Sprungbrett" ist mittlerweile eine Institution im Würzburger Kulturleben. Bis vor zwei Jahren noch der "Newcomer Contest Bayern", ist die Veranstaltung der Veitshöchheimer Agentur Gebrüder Krimm seit neun Jahren unterstützende Plattform für Musiktalente aus ganz Deutschland.

    Den Abend am Samstag eröffnet aber ein lokales Gesicht: Der Würzburger Dominic Fritz gibt souverän den Jung-Popstar. Mit seinen Schmusesongs trifft er den Nerv der Teenie-Mädchen im Saal.

    Und da war noch "Zulu"

    Noch mehr Würzburg sieht und hört man beim ersten Newcomer "Zulu". Mit sphärischem Synthie-Pop hebt sich die Band an diesem Abend am deutlichsten ab - und erntet viel Applaus, obwohl das Mitmachpotential später bei "Lupid" aus Gießen deutlich höher ist. Die Kombo bietet frechen Deutschpop mit Hiphop-Einschlägen. Die ersten Kinder haben jetzt schon müde Gesichter, dennoch: So muss ein Warm-up sein.

    Letzter Neuling des Abends ist "Männersache" aus Osnabrück - die Acapella-Formation war schon im vergangenen Jahr dabei. Es ist nicht ganz klar, ob die Vorfreude auf den Hauptakt oder die souveräne Show der vier Sänger die Stimmung steigen lässt, auf jeden Fall bebt die Halle mittlerweile.

    Als Wincent Weiss kam, sangen alle mit

    Dann ist es endlich soweit - und die Kinder im Publikum sind wieder wach: Konfetti, Feuereffekte, Laserlicht und ein junger Mann Mitte 20 in Jeans und T-Shirt. Wincent Weiss muss gar nicht singen - das übernehmen die Mädels im Publikum für ihn, auch, wenn er mal einen Hänger hat.

    Klar, was die Fans von Wincent Weiss halten. Gesehen beim Festival "Sprungbrett" am Samstag in Würzburg. Foto: Silvia Gralla

    Weiss hat in den vergangenen drei Jahren Hits am Fließband produziert. Über "Wunder" , "Kaum erwarten" , "Hier mit Dir" bis "Musik sein" - alles Ohrwürmer, alles Hymnen, die die Posthalle an diesem Samstag erzittern lassen.

    Es ist das zweite Mal in Folge, dass Weiss als Headliner die Halle füllt — im vergangenen Jahr war er selbst, wie vor ihm schon Sänger Andreas Bourani oder die Band Silbermond, Preisträger des "Bayerischen Musiklöwen". In diesem Jahr ging die zum Festival gehörende Trophäe, die die Agentur Gebrüder Krimm vergibt, eigentlich an Alvaro Soler.

    Spannend, was im nächsten Jahr geschieht

    Da er aber zum "Sprungbrett" verhindert war, hat man kurzerhand Weiss erneut eingeladen - keine schlechte Entscheidung. Nach rund anderthalb Stunden "Feuerwerk" der Hits schließt das Konzert mit dem gleichnamigen Song, der ihm 2017 zum endgültigen Durchbruch verholfen hat.

    Zurück bleiben glückliche Gesichter. "Sprungbrett 2019" - das war Unterhaltung für die ganze Familie. Spannend, welche Newcomer nächstes Jahr die Bühne rocken, und welcher Hauptakt in die großen Fußstapfen von Wincent Weiss passen könnte.

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