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    Würzburg

    Antwort auf Samstagsbrief: Verständnis füreinander ist wichtig!

    Freut sich schon auf den nächsten Brief seiner Enkelin zum Großelterntag 2020: Opa Gerhard (hier an seinem 93. Geburtstag). Foto: Meike Schmid

    Liebe Meike, da war ich baff! Bayern hat einen neuen Gedenktag: den Großelterntag. Dein Landesvater wird sich freuen, dass Du die Gelegenheit wahrnimmst, Deinem Opa zu schreiben - und ich freue mich auch.

    Ich frage mich manchmal, ob es nötig ist, die Jungen so oft darauf hinzuweisen, wie es früher war. Sucht Euren Weg, und wenn's mal schwierig wird, dann können wir vielleicht einen Rat geben, falls Ihr ihn wollt.

    Ihr Enkel bleibt nicht ewig in dem "Oma, so lieb, Oma, so nett"-Alter. Daran müssen wir uns gewöhnen. Ausbildung, Studium und Beruf führen Euch oft weit weg von Oma und Opa. Die Besuche werden seltener. Und wenn Ihr dann kommt, fällt manchem von uns weiter nichts ein, als Euch von seinen körperlichen Befindlichkeiten zu erzählen. Ich sage mir: Wer in unserem Alter kein Wehwehchen hat, der ist nicht gesund.

    Also: Reden wir lieber ein bisschen über die gemeinsame Vergangenheit und über das, was uns zur Zeit bewegt. Das mag Unterschiedliches sein, aber das Gespräch öffnet Verständnis füreinander. Und das ist so wichtig. So betrachtet, ist der Großelterntag nicht nur ein Friede-Freude-Eierkuchen-Tag, sondern gibt Enkeln und Großeltern, Großeltern und Enkeln auch die Möglichkeit, über ihr Verhältnis zueinander nachzudenken.

    Ich sage Dir ein von Herzen kommendes Dankeschön für Deinen Brief und freue mich auf den nächsten zum Großelterntag 2020. Darauf einen Ramazzotti mit Dir! Natürlich ohne Eis.

    Das meint Dein Opa, der Dich ganz lieb grüßt.

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