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    Bad Kissingen

    Weihnachts-Bigband-Sounds zum Wohlfühlen mit Tom Gaebel

    Tom Gaebel, hier bei einem Konzert im Februar in Bad Neustadt Foto: Gerhard Fischer

    Der Max-Littmann-Saal im Kissinger Regentenbau erstrahlt in rotem Glitzer, weiß beschneite Deko-Tannen und Geschenkkartons zieren die Bühne. Und dann eilen wir mit der zwölfköpfigen Bigband und "Jingle Bells" los, mitten hinein ins Winter-Wunderland. Ein überdimensionaler Namenszug beginnt golden zu glühen, endlich kommt er die Treppe herab: Tom Gaebel. Sänger, Entertainer, Showman, in diesem Augenblick allerdings fast wie "Santa Claus Is Coming To Town", wie das Publikum bereits singt.

    Wer Broadway-Glamour liebt, Swing, Bigband-Sounds und dezent rockige Klänge, wer gerne in Vertrautem schwelgt, egal ob rund ums deutsche Weihnachtslied, American Christmas oder zu Klassikern gewordene Evergreens, war an diesem Abend genau richtig. "Nachbescherung" nannte es Gaebel, ganz smarter Schwiegersohntyp im knapp sitzenden eleganten Zweiteiler, die Musikwunschtitel lägen schon bereit zum Ausfüllen und im Nikolaussack Versenken.

    Eingängig die Arrangements, professionell die ganze Show

    Perfekt "His Orchestra", auch als männlicher Engelschor im Background, eingängig die Arrangements, professionell die ganze Show, von Gaebels dezentem Hüftschwung bis zum Lichtdesign. Das Publikum ist gerne zu Wechselgesängen und Mitklatschen bereit, auch mal in korrekt deutscher Manier: Rex Gildo und Udo Jürgens scheinen von ihren Wolken zu grüßen, "How my Life Is Changing Today" schmettert Gaebel da gerade.

    Rosenprinzessin Mareike, an diesem Abend inkognito, winkt vorsichtig von der Bühne

    Vorne häufen sich die Wunschzettel: Melissa, von der Mutter auf die Bühne gewünscht, darf mit "Deutschlands Gentleman Nummer eins" Leonard Cohens "Hallelujah" singen. Rosenprinzessin Mareike, an diesem Abend in schärpen- und schmucklosem Inkognito, winkt vorsichtig von der Bühne und nimmt mit Gaebel ein Schlückchen Sekt. Michaela stürzt sich energisch aus dem Publikum ins Rampenlicht und wird mit einem kuscheligen Tänzchen belohnt. Und ganz fabelhaft meistert Jens, der Hobby-Jazzgitarrist, die Chance, kurz in der Band mitzuspielen - seine Ehefrau hat's erbeten: "Fly Me To the Moon", Sinatra grüßt.

    Ob "Feliz Navidad", "Last Christmas", oder "Rudolph the Red-Nosed Reindeer”, ob deutsche Weihnachtslieder als flotter Swing und Rock, ob Hits wie "Strangers In the Night" oder "What a Wonderful World": Die Stimmung passt, vielfach singt der ganze Saal mit. Die musikalische Zeitreise hüllt alles in eine Wolke flauschigen Wohlbefindens. Tom Gaebel, der Mann mit der leicht kratzigen Stimme, der charismatische Charmeur strahlt, flirtet, singt locker drauflos. Jubel nach "White Christmas", Gaebels Publikum hat bekommen, worauf es sich gefreut hat.

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